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Hellenbach

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Der Hellenbach entspringt im Harterscheid, im Tal zwischen Schloss Vehn und der Landesstraße 83 bei Königsfeld, ganz in der Nähe des 1830 untergegangenen Schopperhofes. Der Bach fließt durch einige Weiher, an Schloss Vehn vorbei durch die Ortslagen Löhndorf und Westum, um in Sinzig in die Ahr zu münden.


Kennzahlen

Lauflänge: 7,67 Kilometer
oberirdisches Einzugsgebiet: 11,73 Quadratkilometer
Höhenunterschied: 291 bis 60 Meter über Normalnull
Wasserqualität: Im Oberlauf ist der Bach nicht, im Mittel- und Unterlauf gering belastet.
Gewässerstrukturgüte: Innerhalb der Kernstadt Sinzig ist der Hellenbach zu 100 Prozent, außerhalb zu 80 Prozent stark bis sehr stark und zu 20 Prozent deutlich bis mäßig verändert.[1]

Sonstiges

Das Wasser des Hellenbachs trieb einst drei Mühlen an.

Westum hat sich dem Hellenbach in besonderer Weise verschrieben: In dem Heimatlied „mein schönes Westum“ wird er besungen, und er ist Namensgeber des Hellenbach-Campingplatzes Westum, der Hellenbachschule Westum sowie der Gesangs- und Showgruppe Hellenbacher Jonge e.V.. Mit der „Hellenbachkruste“ widmete eine Westumer Bäckerei dem Bach sogar ein Brot.

198.000 Euro stellte das rheinland-pfälzische Umweltministerium im Jahr 2013 im Rahmen der Aktion Blau Plus für den Umbau der Wehranlage im Hellenbach westlich des Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr und des DRK-Ortsverein an der Friedrich-Ebert-Straße in Sinzig zur Verfügung. Bis dahin war die Durchgängigkeit des Gewässers im Bereich des Feuerwehrgerätehauses für Fische und andere Wasserorganismen wegen eines rund zwei Meter hohen Wehres unmöglich. Mit dem für Herbst 2013 vorgesehene Bau einer rund 50 Meter langen sogenannten Sohlgleite, die aus 20 Einzelbecken besteht, solle die Passierbarkeit wiederhergestellt werden, hieß es vor Beginn der Baumaßnahme. Die zur Abgrenzung der Becken errichteten Riegel aus Blocksteinen sollen mit Lücken versehen werden, um auch Durchgängigkeit bei geringen Wassermengen zu gewährleisten. Auch könne ein Beitrag zur Verbesserung der Gewässerstruktur erreicht werden, trotz der durch die Bebauung sehr beengten Verhältnisse, hieß es in der Bewilligungsbegründung des Ministeriums.[2] Im September 2014 wurde das Wasserbauprojekt, bei dem der Hellenbach auf einer Länge von 170 Metern renaturiert wurde, übergeben. Die Gesamtkosten betrugen 230.000 Euro.[3]

Karl-Friedrich Amendt sagte bei einem Vortragsabend im September 2015 im Sinziger Schloss:

Von Nordosten kommen drei Bäche, die sich unterhalb von Schloss Vehn zum Hellenbach vereinen. Verrohrt fließt er unter die Autobahn A 61 bis Löhndorf, dann offen, ab Eingang Westum wieder unter der Erde, speist bergseitig der Brunnenstraße eine Brunnenstube und stößt unterhalb der Westumer Kirche mit einem Bach aus Richtung Krechelheim zusammen. Der Straßenname "In der Rausch" erinnert an das Ohrspektakel der früher offen zusammentreffenden Gewässer. Erst ab dem Birkenweg fließt der Bach wieder offen Richtung Sinzig, dort "Kuhbach" genannt. Einst versorgte er nicht nur einige Mühlen, sondern mit einer Ableitung auch den Wassergraben des Sinziger Schlosses, was nördlich im Mauerwerk der Zulauf noch sichtbar ist.[4]

Siehe auch

Mediografie

Christoph Lüttgen: Westumer Kleinod in neuem Glanz: Brunnenstube ist zum Schmuckstück geworden, general-anzeiger-bonn.de vom 23. Juli 2016

Fußnoten

  1. Quelle: Rhein-Zeitung vom 10. Dezember 2009
  2. Quellen: General-Anzeiger vom 3. Juli 2013 und Rhein-Zeitung vom 6. Juli 2013
  3. Quelle: Wehranlage im Hellenbach: Stauanlage entspricht nun den Europäischen Wasserrahmenrichtlinien, general-anzeiger-bonn.de vom 12. September 2014
  4. Quelle: Hildegard Ginzler: Das Sinziger Wasser - Auf den Spuren des flüssigen Elements, general-anzeiger-bonn.de vom 15. September 2015