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Kreissparkasse Ahrweiler

Verein „Frankensiedlung Nithrindorp“ (Nierendorf)

Aus AW-Wiki
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Vereinslogo
Bei einem Bogenbaukurs im August 2018

Der Verein „Frankensiedlung Nithrindorp“ wurde bei einer Versammlung am Mittwoch, 31. August 2011, in der Alten Schule Nierendorf gegründet. Vereinsziel ist, bei Nierendorf eine fränkische Siedlung authentisch nachzubauen. Zu diesem Zweck hatte sich der Verein zunächst einen Platz ausgesucht, an dem in ferner Vergangenheit einmal ein fränkischer Hof gestanden haben könnte, nämlich auf der linken Seite des Leimersdorfer Baches am Nierendorfer Ortsausgang in Richtung Kirchdaun. Römische Funde in Nierendorf und fränkische Siedlungsgründungen in der Grafschaft, die ehemalige Aachen-Frankfurter Heerstraße und das Bergwerk am Arget sprächen für diesen Ort - ebenso wie ein urkundliche rHinweis auf eine fränkische Hofanlage, die im Jahr 1311 von der französischen Abtei Corbie an die Burg Landskron verkauft worden sei. Ein "Zeitpfad" solle vom Parkplatz am unterhalb gelegenen Deutschen Eck beginnen und zu dem geplanten Hof führen, der die Grafschafter Siedlungsgeschichte im Frühmittelalter aufleben lassen wolle.


Vereinsziele

Am 27. August 2011 berichtete die Rhein-Zeitung:

Inspiriert von Kontakten zur Mittelalterszene, schwebt der Gruppe um die Heebs ein Projekt vor, das schon in der Aufbauphase seinen Zweck erfüllt. So soll über Jahre an der Siedlung gebaut werden – mit Werkzeugen, wie sie den Menschen damals zur Verfügung standen, und originalgetreuen Materialien: Holz und Lehm, Letzterer aus der Tongrube Leimersdorf.

Im Bericht der Rhein-Zeitung (Ausgabe 2. September 2011) von der Gründungsversammlung hieß es:

Das Projekt wird auf gemeinnütziger Grundlage betrieben. Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen will man bei Planung, Bau und späterem Betrieb des „lebendigen Museums“ ermöglichen, in die Vergangenheit einzutauchen und zu erfahren, wie die Menschen dort in der Region im frühen Mittelalter gelebt haben. Historische Feste, Lesungen, Ausstellungen und Seminare für Kinder und Erwachsene sollen auf dem Gelände veranstaltet werden. In der Satzung ist festgelegt, dass in der Siedlung authentisch gefeiert und gelebt werden soll.

rhein-zeitung.de berichtete am 28. März 2012:

In der Vereinssatzung sind die Förderung, Pflege und Erhaltung von Kulturwerten sowie die Erforschung der kulturnaturhistorischen Geschichte im Rheinland und speziell in der Grafschaft als Vereinszweck genannt. Das soll vor allem durch Ausstellungen und Rekonstruktion einer fränkischen Siedlung geschehen. Herzstück der Siedlung könnte ein fränkisches Gehöft werden, in dem exemplarisch die Grafschafter Siedlungsgeschichte dargestellt und gezeigt wird, wie es in einem solchen Gehöft zuging. Welche Bautechnik hatten die Franken? Wie arbeiteten die Handwerker? Wie lebten die Menschen und wie ernährten sie sich?

general-anzeiger-bonn.de berichete am 13. Juli 2015:

Der Verein Frankensiedlung Nithrindorp hat sich ... zum Ziel gesetzt, auf 15.000 Quadratmetern angepachtetem Land eine fränkische Siedlung aus dem 5. bis 8. Jahrhundert nach historischen Maßstäben aufzubauen. Dies soll in Zusammenarbeit mit Historikern und dem Landesamt für Archäologie sowie freiwilligen Helfern geschehen. Zentrales Anliegen ist es, zum einen die Geschichte der Franken näher zu bringen, zum anderen aber auch, diesen Teil der Geschichte erleben zu können. Nach der Völkerwanderung und dem Untergang des römischen Reichs, setzten sich in der Region die Franken durch und gründeten das Frankenreich, das bis 751 von den Merowingern geführt wurde. Im Jahre 800 wurde Karl der Große zum Kaiser gekrönt und erreichte damit einen Machtbereich in vergleichbarer Größe des heutigen Westeuropas. "Viele unserer Dörfer gehen auf eine Gründung der Franken zurück. Ältestes Dorf in der Grafschaft ist Eckendorf, das im Jahr 770 nach Christus erstmalig urkundlich erwähnt wird. Nithrindorp ist der Name des heutigen Nierendorfs, der Name bedeutet niederes Dorf", so der Vorsitzende des Vereins Frankensiedlung, Mathias Heeb.[1]

