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Dagernova Weinmanufaktur und Ahr-Winzer eG

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Die Dagernova Weinmanufaktur und Ahr-Winzer eG ist der größte Weinbaubetrieb an der Ahr. Die rund 600 Mitglieder der Genossenschaft bewirtschaften etwa 155 Hektar Rebfläche, davon drei Hektar im Weinanbaugebiet Mittelrhein. Das Unternehmen beschäftigt 35 Mitarbeiter. Die Betriebsstätten befinden sich am Ahrweg in Dernau (Stammhaus), an der Heerstraße in Bad Neuenahr und werden durch die Dagernova-Eventhalle an der Römerstraße in Dernau komplettiert.


Das Logo der Genossenschaft
Neben der Dagernova-Vinothek beherbergt dieser Gebäudekomplex am Ahrweg in Dernau Dagernova Culinarium und Weinstube sowie das Gemeindehaus Dernau.
Eingang zur Dagernova-Vinothek in Dernau
Einweihung der neuen Vinothek in Dernau
Georg Kriechel, Winzermeister der Dagernova-Winzergenossenschaft
"Landlust"-Veranstaltung in der Dagernova-Eventhalle
Detailfoto von der Niederlassung an der Heerstraße in Bad Neuenahr.
Erste Prüfung des Weinjahrgangs 2009 nach der Lese: Friedhelm Nelles (von links), Günter Schüller, Walter Ley und Dirk Wollersheim.
Bei der Generalversammlung 2009 wurden langjährige Genossenschaftsmitglieder geehrt.
Klaus Creuzberg (von links), Friedhelm Nelles und Meike Möhren von der Dagernova Weinmanufaktur bei der ProWein 2011 in Düsseldorf

Anschriften

  1. Heerstraße 91-93, Bad Neuenahr
  2. Ahrweg 7, 53507 Dernau
  3. Dagernova-Eventhalle, Römerstraße 3, 53507 Dernau

Kontakt

Telefon:

  • 02641 9472-0
  • 02643 1266

Fax:

  • 02641 9472-94
  • 02643 900540

E-Mail:

Öffnungszeiten

Vinothek Dernau: Montag bis Freitag 8 bis 12 und 13 bis 18 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen von 10 bis 12 und von 13 bis 18 Uhr

Mitgliederzahl

30. Juni 2008: 594

Mitarbeiterzahl

Juli 2009: 34
Oktober 2009: 36

Aufsichtsrat

Vorsitzender: Dieter Großgarten

Vorstand

Leitung

Geschäftsführer: Friedhelm Nelles
Verkaufsleiter: Thomas Monreal
Kellermeister: Günter Schüller und Walter Ley

Kennzahlen

Geschäftsjahr 2007/2008

  • Jahresüberschuss: 303.267 Euro aus.
  • Bilanzsumme: 10,5 Millionen Euro (+ 638.384 Euro)
  • Erntemenge 2008: 1,2 Millionen Liter - 1, 087 Millionen Liter Rot- und 113.000 Liter Weißwein
  • Erntemenge 2009: 950.000 Liter Most von 155 Hektar Rebfläche
  • Oktober 2010: 400 abliefernede Winzer, 35 Mitarbeiter

Geschäftsjahr 2009/2010

Im Geschäftsjahr 2009/2010 erzielte die Genossenschaft eine Bilanzsumme von mehr als zwölf Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren es noch rund zehn Millionen. Rund 1,035 Millionen Liter Most erbrachte die Traubenlese im Herbst 2010. Dies entspricht einem Ertrag von 92 Hektoliter je Hektar. Der Anteil Rotwein lag bei rund 926.000 Liter; der Weißweinanteil belief sich auf rund 109.000 Liter. Das durchschnittliche Mostgewicht betrug 87 Grad Öchsle. Im Geschäftsjahr wurden mehr als 1,673 Millionen Liter Wein, Sekt, Traubensaft und Branntwein abgesetzt. Der Umsatz betrug rund 8,223 Millionen Euro. Die Ertragsrebfläche umfasste 152 Hektar. Der größte Anteil, 136 Hektar, ist mit roten Trauben bestockt.[1]

