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Kreissparkasse Ahrweiler

Katholische Pfarrkirche „St. Petrus“ Kesseling

Aus AW-Wiki
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Blick über Kesseling auf die Pfarrkirche.
Kesseling - Heinz Grates (31).jpg
Der aus dem Jahr 1695 stammende Hochaltaraufsatz stand ursprünglich in der Abteikirche Maria Laach. Er gilt als ältester barocker Hochaltaraufsatz im Ahrgebiet.
Blick vom Altar in Richtung Orgelempore
Petrus Kesseling.jpg

Die katholische Pfarrkirche „St. Petrus“ Kesseling steht auf einem Felsvorsprung, der Kesseling als eine der ältesten Siedlungen des Ahr-Eifel-Raums überragt. Die Kirche wurde im 13. Jahrhundert durch einen Neubau ersetzt, dessen mächtiger quadratischer Ostturm bis heute erhalten ist. Das jetzige Langhaus wurde im Jahr 1791 gebaut – vermutlich über den Resten des Baus aus dem 13. Jahrhundert. Was die Innenausstattung der Kirche betrifft, verdient der wohl älteste barocke Hochaltaraufsatz im Ahrgebiet Erwähnung; er wurde im Jahr 1695 von Michael Pirosson für Maria Laach geschaffen. Wenige Jahre nach der Aufhebung des Klosters dort (1802) wurde das Inventar der Klosterkirche versteigert. Dabei kamen der mächtige Altar und weitere Kunstwerke nach Kesseling.[1]


Standort

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Chronik

772: In einer Schenkungsurkunde der Bertrudis und ihre Sohnes Maningus wird die Kirche als „basilica sancti Petri“ erwähnt
13. Jahrhundert: Errichtung des heutigen Turmes mit einer neuen Kirche
etwa 1595: Entstehung des Barock-Altares – für Maria Laach geschaffen und von dort nach der Aufhebung des Kloster im Jahr 1802 in die Kesselinger Kirche gekommen
1720: die Kirche wird renoviert
1791: Bau des heutigen Langhauses
1824: Die Orgel kam vom Kalvarienberg Ahrweiler nach Kesseling und wurde später vergrößert
1953: Nach dem Krieg Instandsetzung der Kirche, u. a. Wiederherstellung der beiden Chorfenster mit den Kirchenpatronen St. Peter in Ketten und St. Maternus
1961: Weihe von zwei neuen Glocken – während des Krieges war eine von drei Glocken eingeschmolzen worden
1989: Weihe eines neuen Zelebrationsaltares mit Reliquien der seligen Schwester Blandine Merten und des seligen Peter Friedhofen durch Adalbert Kurzeja, den 47. Abt der Benediktinerabtei Maria Laach.[2]

Kesseling ist die älteste Pfarrei im Bereich Sinzig/Altenahr. Ein christliches Heiligtum, die so genannte Celle von St. Peter, gab es dort wohl schon vor 762. Sinzig wird erstmals am 10. Juli 762 erwähnt, als König Pippin den Ort in einer Urkunde als „„Sentiacum palatium““ bezeichnet. In diesem Dokument übereignete Pippin der zum Kloster erhobenen Celle von St. Peter in Kesseling ("Monasterium quod vocatur Casloaca") einen Teil des Waldes Mellere und unterstellte das Kloster der Benediktinerabtei Prüm. Bereits im Jahr 772 wurde die Gründung erneut als „Cella“ bewertet, dann allerdings als „basilica sancti Petri“. Gegen Ende des 9. Jahrhunderts war die Anlage vermutlich bereits eingezogen worden. Danach gab es in Kesseling wohl noch einen Klosterhof, der bis zu seiner Auflösung der Herrschaft der Abtei Prüm unterstellt blieb.[3]

Weitere Bilder

Siehe auch

Katholische Pfarrgemeinde „St. Petrus“ Kesseling

Mediografie

Alfons Scholl: Zwölfhundert Jahre Kirche in Kesseling, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1963

Mediografie

Wikipedia: St. Petrus und Maternus (Kesseling)

Fußnoten

  1. Quelle: klosterlexikon-rlp.de: Benediktinerpropstei, Kesseling
  2. Quelle: eine in der Kirche hängende Zeittafel
  3. Quelle: klosterlexikon-rlp.de: Benediktinerpropstei, Kesseling