Volker Jost beschrieb die geplante Frankensiedlung im Februar 2018 im General-Anzeiger:

In der geplanten Frankensiedlung soll den Besuchern das Alltagsleben zur Zeit der Franken im 5. bis 6. Jahrhundert vergegenwärtigt werden. Hierdurch will der Verein einen geschichtlichen Lernort für alle Altersgruppen verwirklichen, in dem Arbeitsweisen der Landwirtschaft und des Handwerks der frühmittelalterlichen Zeit ausprobiert werden können. Insbesondere sollen durch das Projekt Schulklassen und Kindergartengruppen angesprochen werden, denen in Form von Workshops und Mitmachkursen das Leben vor 1500 Jahren greifbar gemacht und ein geschichtliches Bewusstsein vermittelt werden soll. Dafür sollen einige Lehmhäuser errichtet werden, in denen unter anderem eine Schmiede und eine Töpferei untergebracht werden. Neben diesen Handwerksgebäuden soll ein größeres Langhaus errichtet werden, in dem etwa Informationsveranstaltungen stattfinden können. Für Musikdarbietungen und Tanzveranstaltungen, die ausschließlich tagsüber stattfinden sollen, ist ... ein Tanz- und Dorfplatz geplant. Außerdem sollen landwirtschaftliche Flächen nach dem Vorbild der frühmittelalterlichen Bewirtschaftung biologisch genutzt werden. Zudem sei angedacht, temporäre Übernachtungsmöglichkeiten in mobilen Zelten innerhalb der Frankensiedlung anzubieten, um die altertümliche Lebensweise nachzuempfinden. ... Das Übernachtungsangebot soll sich ... lediglich über die Monate April bis Oktober erstrecken.[2]

Mitgliedsbeitrag

Für Einzelmitglieder soll der Jahresbeitrag 24 Euro betragen. Es gibt einen Familienbeitrag in Höhe von 36 Euro, und Jugendliche ab 14 Jahren sowie Auszubildende und Studenten zahlen 12 Euro im Jahr.

Finanzierung

Die Kosten für das Projekt schätzen die Initiatoren vorsichtig auf einen hohen fünfstelligen bis sechsstelligen Betrag. Es soll sich aus sich selbst heraus finanzieren. Zudem hofft man auf Sponsoren und Fördermittel des Landes.

Vorgeschichte, Gründung und Entwicklung

Die Idee für das Projekt hatten Mathias Heeb, Bernadette Heeb-Klöckner, Wolfgang Wendt und Markus Frankenreiter im Jahr 2009. "Seither haben sie ungezählte Stunden daran gearbeitet"[3]. Historiker und das Landesamt für Archäologie hätten die Initiatoren beraten. Dabei sei unter anderem ein Tonmodell entstanden, in dem die Vision im Kleinformat Gestalt angenommen habe. Zentrales Gebäude sei ein fränkisches Langhaus. Ferner fänden sich auf dem Gelände unter anderem eine Motte (Wehrturm mit Aufschüttung), Wall und Graben, ein Lagerraum, Handwerkshütten, ein Marktplatz und ein Brunnen.

Die 17 Gründungsmitglieder wählten Mathias Heeb zum Vorsitzenden. Außerdem wurden in den Gründungsvorstand gewählt: Markus Frankreiter (Stellvertretender Vorsitzender), Wolfgang Wendt (Schatzmeister) und Anette Stucken (Schriftführerin). Als Beisitzer wurden Niels Prodöhl, Pia Caspari, Bernadette Heeb-Klöckner und Bernd Menden gewählt.