Geschäftsjahr 2011/2012

Die Generalversammlung im Januar 2013 fand im neuen "Culinarium" statt. Geschäftsführer Friedhelm Nelles sagte, insgesamt könne er über ein gutes Wirtschaftsjahr berichten. Nach der extrem kleinen Ernte im Weinjahr 2010 hätten durch die erhöhte Weinmenge 2011 alle Absatzkanäle bedient werden können. Die Lese des Herbstes 2011 brachte 1,4386 Millionen Liter Most ein - etwa 93 Hektoliter je Hektar. Davon entfielen 1,2822 Millionen Liter auf roten und 157.400 Liter auf weißen Most. Das Öchslegewicht habe bei 85 Grad gelegen. Im Geschäftsjahr 2011/2012 seien insgesamt 16.169 Hektoliter Wein, Sekt, Traubensaft und Branntwein abgesetzt worden. Die Genossenschaft habe ihren Umsatz im Jahr 2012 um 745.000 (9,66 Prozent) auf 8,453 Millionen Euro erhöht. Der Jahresüberschuss betrug 187.400 Euro (Vorjahr: 97.400 Euro). Der Bilanzgewinn belief sich auf von 47.400 Euro (Vorjahr: 48.800 Euro). Die Lese 2012 habe 664.500 Kilogramm weniger eingebracht als das Vorjahr; die Qualitäten seien gut gewesen. Um die Qualität weiter zu steigern, wurden die Winzer aufgefordert, bei der Traubenanlieferung die Spätburgunder-Klone anzugeben. Der Umbau von „Dagernova Culinarium und Weinstube“ mit den von den Genossenschaftern bewilligten 1,4 Millionen Euro sei keine leichte Aufgabe gewesen. Mehrkosten von rund 150.000 Euro seien durch nötig gewordene zusätzliche Dämmung und Träger sowie Abwasserleitungen entstanden. Torsten Carll wurde als neuer Pächter vorgestellt. Den dritten hauptamtlichen Vorstandsposten, den Dirk Wollersheim im Januar 2011 nach nur zweieinhalb Jahren geräumt hatte, nahm Thomas Monreal ein. Um größere Aufträge mit Discounter abwickeln zu können, hob die Versammlung die Höchstkreditgrenze von 300.000 auf 500.000 Euro an. Josef Liersch und Rudolf Creuzberg wurden für 60-jährige Mitgliedschaft in der Genossenschaft geehrt, Otto Becker aus Heimersheim für 50 Jahre Mitgliedschaft.[2]

Geschäftsjahr 2012/2013

Im Geschäftsjahr 2012/13, das bis zum 30. Juni 2013 lief, blieb die Genossenschaft mit einem Jahresumsatz von 7,993 Millionen Euro um 5,4 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres. 1,4 Millionen Liter Wein, Sekt, Traubensaft und Branntwein wurden verkauft - mehr als zehn Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Bilanzsumme lag bei 11,66 Millionen Euro (Vorjahr: 11,7 Millionen Euro). Bei der Generalversammlung im Dezember 2013 im großen Saal des Culinariums in Dernau stimmten die Mitglieder der Zuweisung des Jahresüberschusses von 63.000 Euro und des Bilanzgewinns von 31.500 Euro zu den Rücklagen zu. Die 603 Mitglieder der Genossenschaft bearbeiteten in dem Geschäftsjahr 153 Hektar Rebfläche - davon 140 Hektar mit roten und 13 Hektar mit weißen Trauben. Auf dieser Fläche wurden 826.750 Liter roter und 100.150 Liter weißer Most erzeut. 1,864 Millionen Euro investierte die Genossenschaft in die Modernisierung und Ausstattung des Culinariums. Außerdem investierten die Genossen in eine Maschine zum Schließen von Schraubverschlüssen, einen neuen Heizkessel für Maischeerhitzung, eine Pumpe sowie in die Büroausstattung. Die Qualität der Ernte 2013 sei insgesamt gut gewesen, sagte der Vorsitzende der Genossenschaft, Friedhelm Nelles bei der Generalversammlung. Der Ertrag habe mit 1,283 Millionen Kilo Most über dem des Vorjahres (1,183 Millionen Kilo) gelegen. Das durchschnittliche Mostgewicht habe bei 80 Grad Öchsle gelegen (Vorjahr: 86 Grad). Wegen der beiden unterdurchschnittlichen Ernten könnten die alten Umsatzzahlen auch im Jahr 2013/2014 nicht erreicht werden, so Nelles.Thomas Monreal sagte, zur Bekämpfung des Traubenwicklers würden ab 2014 im gesamten Weinanbaugebiet Ahr Pheromonfallen eingesetzt. In Mayschoß werde diese Methode seit Jahren erfolgreich praktiziert. Die Ahr sei dann das einzige deutsche Anbaugebiet, das diese umweltschonende Methode zur Schädlingsbekämpfung einsetzt. Die Kosten würden zwischen 180 und 350 Euro pro Hektar liegen. Hannelore Josten, Günter Wolff und Josef Bertram wurden für 60-jährige, Gertrud Schreier und Margarete Porsche für 50-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Die Aufsichtsratsmitglieder Ingo Josten (Dernau), Franz-Peter Kreuzberg (Bachem), Herbert Marner (Dernau), Thomas Nohn (Heimersheim) und Justus Sebastian (Dernau) wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.[3]

