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Ahrwein-Messe am 25. November 2017 im Kurhaussaal in Bad Neuenahr

SPD-Ortsverein Sinzig

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Der SPD-Ortsverein Sinzig ist - neben dem SPD-Ortsverein Bad Bodendorf - einer von zwei SPD-Ortsvereinen im Stadtgebiet von Sinzig. Beide gehören zum SPD-Kreisverband Ahrweiler.


Mitgliederzahl

2008: 71

Gründung und Entwicklung

Der Ortsverein wurde 1908 gegründet - vermutlich im Gasthof Weiler an der Straße nach Niederbreisig. Viele Mitglieder waren Arbeiter aus der Apollinaris-Flaschenfabrik und der Agrob. Kurz nach Gründung des Turnvereins Sinzig 08 e.V. gründeten die Sozialdemokraten den "Freien Turn- und Sportverein Sinzig", der 1933 von den Nazis verboten wurde.

Spürbaren Aufwund erlebte die Sozialdemokraten in Sinzig im Jahr 1910, nachdem der aus einer alten Sozialistenfamilie stammende Karl Exius nach Sinzig gezogen und Ortsvereinschef geworden war. Am 21. Juni 1933 wurde die SPD verboten, am 27. Juni auch der Arbeitersport. Zwölf Jahre später holten die Sinziger Sozialdemokraten ihre in Bettlaken eingewickelte Ortsvereinsfahne ans Tageslicht und nahmen die Arbeit wieder auf.

Nachdem Dirk Banze zum 1. Oktober 2010 aus der SPD ausgetreten war, legte er auch das Amt des stellvertretenden Ortsvereinsvorsitzenden nieder, in das er im Oktober 2002 gewählt worden war. Diese Funktion übernahm Felix Blaich. Vorsitzender blieb Ingo Terschanski, der dieses Amt im September 2000 von Alfons Busch übernommen hatte. Das Amt des Geschäftsführers übernahm Thomas Brötz, der damit Blaichs Nachfolge antrat. Kassiererin blieb Inge Pauls, und als Beisitzer fungierten Marga Drenk, Peter Dluhosch und Markus Klaes. Als wichtigste künftige Aufgabe nannte der Vorsitzende in dieser Sitzung neben der kommunalpolitischen Arbeit mit Schwerpunkt Stadtsanierung, Schulturnhalle Westum, Bahnhofsumfeld und Exmittiertenhaus die Mitgliederwerbung..[1]

Bei einer Mitgliederversammlung im Oktober 2012 wurde Ingo Terschanski im Amt des Vorsitzenden bestätigt. Elisabeth Groß und Martin Eggert sind bei dieser Versammlung für 40 Jahre SPD-Mitgliedschaft geehrt worden. Elisabeth "Bessy" Groß kehrte als stellvertretende Vorsitzende und Martin Eggert als Beisitzer in den Vorstand zurück. Thomas Brötz wurde zum Geschäftsführer gewählt, Felix Blaich zum Kassierer, Marga Drenk und Inge Pauls zu Beisitzerinnen.[2]

Anfang 2015 legte Ingo Terschanski sowohl sein Stadtratsmandat als auch sein Amt als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins nieder. "Dass es in jüngster Zeit sowohl in der Fraktion als auch im SPD-Ortsverein zu heftigen Reibereien gekommen war, ist in der Sinziger Kommunalpolitik ein offenes Geheimnis", hieß es in der Ausgabe 3/2015 des Blick aktuell - Sinzig zu den Gründen. Nach der Kommunalwahl 2014 war Terschanski von seiner Fraktion nicht mehr zum Vorsitzenden gewählt worden; in dieses Amt wurde vielmehr Hartmut Tann gewählt. Sein Mandat im Ortsbeirat Sinzig und seine Ämter als stellvertretender Ortsvorsteher von Sinzig und auf Kreisebene behielt Terschanski jedoch.

Nach dem Rückzug von Ingo Terschanski fanden die Sinziger Sozialdemokraten bei einer Mitgliederversammlung im März 2015 keinen neuen Vorsitzenden. Deshalb übernahm Elisabeth Groß das Amt kommissarisch. Sie machte aber auch klar, dass sie für das Vorsitzenden-Amt nicht zur Verfügung steht. Da Ingo Terschanski an der Versammlung nicht teilnahm, konnte die geplante Ehrung des langjährigen ehemaligen Vorsitzenden nicht vorgenommen werden. Der Ehrenbrief mit den Unterschriften auch der rheinland-pfälzischen SPD-Spitze sollte ihm deshalb privat übergeben werden. Der General-Anzeiger berichtete über die Versammlung:

Nicht ganz harmonisch war in den vergangenen Jahren das Verhältnis zum SPD-Ortsverein Bad Bodendorf. Dies soll sich nach dem Willen der Versammlung ändern. "Wir wollen eine gute, freundschaftliche und solidarisch Zusammenarbeit mit den Genossen in Bad Bodendorf zum Wohle der Stadt", führte die Groß aus. [3]