Die Initiatoren hofften bei der Gründungsversammlung, "dass das Projekt bald von den zuständigen Gremien der Gemeinde Grafschaft genehmigt wird, mit der man gut zusammenarbeiten will", schrieb die Rhein-Zeitung.

Gleich nach der Vorstandswahl wurden Arbeitsgruppen zur Vorbereitung des Frankendorfs gebildet. Sie sollen Literatur auswerten und Erfahrungen einholen, die andernorts mit ähnlichen Projekten gemacht wurden. Außerdem wollen sich die Initiatoren von Archäologen, Historikern und anderen Fachleuten, unter anderem von der Universität Bonn, beraten lassen.

"Standort für die Frankensiedlung scheint gefunden", titelte die Rhein-Zeitung (RZ) am 31. Oktober 2012. Nach langen Diskussion und drei Fehlschlägen bei der Standortsuche in Nierendorf, dem Pappelstadion Ringen und dem Sportplatzgelände in Esch zeichne sich nun eine neue Lösung für die Frankensiedlung ab, sagte Vereinsechef Mathias Heeb bei einer Versammlung in der Alten Schule Nierendorf. Es gehe um ein gut einen Hektar großes bundeseigenes Gelände oberhalb der Ruine des ehemaligen Augustinerinnen-Klosters Marienthal das jahrzehntelang zum Ausweichsitz der Verfassungsorgane der Bundesrepublik Deutschland gehörte war. In der RZ heißt es:

Alsbald sollen in dem Sperrgebiet von einst Menschen in grobes Leinen gehüllt wieder ihrem Tagewerk nachgehen, Touristen bewirten und das Leben der Franken erklären. Auf einem Teilgelände des ehemaligen Regierungsbunkers und oberhalb der Klosterruine will der Verein Frankensiedlung Nithrindorp eine fränkische Siedlung aus dem 6. bis 8. Jahrhundert nach historischen Maßstäben wieder aufbauen.

Für das Gelände auf dem Gebiet der Gemeinde Grafschaft gebe es keine planerischen Bedenken gebe, sagte Heeb weiter. Vorteile des Grundstücks seien die fast unberührte Lage neben der Bunkerstraße und im angrenzenden Turm- und Verwaltungsgebäude des alten Bunkers, das bereits in der Gemarkung der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler steht, seien Wasser- und Stromanschluss vorhanden. Der Verein werde noch im laufenden Jahr 2012 die Weichen für das Vorhaben „Nithrindorp“ stellen. Eine Flächennutzungsplanänderung und die Entwicklung eines Bebauungsplans müssten auf den Weg gebracht werden. Mit dem Eigentümer, dem Bund, seien bereits über die ehemalige Fahrzeugparkfläche gesprochen worden. Heeb: „Hindernisse scheint es da nicht zu geben, die Pacht für das Grundstück soll einen Euro im Jahr betragen.“

Im Oktober 2012 hat der Verein 16, an Weihnachten 2012 bereits 70 Mitglieder.

Im Februar 2013 erhielt der Verein jedoch eine Absage. "... plötzlich sieht es nicht mehr danach aus, dass der Verein das etwa 14.000 Quadratmeter große Gelände überhaupt kaufen kann", berichtete die Rhein-Zeitung am 13. Februar 2013. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA), die das in Bundesbesitz befindliche Gelände verwaltet, hatte dem Projekt Anfang November 2012 noch „grundsätzlich positiv“ gegenüber gestanden. Auch bei einem Ortstermin am 16. Januar mit Vertretern der Gemeinde Grafschaft, der Kreisstadt und des Vereins war kein Sinneswandel bei der Bima erkennbar. Ein Bima-Schreiben vom 5. Februar 2013 an den Verein zeugte aber von einem Sinneswandel: „Aufgrund der hier vorliegenden Sondersituation – Stichwort ehemaliger Regierungsbunker – wurde Ihr Anliegen ... in unserem Hause nochmals eingehend überprüft“, hieß es in dem Brief, und weiter: „Als Ergebnis dieser Überprüfung müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass die beiden Grundstücke – unabhängig von der Folgenutzung – als unverkäuflich einzustufen sind.“ Die Bima argumentierte mit dem zweiten Rettungsweg für die Dokumentationsstätte Regierungsbunker: Sollte es dort brennen, werde die Freifläche als Aufstellfläche der Feuerwehr benötigt. „Zur Sicherstellung des Zugangs der Tunnelröhre – und zur Wiederaufnahme eines möglichen Betriebs – sind diese Flächen ebenfalls zwingend notwendig“, hieß es in dem Schreiben weiter.