Im Frühjahr 2014 wurde ein alter Weinkeller in dem gegenüber der Kirche stehenden alten Stammhaus der Genossenschaft aus dem Jahr 1886 geräumt. Bis zum Saisonstart im August 2014 soll als Probierkeller hergerichtet werden. Die Platzkapazität der Dagernova für Weinproben wird dadurch von 140 um 40 auf 180 Plätze erhöht. Die Rückwand des Kellers besteht aus reinem Felsgestein. Im Stockwerk darüber können die Besucher im Herbst Annahme und Weiterverarbeitung der Trauben erleben. 150.000 Euro investiert die Dagernova, die im Jahr zuvor wegen Platzmangel etliche Probenanfragen abweisen musste, in dieses Projekt. Nach der Eröffnung des Ahrsteigs sei die Nachfrage nach Proben deutlich gestiegen, sagte Dagernova-Geschäftsführer Friedhelm Nelles dem General-Anzeiger. Zu einem wahren Renner habe sich auch die Kombination eines Besuches der Dokumentationsstätte Regierungsbunker mit anschließender Weinprobe entwickelt. 250 Weinproben seien im Jahr 2013 durchgeführt worden.[4]

Neuer Probenkeller wird eröffnet

Seit Oktober 2014 wird der Dagernova-Weinkeller an der Katholischen Pfarrkirche "St. Johannes Apostel" in Dernau für Weinproben genutzt. Zuvor investierte die Genossenschaft rund 140.000 Euro in den rund 100 Quadratmeter messenden Keller, der um das Jahr 1900 in den Berg gehauen worden war, zuletzt aber jahrelang leer stand. Das Geld floss u.a. in den Einbau einer Heizung. Die Rhein-Zeitung berichtete anlässlich der Wiedereröffnung:

An der Rückwand ist noch deutlich der gewachsene Stein erkennbar. Durch geschickte Beleuchtung wurde alles schön in Szene gesetzt. Sieben neue Weinfässer à 12 000 Liter Fassungsvermögen, die bereits mit dem 2014er Spätburgunder gefüllt sind, geben dem neuen Raum das entsprechende Ambiente.[5]

Mit dem Keller löse die Genossenschaft ein Kapazitätsproblem, sagte Geschäftsführer Friedhelm Nelles bei einem kleinen Empfang anlässlich der Inbetriebnahme. Und Thomas Monreal ergänzte: „Wenn Gäste kommen, gehört in einer Weinmanufaktur das Weinkellergefühl einfach dazu. Und die Möglichkeit dazu haben wir jetzt hier geschaffen.“ Unter dem Motto „Hinter den Kulissen unserer Weinmanufaktur“ würden dort nun für Gruppen ab 15 Personen Weinproben durchgeführt.

Auszeichnungen

2010:

  • Beim großen Leistungstest der Genossenschaften, den die Fachzeitschrift Weinwirtschaft alljährlich durchführt, errang die Winzergenossenschaft im Juli 2010 Platz 3.
  • Dagernova-Weine wurden im Oktober 2010 zu Spitzenweinen der Prämierung der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz ernannt: Ein 2008er Frühburgunder Qualitätswein b.A. errang bei den trockenen roten Frühburgundern Platz ein, ein weiterer 2008er Frühburgunder Qualitätswein b.A. Platz zwei. Bei den trockenen Spätburgunder-Rotweinen errang ein 2009er Qualitätswein b.A. von der Dagernova Platz drei.
  • Zwei Ahr-Frühburgunder der Dagernova aus den Jahrgängen 2008 und 2009 belegen punktgleich den zweiten Platz in der Kategorie „Klassische deutsche Sorten“ des Deutschen Rotweinpreises. Der dritte Wein, den die Dagernova angestellt hatte, schaffte es in der Kategorie „Cuvées“ ebenfalls bis ins Finale.
  • Für besondere Leistungen erhält die Dagernvoa im Rahmen der Wein- und Sektprämierung 2010 der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz den Ehrenpreis des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbands.

Weitere Bilder

Siehe auch

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Die Dagernova renoviert Gaststätte und Saal, www.arme-winzer.de vom 13. Dezember 2010
  2. Quellen: General-Anzeiger und Rhein-Zeitung vom 28. Januar 2013
  3. Christine Schulze: Generalversammlung der Dagernova: Geringe Ernten lassen die Umsätze sinken - 1,864 Millionen Euro, general-anzeiger-bonn.de vom 6. Dezember 2013
  4. Quelle: Günther Schmitt: Ahrufer: Winzergenossenschaft Dagernova investiert in neuen, alten Weinkeller, general-anzeiger-bonn.de vom 12. April 2014
  5. Quelle: Jochen Tarrach: Das „Weinkellergefühl“ kann nun neu aufleben - Dagernova „peppt“ ihre Niederlassung auf, in: Rhein-Zeitung vom 3. November 2014