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Martin Braun

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Wahlplakat

Der Diplom-Verwaltungswirt Martin Braun (* 11. November 1961 in Koblenz) aus Gönnersdorf, verheiratet mit Claudia Braun, Vater von zwei erwachsenen Kindern, ist seit 1. Juni 1999 Abteilungsleiter bei der Kreisverwaltung Ahrweiler. Zunächst leitete er die Abteilung Verkehrswirtschaft, seit 2004 ist er zuständig für Personalangelegenheiten und Organisation der Kreisverwaltung. Damit obliegt ihm auch die Aufgabe des „Personalchefs“ für die 500 Mitarbeiter der Kreisverwaltung. Nach 15 Jahren im Amt teilte Martin Braun dem Gemeinderat Gönnersdorf im Dezember 2018 mit, dass er bei der Kommunalwahl 2019 nicht erneut für das Amt des Ortsbürgermeisters kandidiert.[1]


Anschrift

Eichelgasse 18

53498 Gönnersdorf

Kontakt

Verwandtschaftliche Beziehungen

Vita[3]

  • Martin Braun wurde am 11. November 1961 in Koblenz geboren.
  • 1966 zog die Familie Braun nach Gönnersdorf um.
  • 1978 wurde Martin Braun CDU-Mitglied.
  • 1981 machte er am Rhein-Gymnasium Sinzig Abitur.
  • Nach seiner Zeit bei der Bundeswehr, wo er Reserveoffizier ist, begann er 1983 bei der Kreisverwaltung Ahrweiler. Martin Braun absolvierte ein Studium an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Mayen, das er als Diplom-Verwaltungswirt (FH) abschloss. Bis zur Übernahme der ersten Abteilungsleitung wurde er in allen Fachbereichen der Kreisverwaltung, insbesondere in der Bauabteilung, der Sozialabteilung und im Rechnungs- und Gemeindeprüfungsamt, eingesetzt. Martin Braun ist seit 1984 mit Claudia Braun aus Sinzig verheiratet. Die beiden lernten sich bereits während der gemeinsamen Schulzeit kennen.[4]
  • Von 1984 bis 1992 wohnten Martin Braun und seine Ehefrau in Heimersheim.
  • Von 1994 bis 2004 war Martin Braun Mitglied im Gemeinderat Gönnersdorf und Vorsitzender der CDU-Fraktion.
  • Braun ist Ortsbürgermeister von Gönnersdorf (2004-2019)
  • Im Dezember 2001 wurde Braun erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Bad Breisig.
  • 82,7 Prozent der Wahlberechtigten stimmten bei der Kommunalwahl 2009 für Braun, der damit in seine zweite Amtsperiode als Bürgermeister von Gönnersdorf ging. In Gönnersdorf gab es bei dieser Wahl 513 Wahlberechtigte, 65,5 Prozent (336) machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch, 273 stimmten für Braun mit Ja.
  • Bei einer Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbands Bad Breisig im März 2017 im Rheinhotel 4 Jahreszeiten wurde Braun als Beisitzer in den Vorstand gewählt.[5]

FWG-Gemeinderatsfraktion kritisiert Braun wegen Versäumnissen

Über Kritik an der Amtsführung von Ortsbürgermeister Martin Braun berichtete die Rhein-Zeitung (RZ) am 4. Juli 2017: Die Gemeindeverwaltung Gönnersdorf habe „seit mehreren Jahren keine Gebühren mehr für die Nutzung des Dorfgemeinschaftshauses und des Friedhofs der Gemeinde in Rechnung gestellt und somit auch nicht für die Gemeinde vereinnahmt worden“, hieß es in der RZ. Die FWG-Fraktion des Gemeinderats Gönnersdorf habe dieses Versäumnis ans Licht gebracht. Entsprechende Gerüchte hätten bereits 2016 in Gönnersdorf die Runde gemacht. Der FWG-Fraktionsvorsitzende Hans-Josef Marx habe deshalb bereits 2016 bei Ortsbürgermeister Braun nachgefragt. Und der habe Versäumnisse eingeräumt. „Bei mir ist einiges liegengeblieben“, bestätigte Braun auf Anfrage der Rhein-Zeitung, „es wurde einfach vergessen.“ Bis Ende Juli 2017 solle jedoch alles abgerechnet werden. Um wie viele Fälle und wie viel Geld es geht, konnte Braun nicht sagen. Hans-Josef Marx schätzte, dass es um weit mehr als 10.000 Euro geht. Allein für das Dorfgemeinschaftshaus sei mit Nutzungsentgelten von durchschnittlich 2000 Euro jährlich zu rechnen. Hinzu kämen die Entgelte für Beisetzungen auf dem Friedhof; sie seien seit 2014 nicht mehr veranlagt worden.[6]