Aufgrund der öffentlichen Diskussion, die auf diese Nachricht hin entflammte, sah sich die BIMA wenige Tage später zu einer Klarstellung genötigt: "Der Kalte Krieg kehrt nicht ins Ahrtal zurück, und der Bund denkt auch nicht daran, den ehemaligen Regierungsbunker unter den Weinbergen bei Marienthal zu reaktivieren: Das stellte jetzt die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben klar", hieß es am 15. Februar 2013 in der Rhein-Zeitung (RZ). Ein BIMA-Sprecher hatte erklärt, dass in dem Schreiben nicht die Reaktivierung des ehemaligen Regierungsbunkers gemeint war. Die RZ berichtete:

Vielmehr sei der Rückbau des Bunkers so geplant und ausgeführt worden, dass die Tunnelröhren zwar vollkommen entkernt, aber in der Struktur erhalten wurden. In diesem Zusammenhang habe man aus wirtschaftlichen Gründen optional eine untergeordnete zivil-gewerbliche Nutzung von Teilbereichen der ansonsten brach-liegenden Tunnelröhren in Erwägung gezogen. Dies sei dem Verein mitgeteilt worden. „Bedauerlicherweise aber in einer Wortwahl, die zu Missverständnissen führte“, so der Behördensprecher. Die Absage an den Verein hinsichtlich des fraglichen Grundstücks sei endgültig, bestätigte der Sprecher. Denn dort befinde sich der Zugang zum Stollen, der als zweiter Rettungsweg für die Dokumentationsstätte Regierungsbunker diene.

Damit wurde für die Frankensiedlung bis Februar 2013 fünf verschiedene Standorte diskutiert: in Nierendorf, am Sportplatz Esch, die Fläche „Am Pappelstadion“ in Ringen, der Acker gegenüber dem ehemaligen Bunkereingang in Marienthal sowie das Nordfeld einer Tongrube.[4]

Bei einem Ortstermin des Vereinsvorstandes mit Vertretern der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) am Eingang des früheren Regierungsbunkers in Marienthal zeichnete sich am 26. Februar 2013 eine Einigung ab: Wahrscheinlich kann der Verein das Gelände nun doch kaufen, um dort das von ihm geplante Freilichtmuseum zu bauen. Der General-Anzeiger berichtete am Tag nach dem Treffen:

„Es gibt ernsthafte Bemühungen, zueinander zu finden“, erklärte Guido Déus von der Bundesanstalt, die alle Liegenschaften des Bundes verwaltet. Der Gesprächsfaden sei nach vorausgegangenen Missverständnissen wieder aufgenommen worden. Zu diesen Missverständnissen gehörte zunächst das kategorische Nein der Bundesanstalt zu einem etwaigen Grundstücksverkauf, als der Verein seine Kaufabsichten äußerte. Déus: „Das haben wir so nicht gemeint.“

In einem BIMA-Schreiben von Anfang Februar 2013 an den Vereinsvorstand ging es um eine mögliche „Wiederaufnahme des Betriebes Regierungsbunker“. Diese Formulierung hatte für Unruhe, Diskussionen und für Anfragen von Bundes- und Landespolitikern gesorgt. Später widerrief die BIMA diese Aussage und verwies darauf, dass lediglich die Stolleneingänge sowie Notausgänge für die Dokumentationsstätte Regierungsbunker in Ahrweiler freigehalten werden müssten. Der Zugang zum Stollen, der als zweiter Rettungsweg für die Dokumentationsstätte diene, müsse gewährleistet sein. Abzüglich der vom Bund benötigten Flächen bliebe für die Frankensiedlung ein Areal von rund 6000 Quadratmetern Größe.

