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Portal „Bundeswehr und Militär im Kreis Ahrweiler“

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Die Ahrtal-Kaserne ist als Bundeswehr-Standort Geschichte.
In dieses Loch - das Foto stammt aus dem Jahr 1991 - wurde der Bunker der Philipp-Freiherr-von-Boeselager-Kaserne hineingebaut.

Mit rund 2500 Soldaten und zivilen Mitarbeitern war die Bundeswehr einmal der größte Arbeitgeber im Kreis Ahrweiler. Heutige Bundeswehr-Standorte im AW-Kreis sind die Philipp-Freiherr-von-Boeselager-Kaserne mit dem Kommando Strategische Aufklärung in Gelsdorf und zwei hinter dem ehemaligen Hotel „Westend“ in Bad Neuenahr stehende Verwaltungsgebäude, in denen sich eine kleine Einheit des Streitkräfteamtes befindet. Das Portal „Bundeswehr und Militär im Kreis Ahrweiler“ bündelt Informationen zu diesem Themenbereich. Die Soldaten und zivilen Mitarbeiter der Einheiten, die im Kreis Ahrweiler stationiert sind oder waren, haben nicht nur die regionale Wirtschaftskraft gestärkt; nach oder auch schon während ihrer Dienstzeit das Gemeinwesen in erheblichem Maße mitgestaltet - in der Kommunalpolitik und im Tourismus, im Sport, im Sozialen und in Vereinen zum Beispiel. Für viele von ihnen blieb der Kreis Ahrweiler auch nach ihrer Dienstzeit Lebensmittelpunkt.


Chronik

Die Geschichte der Bundeswehr im Ahrtal begann im Jahr 1956 im Palast-Hotel, das damals auf dem heutigen Platz an der Linde in Bad Neuenahr stand. Die Bundeswehr war erst wenige Tage alt, als dort sieben Offiziere, 13 Unteroffiziere und zwei Schreibkräfte unter dem Kommando von Oberst i.G. Gernß das Zentralkommando Materialübernahme-Organisation (Heer) gründeten, den Vorläufer des später fast 800 Köpfe zählenden Logistikzentrums der Bundeswehr. Ihre Aufgabe war es, das von den USA gelieferte Gerät zur Materialausstattung des neuen deutschen Heeres zu übernehmen und zu verteilen. Zwei Jahre später wurde daraus das Kommando Depotorganisation (Heer), das im Jahr 1970 die Bezeichnung „Materialamt des Heeres“ (MatAH) erhielt. Zu den Aufgaben in der Logistik, die diese Einheit bis dahin betreut hatte, kamen weitere aus dem Bereich der Entwicklung von Wehrmaterial, der Technik und der Materialerhaltung hinzu. Umgliederungen innerhalb des Heeres führten im Jahr 2002 zu einer neuen Organisation der Logistik. Aus dem Materialamt wurde zunächst das Logistikzentrum des Heeres und schließlich, mit erneut geändertem Aufgabenbereich, die Abteilung V des Heeresamtes.[1]

Die zweite große Bundeswehreinheit im Kreis Ahrweiler war das ebenfalls 1956 gegründete Fernmeldeamt der Bundeswehr. Zum Team des Zentrums für Nachrichtenwesen der Bundeswehr gehörten Vertreter von Marine, Luftwaffe und Heer. Die Kommandozentrale befand sich später im Keller des heutigen Seniorenzentrums „St. Martin“ in Ahrweiler. Dependancen waren unter anderem das Pfarrer-Wies-Haus in Ahrweiler und die ehemalige Kurklinik „Ahrblick“ in Bad Neuenahr. 1997 zogen die Mitarbeiter in den neuen Gelsdorfer Bunker, Ende 2007 wurde die Dienststelle aufgelöst.

Mit einem feierlichen Appell im Rosengarten wurde im September 2008 das in Bad Neuenahr beheimatete Logistikzentrum des Heeres aufgelöst; Personal, Aufgaben und Standort sind als Abteilung V an das in Köln stationierten Heeresamtes (HA) übertragen worden.

Am 27. Oktober 2011 gab Verteidigungsminister Lothar de Maizière die Auflösung des Bundeswehrstandortes Bad Neuenahr bekannt. Ende 2012 werde die Ahrtal-Kaserne aufgelöst; lediglich ein geringes Kontingent verbleibe zunächst noch dort, um die Liegenschaft für eine Abgabe an die Bundeswehrverwaltung und eine anschließende zivile Nutzung vorzubereiten. Zum Abschied gab es im Kurpark Bad Neuenahr erstmals einen Großen Zapfenstreich. Ab 1. Januar 2013 stehen die Schreibtische der Soldaten und zivilen Mitarbeiter der dort bis dahin untergebrachten Abteilung V des Heersamtes mit dem Aufgabenbereich „Nutzung/Logistik von Material des Heeres“ als Nachfolger des ehemaligen Materialamtes des Heeres in Koblenz. Ein großer Teil der ehemals 750 Soldaten und Zivilbediensteten aus Bad Neuenahr ist dort zu dieser Zeit bereits im neu aufgestellten Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnologie, Nutzung im Einsatz. Im Gebäude des ehemaligen Hotels „Westend“ in Bad Neuenahr sind Ende 2012 zwar noch rund 200 Bundeswehrangehörige des Führungsunterstützungskommandos tätig. Doch auch sie werden in absehbarer Zeit auf die Bonner Hardthöhe umziehen.[2]

Die Philipp-Freiherr-von-Boeselager-Kaserne in Gelsdorf

Die Philipp-Freiherr-von-Boeselager-Kaserne in Gelsdorf ist Sitz des Kommandos Strategische Aufklärung.

Bundeswehrstandort am ehemaligen Hotel „Westend“ Bad Neuenahr

In zwei hinter dem Gebäude des ehemaligen Hotels „Westend“ in Bad Neuenahr stehenden Verwaltungsgebäuden arbeitet eine kleine Einheit des Streitkräfteamtes.

Das Institut für Wehrmedizinalstatistik in Remagen

Im Gebäude der ehemaligen Maristenschule Remagen befand sich ab 1957 das spätere Institut für Wehrmedizinalstatistik und Berichtswesen der Bundeswehr. Außenstellen gab es bis zum Umzug im Jahr 2002 in Kripp, Heimersheim und Bad Breisig.[3]

Druckereizug in Adenau

Von 1965 bis 2008 war in Adenau-Breitscheid ein Druckereizug stationiert, der nach Auflösung des Standortes nach Mayen und Gelsdorf verlagert wurde.[4]

Siehe auch

Mediografie

Fußnoten

  1. Quelle: Jochen Tarrach: Soldaten verabschieden sich aus Bad Neuenahr-Ahrweiler, rhein-zeitung.de vom 29. November 2012
  2. Quelle: Günther Schmitt: Ahrtal-Kaserne: Bundeswehr verabschiedete sich mit einem Appell im Kurpark, general-anzeiger-bonn.de vom 30. November 2012
  3. Quelle: Günther Schmitt: Als in Gelsdorf eine Pyramide stand – Vor 30 Jahren: 240000 Kubikmeter Erdaushub für den Bundeswehrbunker prägten das Bild der Grafschaft, in: General-Anzeiger vom 11. Dezember 2020
  4. Quelle: Günther Schmitt: Als in Gelsdorf eine Pyramide stand – Vor 30 Jahren: 240000 Kubikmeter Erdaushub für den Bundeswehrbunker prägten das Bild der Grafschaft, in: General-Anzeiger vom 11. Dezember 2020