Auch der General-Anzeiger (GA) berichtete: „Seit Mitte 2012 – also seit nunmehr fünf Jahren – seien privaten Nutzern des Dorfgemeinschaftshauses Gönnersdorf – sowohl einheimischen als auch auswärtigen – vonseiten der Ortsgemeinde keine Nutzungsentgelte mehr berechnet worden.“ Seit November 2014 gelte das auch für den Friedhof. Braun weise die Vorwürfe jedoch zurück. Die FWG habe deshalb jetzt die Kommunalaufsicht eingeschaltet. Die Wählergemeinschaft spricht von einer „unglaublichen Angelegenheit“. Bereits vor rund zehn Monaten habe Braun auf Anfrage die in der Gönnersdorfer Bürgerschaft kursierenden Gerüchte bestätigt, dass Gebühren für die Nutzung des Dorfgemeinschaftshauses und des Gemeindefriedhofes seit Jahren nicht mehr in Rechnung gestellt worden seien. Braun habe aber zugesagt, die ausstehenden Forderungen zeitnah geltend zu machen. Die Erledigung habe er zunächst bis Oktober 2016, dann bis Dezember 2016 und schließlich bis zum ersten Quartal 2017 zugesagt. Nachdem die Forderungen bis Mai 2017 immer noch nicht aufgearbeitet und auch die seit September 2016 fällig gewordenen neuen Entgelte für Dorfgemeinschaftshaus und Friedhof nicht in Rechnung gestellt worden seien, habe die FWG die Angelegenheit auf die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung vom 26. Juni setzen lassen. Gleichzeitig forderte sie Bürgermeister Braun auf, den Rat über die tatsächliche Höhe der Außenstände zu informieren. Trotz einer Vorlaufzeit von fünf Wochen sei diese Information jedoch ausgeblieben. Martin Braun nahm gegenüber dem GA Stellung: „Soweit in Gönnersdorf Gebühren und Entgelte bislang noch nicht erhoben wurden, hat das rein organisatorische Gründe. Insbesondere sind keine Abrechnungen „vergessen“ worden. ... Aus organisatorischen Gründen können diese Abrechnungen nun erfolgen. Ein finanzieller Nachteil oder Schaden ist der Gemeinde nicht entstanden.“[7]

Die Gebühren für die Nutzung des Dorfgemeinschaftshauses und des Friedhofs seien inzwischen in Rechnung gestellt worden, berichtete die Rhein-Zeitung am 24. August 2017. Für die Nutzung des Dorfgemeinschaftshauses seien alle Rechnungen zugestellt und bis auf eine auch schon bezahlt worden. Ähnlich sieht es bei den Entgelten für Beisetzungen auf dem Gönnersdorfer Friedhof aus: Sämtliche Bestattungen seien Anfang Juli an die Verbandsgemeindeverwaltung Bad Breisig gemeldet worden, die daraufhin die Gebührenbescheide verschickt habe.

Bürgermeisterwahl Sinzig 2017

Bei einer Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbands Sinzig am 5. April 2017 im Schloss Sinzig wurde Martin Braun als CDU-Kandidat für die Bürgermeisterwahl Sinzig 2017 nominiert. Braun setzte sich in geheimer Wahl mit 86 Prozent der Stimmen gegen seinen Mitbewerber Dr. Peter Zeidler aus Aschaffenburg durch.[8]