In der Rhein-Zeitung vom 27. Februar 2013 hieß es ergänzend:

„Wichtig ist, dass wir uns über den Kaufpreis einigen können“, sagte Niebelschütz. Dazu wird es zunächst eine Wertermittlung geben. Das könne einige Wochen dauern, denn die Bima sei zurzeit dabei, etliche Angebote am Markt zu platzieren. Einen „Freundschaftspreis“ wird es jedenfalls nicht geben. „Vereinsförderung ist nicht Aufgabe des Bundes“, machte der Verkaufsleiter deutlich.[5]

Im Frühjahr 2014 solle der Bau der geplanten fränkischen Siedlung aus dem 5. bis 8. Jahrhundert auf einem 4000 Quadratmeter großen Teilgelände des ehemaligen Regierungsbunkers oberhalb der Klosterruine Mariental beginnen, berichtete die Rhein-Zeitung am 4. März 2013. Die Gesamtkosten würden nach Angaben des Verein eine Million Euro betragen. Ein Sponsor für den Kauf der im „Dreiländereck“ zwischen der Gemeinde Grafschaft, der Verbandsgemeinde Altenahr und der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler liegenden Fläche sei bereis gefunden, sagte der Vereinsvorsitzender Mathias Heeb bei einer Vorstellung des Projekts im Bürgerhaus Ringen: „Ein Bürger aus der Grafschaft will das Grundstück kaufen und es uns überlassen.“ Bei der Veranstaltung wurde ein Modell der Siedlung gezeigt. Als zentrales Gebäude ist ein fränkisches Langhaus mit einer Grundfläche von 180 Quadratmetern geplant. Das Fundament soll aus Beton gegossen und das Dach mit Holzschindeln gedeckt werden. Das Grundmaterial sei Eichenholz. Die Materialkosten für den Bau des Landhauses kalkuliert der Verein mit 25.000 bis 30.000 Euro. Die übrigen Häuser und Hütten sollen aus organischen Baustoffen und aus viel Lehm gebaut werden. Mit Udo Heimermann habe der Verein einen Architekten gefunden, der sich die Philosophie des natürlichen und organischen Bauens auf die Fahnen geschrieben hat, sagte Heeb. Außerdem sei dem Verein bereits ein Lehmbaumeister beigetreten. Neben dem Langhaus soll ein Sanitärgebäude entstehen, das als einziges Gebäude mit fließendendem Wasser ausgestattet wird. In der Nähe des Feuerlöschteiches sollen sich eine Motte (Wehrturm mit Aufschüttung), ein Lagerraum sowie eine Schmiede und andere Handwerkshütten gebaut werden. „Hier wird auch eine Schmiede eingerichtet“, sagte Heeb. Als Unterkunft für Urlaubsgäste plant der Verein einige Lehmhütten. Bereits in der Bauphase sei Mitmachen auch für Nichtmitglieder möglich. Zentrales Anliegen des Vereins sei es, die Geschichte der Franken zu vermitteln. In Workshops und Kursen sollen Familien, Schulklassen, Kinder und Jugendliche aller Altersklassen die Zeit der Franken in Nithrindorp hautnah erleben können. Den Besuchern werde anschaulich nahegebracht, wie die Franken einst lebten, wie ihr Alltag aussah, wie sie sich ernährten und welche Handwerkstechniken sie anwendeten.[6]

Jürgen Gehb, Vorstandssprecher der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), riet dem Verein "Frankensiedlung Nithrindorp" bei einem Ortstermin mit der Bundestagsabgeordneten Mechthild Heil im März 2013, mit einem schlüssigen Konzept aufzuwarten und äußerte Zweifel an der Konsistenz der Ideen des Vereins. Gebh wies außerdem darauf hin, dass für das Grundstück ein Bieterverfahren vorgeschrieben sei. Sollte es weitere Interessenten geben, könne der Verein nicht bevorzugt werden. Der Kaufpreis für das Gelände kann erst dann festgesetzt werden, wenn planungsrechtliche Klarheit besteht. Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler sei dabei für die Erschließung des Grundstücks zuständig, die Gemeinde Grafschaft, auf deren Gebiet das Grundstück liegt, für das Planungsrecht.[7]