Bei einer Mitgliederversammlung im Gasthaus Herges im Juni 2015 in Westum wurde Axel Friedrich als Nachfolger von Ingo Terschanski zum Vorsitzenden gewählt. Elisabeth Groß, die die Geschicke des Ortsverbands als Vorsitzende vorübergehend geleitet hatte, blieb Zweite Vorsitzende. „Ich werde mich hier erst einmal einleben und sehen, wo politisch der Schuh drückt – wichtig ist derzeit die Diskussion um das Rick-Gelände oder etwa die Übermittagsbetreuung an Schulen“, sagte Friedrich nach seiner Wahl. Auf die Mitgliederwerbung und auf die Aktivierung langjähriger Mitglieder des zu dieser Zeit 65 Mitglieder zählenden Ortsvereins werde er ebenfalls Augenmerk legen. Über das anschließende erste "World-Café" des Landtagsabgeordneten Marcel Hürter berichtete die Rhein-Zeitung am 29. Juni 2015:

Einig war man sich darüber, dass die Stadt mit ihrer guten Infrastruktur, dem kulturellen Angebot und einem sehr engagierten Vereinsleben ein ungeschliffener Diamant ist, aus dem man durch Initiativen und Konzepte der Ratsfraktionen und der Stadtverwaltung viel mehr machen könnte. Ein Dorn im Auge sind den Sozialdemokraten der Bahnhof und der noch nicht realisierte dritte Bauabschnitt sowie unzureichendes Gebäude- und Grünflächenmanagement. „Die Jahn-Schulsporthalle rottet immer weiter vor sich hin, am Jugendzentrum HoT wird auch nichts mehr getan, der Schlosspark ist oft in desolatem Zustand“, so Groß. Weiter vermisst die Sinziger SPD Ideen, wie man den zunehmenden Leerstand bekämpfen kann, und kritisierte allgemein das Stadtbild, da viele Häuser verwahrlosten. Mangelhaft sei auch die Nahversorgung in Sinzigs Ortsteilen wie deren Anbindung ans öffentliche Verkehrsnetz. Zu wenig wird nach SPD-Sicht in Sachen demografischer Entwicklung getan.

Bei einer Mitgliederversammlung im November 2016 in der Kegelstube „Avo Barrota“ wurde der Vorsitzende Axel Friedrich in seinem Amt bestätigt. Elisabeth Groß, bis dahin stellvertretende Vorsitzende, wollte nach 45 Jahren als Mandatsträgerin kürzertreten und wurde zur Kassenprüferin gewählt. Dirk Frenzel wurde als Nachfolgerin von Elisabeth Groß zum Stellvertreter gewählt. Felix Blaich blieb Kassierer, Thorsten Schomann wurde neu zum Schriftführer gewählt. Zu Beisitzern wählte die Mitgliederversammlung Martin Eggert, Inge Pauls, Alexander Ody, Marga Drenk und Julian Schnitzler. Als Beispiele für gelungene Projekte führte Friedrich die beiden gemeinsamen Rundgänge mit Bürgern zu den Themen Spielplätze und öffentliche Anlagen an, die in verwahrlostem Zustand gewesen seien. Die Stadt sei hier aktiv geworden und habe nachgearbeitet. Diese Art von Rundgängen solle fortgesetzt werden, um auch weitere relevante Themen aufzugreifen. Die Sozialdemokraten hatten zudem in einem Brief an Bürgermeister Wolfgang Kroeger den Zustand der Flüchtlingsunterkünfte kritisiert; daraufhin seien die Mängel von der Stadt beseitigt worden. Die Zusammenarbeit mit dem SPD-Ortsverein Bad Bodendorf sei nach den Zwistigkeiten der vergangenen Jahre wieder gut, könnte aber noch besser werden. Im Zuge der Neuausschreibung des öffentlichen Personennahverkehrs werde sich die SPD weiter dafür einsetzen, dass die Verkehrsanbindung von Sinzig in Richtung Bad Neuenahr-Ahrweiler auch an den Wochenenden gewährleistet wird. Bisher würden nur Remagen und Bad Bodendorf angefahren. Auf Kreisebene wolle die SPD die Forderung des Tierheim und Tierschutzvereins Kreis Ahrweiler e.V. unterstützen, die Kreisumlage zu erhöhen, um das Tierheim Remagen kostendeckend betreiben zu können.[4]

Mediografie

Weblink

http://www.spd-sinzig.de

Fußnoten

  1. Quelle: Sinzig: Banze aus SPD ausgetreten, rhein-zeitung.de vom 7. Oktober 2010
  2. Quelle: Sinzig: Ingo Terschanski bleibt SPD-Chef, general-anzeiger-bonn.de vom 20. Oktober 2012
  3. Quelle: Wahlen in Sinzig: Noch kein neuer Chef bei der SPD, general-anzeiger-bonn.de vom 30. März 2015
  4. Quelle: Rhein-Zeitung vom 9. November 2016