Andreas Geron errang im ersten Wahlgang der Bürgermeisterwahl am Sonntag, 24. September 2017, 45,4 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen. Bis auf Franken holte Geron in allen Stadtteilen die meisten Stimmen. Ihm folgte auf dem zweiten Rang CDU-Kandidat Martin Braun mit 28,7 Prozent. Auf Platz drei mit 25,8 Prozent: Manfred Ruch; er schied damit aus dem Wahlverfahren aus. Bei der Stichwahl am 5. Oktober 2017 stehen die Namen von Andreas Geron und Martin Braun auf dem Stimmzettel. „Eine bittere Pille für den unabhängigen Bewerber mit SPD-Parteibuch“, schrieb Günther Schmitt im General-Anzeiger. Am Abend des Wahlsonntags sagte Manfred Ruch dem General-Anzeiger: „Ich habe fest damit gerechnet, dass ich in die Stichwahl komme.“ In der Kernstadt, in der Ruch vor der Wahl dreieinhalb Jahre mit dem Bürgerforum aktiv war, sei „seine Botschaft rübergekommen“. In den Stadtteilen sei ihm dies jedoch nicht gelungen, so Ruch, der aus seiner „großen Enttäuschung“ keinen Hehl machte. „Möglichst viele Wähler erneut an die Urne bringen.“ Das sah Martin Braun als seine Hauptaufgabe für die zwei Wochen bis zur Stichwahl an. Für ihn gehe es darum, sämtliche verfügbaren Kräfte zu mobilisieren und eine Aufholjagd hinzulegen. Weil der Vorsprung von Andreas Geron 16,7 Prozentpunkte betrug, sah er sich massiv gefordert: „Ich werde mit voller Energie in die Verlängerung des Wahlkampfes gehen“, sagte Braun dem General-Anzeiger. „Ich bin überwältigt von der Zustimmung und dem Vertrauen der Wähler in allen Stadtteilen“, sagte Andreas Geron dem General-Anzeiger (GA). Vor allem, weil er als Nicht-Politik-Profi derart gepunktet habe. „Jetzt dürfen keine Kräfte schwinden. Denn wenn man es soweit geschafft hat, dann will man auch gewinnen“, sagte Geron dem GA weiter. Bis zur Stichwahl werde er mit vollem Einsatz um jede Stimme kämpfen.

Aus der Stichwahl am 8. Oktober 2017 ging Andreas Geron klar als Sieger hervor. Am 1. Januar 2018 tritt das Bürgermeister-Amt als Nachfolger von Wolfgang Kroeger (CDU) an, der 16 Jahre, also zwei Amtsperioden lang, Stadtchef war. Die Wahlbeteiligung lag bei 48,8 Prozent. Von 13.741 Wahlberechtigten gingen 6684 zur Urne. 4721 davon kreuzten auf dem Stimmzettel Gerons Namen an. Das entsprach 71,5 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen. In keinem der sechs Sinziger Stadtteile und in keinem der 11 Wahllokale wurde CDU-Kandidat Braun seinem Mitbewerber nur annähernd gefährlich. Seine besten Ergebnisse erzielte Geron in der Sinziger Kernstadt ((73,3 Prozent) sowie in Westum (73,7 Prozent) und Bad Bodendorf (73,1 Prozent). Martin Braun erhielt 1886 Stimmen (28,5 Prozent).

Die Wahlbeteiligung lag bei 48,6 Prozent. Im ersten Wahlgang am 24. September 2017 hatte die Wahlbeteiligung bei 75,1 Prozent gelegen. Trotz deutlich geringerer Wahlbeteiligung erhielt Andreas Geron bei der Stichwahl 170 Stimmen mehr als im ersten Wahlgang, nämlich 4721 gegenüber 4551 Stimmen. Martin Braun hingegen verlor bei der Stichwahl 993 Stimmen, nämlich 1886 gegenüber 2879. Während Geron also gegenüber dem ersten Wahlgang 3,7 Prozent Stimmen hinzu gewann, musste Andreas Braun mehr als ein Drittel seiner Stimmen (etwa 34,5 Prozent) abgeben – obwohl er und die CDU nach dem ersten Wahlgang nochmal erheblich in Wahlwerbung investiert hatten.

Um 18.45 Uhr am Abend des Wahlsonntags hatte der Wahlleiter, Noch-Bürgermeister Wolfgang Kroeger (CDU), das vorläufige amtliche Endergebnis bekannt gegeben. Er sei „sprachlos“ angesichts der großen Zustimmung durch die Sinziger, sagte Wahlsieger Geron und bedankte sich bei den Mitarbeitern der Stadt und den ehrenamtlichen Wahlhelfern, die eine großartige Arbeit an beiden Wahlsonntagen abgeliefert hätten. Geron dankte aber auch seinen Mitbewerbern Martin Braun und Manfred Ruch. Der Wahlkampf sei „zu jeder Zeit von gegenseitigem Respekt und einem fairen Miteinander geprägt“ gewesen. Gerons Dank galt auch seiner Familie und seinen Unterstützern. „Vom Siebenjährigen bis zu der Rentnergruppe, die mich in den vergangenen Monaten angesprochen haben und mich unterstützen wollten – wir hatten ein gemeinsames großes Ziel und das haben wir jetzt erreicht.“ In den nächsten Tagen wolle er zur Ruhe kommen, um dann im Januar 2018 mit voller Motivation sein Amt anzutreten. „Diese Ruhe hat sich Mitbewerber Martin Braun offensichtlich schon für den Wahlabend verordnet“, berichtete die Rhein-Zeitung tags darauf, „ein gesprochenes Statement wollte er gegenüber der Presse nicht abgeben.“ Bis auf: „Es trifft mich ja nicht überraschend.“ Darüber hinaus gab Braun eine kurze schriftliche Notiz ab, auf der er denen dankte, die ihm ihre Stimme gegeben hatten. Dem CDU-Stadtverband Sinzig dankte er „für das in mich gesetzte Vertrauen“.