Das avisierte Gelände lag jahrzehntelang im Sperrgebiet des Ausweichsitzes der Verfassungsorgane der Bundesrepublik Deutschland. Im Juni 2013 sprach sich dann herum, dass die freie Fläche zwischen dem ehemaligen Kuxberg-Tunnel und dem einstigen Trotzenberg-Tunnel oberhalb von Marienthal historisch vorbelastet ist: 1944 standen dort die Baracken des Lagers "Rebstock", eines Außenlagers des Konzentrationslagers Buchenwald. In den unterirdischen Tunneln der nie fertiggestellten Bahnlinie zwischen Ahrweiler und Dernau mussten Hunderte KZ-Häftlinge aus zwölf Nationen unter schlimmsten Bedingungen Zubehör für die V2 produzieren. Jörg Diester, Mitarbeiter der Dokumentationsstätte Regierungsbunker, forderte deshalb eine sofortige Einstellung des Projektes: "Im verantwortungsvollen Umgang mit der Geschichte dieses Ortes sollte es selbstverständlich erscheinen, sofort alle Überlegungen zur Umnutzung einzustellen", sagt Diester der Rhein-Zeitung (RZ). Mathias Heeb, Vorsitzender des Vereins Frankensiedlung, reagierte hingegen mit Unverständnis: "Es muss möglich sein, die Fläche anderweitig zu nutzen, sonst hätte es auch den Regierungsbunker nicht geben dürfen", argumentiert er im Gespräch mit der RZ. Man müsse die Geschichte ja nicht ignorieren: "An einem Gedenkstein soll es nicht scheitern", so Heeb weiter. Heeb sa "im plötzlichen Besinnen auf die Vergangenheit nur ein weiteres Störfeuer, um sein Projekt zu sabotieren", berichtete die RZ. Der Grafschafter Bürgermeister Achim Juchem meinte, dass eventuell auch über einen alternativen Standort für die Frankensiedlung nachgedacht werden müsse. Vielleicht eigne sich die Fläche am Bunker als Gedenkstätte.[8]

Im August 2013 hat sich der Verein Frankensiedlung Nithrindorp von seinen Plänen verabschiedet, am ehemaligen Regierungsbunker oberhalb der Klosterruine Marienthal auf dem Gebiet der Gemeinde Grafschaft eine Siedlung nach fränkischem Vorbild zu bauen. „Von diesem Standort sind wir komplett ab“, sagte der Vorsitzende Mathias Heeb der Rhein-Zeitung. Zweifel an der Eignung des Grundstücks waren aufgekommen, nachdem im Juni aufgefallen war, dass sich dort einst eine Außenstelle des Konzentrationslagers Buchenwald befand. In dem Lager "Rebstock" mussten 1944 in den unterirdischen Tunneln der nie fertiggestellten Bahnlinie zwischen Ahrweiler und Dernau Hunderte KZ-Häftlinge unter schlimmsten Bedingungen Zubehör für die sogenannte Wunderwaffe V2 produzieren. Obwohl seit Monaten die Pläne des Vereins bekannt waren, hatte es zuvor keine öffentlich geäußerten Bedenken wegen der historischen Vorbelastung des Grundstücks gegeben – weder seitens der Bundsanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), die das Grundstück verwaltet, noch seitens der Gemeinde Grafschaft, die das Grundstück für den Vereinszweck selbst favorisiert hatte. Mathias Heeb hegte zunächst noch Hoffnung, an dem Standort bauen zu können. Zum Sinneswandel führte dann offenbar ein Ortstermin mit dem Vereinsvorsitzenden Heeb, dem Grafschafter Bürgermeister Achim Juchem, dem Bürgerbeauftragten des Landes, Dieter Burgard, sowie Uwe Bader von der Landeszentrale für politische Bildung und Leiter des NS-Dokumentationszentrums Rheinland-Pfalz. Letzterer soll bei dem Gespräch Ende Juli, über das Vertraulichkeit vereinbart wurde, darauf hingewiesen haben, dass es einen „Sturm der Entrüstung“ geben werde, sollte das Gelände der ehemaligen KZ-Außenstelle für eine Freizeitanlage genutzt werden. Zustande gekommen war das Treffen auf Vermittlung des Vorsitzenden des Bürgervereins Bad Neuenahr-Ahrweiler, Klaus Liewald, der auch Mitglied im Verein Frankensiedlung Nithrindorp ist. Die Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit in Rheinland-Pfalz erde das Thema aufarbeiten müssen, sagte Liewald. Die Gemeinde Grafschaft hegt Überlegungen, das Grundstück zu übernehmen und dort – gemeinsam mit der Dokumentationsstätte Regierungsbunker – eine Gedenkstätte zu errichten. Der Franken-Verein richte sein Interesse nunmehr auf Standorte außerhalb der Grafschaft. Zwei Grundstücke seien in der engeren Wahl.[9]

