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Rosenkranzkirche Bad Neuenahr

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Die Rosenkranzkirche in ihrem Umfeld.
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Taufbecken und Osterkerze
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Tafel zur Erinnerung an Dr. Wilhelm Zimmer, den Erbauer der Rosenkranzkirche, Pfarrer in Neuenahr 1894-1909
Die Rosenkranzkirche, aus Richtung Norden fotografiert, als Motiv einer historischen Ansichtskarte. Im Hintergrund ist der Neuenahrer Berg zu sehen.
Dachstuhl der Rosenkranzkirche
Blick vom Turm der Rosenkranzkirche in Richtung Westen

Die Rosenkranzkirche Bad Neuenahr, auch Katholische Pfarrkirche „St. Marien“ Bad Neuenahr, ist das Gotteshaus der Katholischen Pfarrgemeinde "St. Marien und Willibrord" Bad Neuenahr. Voller Symbolik mit in Stein geschlagener Marienverehrung, erinnert sie in ihrer Bauform an die Garnisonskirche, die heutige Johannis-Basilika, in Berlin-Kreuzberg. Das ist nicht überraschend, hatte sie doch mit dem 1858 in Köln geborenen Architekten und Baumeister August Menken den selben Erbauer. Die Kirche wurde 1897 von Menken geplant, von 1899 bis 1901 erbaut und im Jahr 1901 benediziert. Der 60 Meter hohe erst 1907 fertiggestellte Kirchturm ist Stadtbild prägend. Anders als der größte Teil der katholischen Kirchen ist die Marienkirche nicht geostet; der Chor befindet sich vielmehr im Westen. Wäre der Chor in Richtung Osten gebaut worden, dann hätten die über die Telegrafenstraße kommenden Kirchenbesucher durch den Chor laufen müssen.


Anschrift und Standort

Telegrafenstraße

Bad Neuenahr

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Ausstattung

Im Jahr 1907 erhielt die Rosenkranzkirche sechs Bronzeglocken, von denen bereits im Ersten Weltkrieg zwei wieder eingeschmolzen wurden. 1942 wurden sämtliche Glocken entfernt und auf den Glockenfriedhof nach Hamburg transportiert. Auch sie kehrten nicht wieder an die Ahr zurück. Das heutige Geläut, vier Stahlglocken, wurde im Jahr 1951 vom Bochumer Verein gegossen.

Die meisten Gemälde über dem Altar und an den Seitenwänden der Kirche wurden in den Jahren 1910/11 von Carl Kögel geschaffen. Auf ihnen werden die fünf Geheimnisse des Freudenreichen Rosenkranzes und weitere Szenen dargestellt. Stifter dieser Kunstwerke ist Dr. Josef Weißenfeld. Ein Gemälde stellt die Seeschlacht von Lepanto dar. Der Sieg von Lepanto am 7. Oktober 1571 über die türkische Flotte wird auf das Rosenkranzgebet zurückgeführt. Papst Pius V. hatte damals vor der Schlacht angeordnet, den Rosenkranz zur Gottesmutter zu beten. Der Erste Weltkrieg ist die Ursache dafür, dass zehn Seitenfelder des Kirchen-Hauptschiffes, anders als geplant, nicht ausgemalt wurden.

Chronik

Die Rosenkranzkirche wurde von 1898 bis 1901 nach den Plänen des Architekten August Menken, der auch die Garnisonskirche in Berlin plante, im romanischen Stil erbaut – unter der Mitwirkung von Pastor Wilhelm Zimmer, der von 1894 bis 1909 Pfarrer in Bad Neuenahr war. Bad Neuenahr war zu dieser Zeit längst ein renommierter Kurort, in dem sich Adel und wohlhabende Menschen tummelten. Und mit dem Palast-Hotel, dem Grand-Hotel „Flora“ und Bonns Kronen-Hotel verfügte die Stadt inzwischen über mehrere prächtige Neubauten. Deshalb musste, obwohl die örtliche Bevölkerung selbst nicht unbedingt im Überfluss lebte, eine repräsentative Kirche her. Nur daraus wird verständlich, dass eine kaum 3000 Gläubige umfassende Pfarrgemeinde die gewaltige Summe von 300.000 Mark zusammenbrachte, um eine Kirche zu bauen. Eigentlich ist die Rosenkranzkirche für die geringe Einwohnerzahl überdimensioniert – ebenso wie das Postamt und das Alte Rathaus der Badestadt. Diese Gebäude hatten jedoch damals Repräsentations-Charakter und somit eine Identifikationsfunktion für ein mondänes Badepublikum, das aus den höchsten Gesellschaftskreisen kam.

In den Jahrhunderten zuvor hatte den Gläubigen aus den umliegenden Orten die im Jahr 990 eingeweihte Katholische Pfarrkirche „St. Willibrordus“ im Stadtteil Beul als Gotteshaus gedient. Am 1. September 1901 wurde in der Rosenkranzkirche erstmals ein Gottesdienst gefeiert. Knapp 30 Jahre früher, am 14. August 1872, war die nur wenige hundert Meter entfernte evangelische Martin-Luther-Kirche Bad Neuenahr eingeweiht worden.

Der Turm der Rosenkranzkirche wurde in den Jahren 1906 und 1907 vollendet. Die Bauweise des ortsbildprägenden Sakralgebäudes erinnert mit zahlreichen Details an den Rosenkranz. Das ist kein Zufall, denn Papst Leo XIII., in dessen Pontifikat (1878 bis 1903) die Bauzeit fiel, war ein Förderer des Rosenkranzgebets, das er in den Mittelpunkt der Marienverehrung stellte.

Die dreischiffige Basilika ist von mehreren kleinen Chorkapellen umgeben. Sie sollten den Priestern unter den Kurgästen die Möglichkeit geben, eine stille Messe zu halten.

Nach achtmonatiger und mehr als 500.000 Euro teurer Innensanierung wurde die Rosenkranzkirche im Dezember 2008 feierlich wieder eingeweiht. Vorher war das gesamte Inventar ausgeräumt, gereinigt und repariert worden. Außerdem gab es eine „liturgische Umgestaltung“: Der Taufstein steht seitdem am Haupteingang, der Marienfigur „Immerwährende Hilfe“ ist eine der Seitenkapelle gewidmet worden, und die Kreuze mit den Namen der Opfer des Zweiten Weltkriegs hängen in einer Friedenskapelle seitlich des Altars.

Bänke wurde neu gepolstert und und die rund 1500 Orgelpfeifen ausgebaut und gereinigt. Die Ornamentbänder unter den Scheidbogen und die Wanddekorationen im Kapellenkranz hinter dem Hauptaltar wurden restauriert. Und die großflächigen Wandgemälde und Goldauflagen wurden gereinigt.

Außerdem ist eine neue Lichtanlage eingebaut worden, mit der sich dank einer computergesteuerten Schaltung und Lampen, die in unterschiedlicher Lichtstärke in verschiedene Richtungen strahlen können, verschiedene Stimmungen erzeugen lassen. Statuen in der Kirche und die Altarkuppel werden ebenfalls angestrahlt und die Seitenkapellen erleuchtet. 16 verschiedene Licht-Szenarien wurden programmiert - von Andachten mit minimaler Beleuchtung bis hin zu festlichen Konzerten; per Touchscreen können sie in der Sakristei aktiviert werden.

Weitere Bilder

Video

das Vollgeläut erklingt

Mediografie

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