In den Reihen der Sinziger CDU, die seit 50 Jahren den Sinziger Bürgermeister stellte, habe das Wahlergebnis „blankes Entsetzen hervorgerufen“, berichtete der General-Anzeiger. Das Wahlergebnis sei „der GAU für eine Partei, die sich acht Jahre lang auch redlich um dieses Ergebnis bemüht hat“, kommentierte Uli Adams, Redaktionsleiter der Rhein-Zeitung, „acht Jahre lang hat sie die Verwaltung schalten und walten lassen, ohne deren weder von Fortüne noch von Weitsicht geprägtem Handeln Einhalt zu gebieten.“ von der CDU habe es „kein Machtwort, keine Kurskorrektur, keine Weichenstellung“ gegeben. Für die Bürger sei nicht einmal das Bemühen erkennbar gewesen, sich von Fehlleistungen im Rathaus zu distanzieren. „Das Gefühl der Sinziger Bürger, das im Rathaus gemauschelt wird und die CDU im Hintergrund die Fäden zieht“, hätten die Christdemokraten „scheinbar ohnmächtig zugelassen.“ Der „Protest an der Wahlurne“ sei da „nur die logische Folge“ gewesen. Diese Proteststimmung hätten „Andreas Geron und seine vielfach anonym agierenden Gefolgsleute geschickt genutzt“, schreibt Adams weiter.[9]

Nominierungen

Im Dezember 2018 wurde Martin Braun von der CDU als Kandidat für den im Rahmen der Kommunalwahl 2019 neu zu wählenden Verbandsgemeinderat Bad Breisig nominiert.[10]

Weitere Fotos

Video

Mediografie

Weblink

http://martin-braun.info – offline

Fußnoten

  1. Quelle: Martin Braun macht Schluss – Der Gönnersdorfer Ortschef tritt nicht wieder an, in: Rhein-Zeitung vom 12. Dezember 2018
  2. Quelle: Führungswechsel bei der Gönnersdorfer Feuerwehr – Florian Braun ist neuer Wehrführer – Wehrführer Manfred Mallmann verabschiedet, blick-aktuell.de vom 20. Februar 2018
  3. Quellen: Rhein-Zeitung vom 25. August 2017 u.a.
  4. Quelle: CDU Sinzig: Martin Braun bekennt sich klar zu Sinzig – Mitglieder wählen Bürgermeisterkandidaten, blick-aktuell.de vom 10. April 2017
  5. Quellen: Heidgen bleibt CDU-Vorsitzender – Bad Breisiger Christdemokraten tagten, in: Rhein-Zeitung vom 17. März 2017, und Victor Francke: CDU Bad Breisig: Heidgen zum vierten Mal gewählt, general-anzeiger-bonn.de vom 17. März 2017
  6. Quelle: Petra Ochs. Bürgermeister Braun räumt Versäumnisse ein – Entgelte und Gebühren nicht eingezogen – Kein Schaden für Gemeinde, in: Rhein-Zeitung vom 4. Juli 2017
  7. Quelle: Victor Francke: „Freie Wähler schalten Kommunalaufsicht ein – Bürgermeister-Kandidaten in Sinzig droht Ärger“, general-anzeiger-bonn.de vom 4. Juli 2017
  8. Quelle: Victor Francke: Bürgermeister-Wahl in Sinzig: Martin Braun ist der CDU-Kandidat, general-anzeiger-bonn.de vom 5. April 2017
  9. Quellen: Victor Francke: Neuer Chef im Rathaus: Andreas Geron gewinnt Bürgermeisterwahl in Sinzig, general-anzeiger-bonn.de vom 8. Oktober 2017, Uli Adams/Celina de Cuveland: Großer Wahlsieg für Andreas Geron in Sinzig – Parteiunabhängiger Kandidat erhält bei der Stichwahl ums Bürgermeisteramt 71,5 Prozent – Debakel für die CDU, in: Rhein-Zeitung vom 9. Oktober 2017, und Uli Adams: Spannende Zeiten kommen auf Sinzig zu (Kommentar), in: Rhein-Zeitung vom 9. Oktober 2017
  10. Quelle: CDU-Kandidaten stehen – Nominierungen für Verbandsgemeinderat, in: Rhein-Zeitung vom 29. Dezember 2018