Im September 2013 teilte der Verein dem Gemeinderat Grafschaft mit, dass er die Grundstückssuche für sein geplantes Freilichtmuseum in der Grafschaft einstellt. Mehr als zwei Jahre lang habe der Verein Grundstücke geprüft - immer wieder sei er enttäuscht worden. Der Verein habe stets das Gefühl gehabt, mit seinem Vorhaben willkommen zu sein, sagte der Vorsitzende Mathias Heeb. Heeb hoffte, in einer "anderen Kommune auf größeres Interesse und Offenheit, unabhängig der politischen Couleur", zu stoßen. Ohnehin hegte er den Verdacht, dass seine politische Gesinnung Grüner mit dieser Reserviertheit zu tun haben könnte. In einem Brief des Vereins an Bürgermeister Achim Juchem hieß es entsprechend: "Aufgrund der Erfahrungen bei der Suche nach einem geeigneten Grundstück in der Gemeinde Grafschaft wird sich unsere Suche jetzt vornehmlich auf außerhalb der Gemeinde liegende Areale beschränken."[10]

Die Rhein-Zeitung fasste die Bemühungen des Vereins, einen Standort für die geplanten Frankensiedlung zu finden, bis zum Stand vom November 2014 zusammen:

Die Suche nach einem geeigneten Grundstück beschäftigt den Verein seit Jahren und hatte zuletzt tragikomische Züge angenommen. Ursprünglich hatte die Schar von Mittelalterfreunden um den Grafschafter Grünen-Politiker Mathias Heeb einen Standort nahe Nierendorf im Sinn gehabt (daher der Name "Nithrindorp"). Doch in der Gemeinde Grafschaft kam der Verein in mehreren Anläufen nicht zum Zuge. Schließlich schien das ideale Grundstück gefunden: ein Gelände oberhalb der Klosterruine Marienthal in der Nähe des ehemaligen Regierungsbunkers. Verwaltet wird das Grundstück von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), die zunächst nicht abgeneigt schien, das Gelände dem Verein zu überlassen. Im Frühjahr 2013 sorgte die Bima für Aufsehen, als sie überraschend mitteilte, das Grundstück sei nun doch nicht verkäuflich, unter anderem wegen der "Wiederaufnahme eines möglichen Betriebs" des Bunkers. Kurz darauf ruderte die Bima zurück, die Wortwahl sei missverständlich gewesen, die Grundstücke dennoch unverkäuflich. Ein weiterer Sinneswandel trat nach einem Ortstermin ein: Nun signalisierte die Behörde, doch an den Verein Frankensiedlung Nithrindorp verkaufen zu wollen. Der Optimismus im Verein wuchs. Als sich dann aber herausstellte, dass auf dem ausersehenen Gelände während des Zweiten Weltkriegs die Baracken des Lagers Rebstock, einer Außenstelle des Konzentrationslagers Buchenwald, gestanden haben, ließ der Verein seine Pläne fallen.[11]

Die Frankensiedlung werde zwischen Birresdorf und Nierendorf gebaut, wie der General-Anzeiger nach einer Sitzung des Nierendorfer Ortsbeirats im Juli 2015 berichtete.[12]

Der gemeinnützige Verein "Frankensiedlung Nithrindorp" hat das Ziel (Stand: November 2015), auf einer rund 5000 Quadratmeter großen Freifläche zwischen Nierendorf und Birresdorf ein kleines Freilichtmuseum zu errichten. Geplant sind bis zu 18 Gebäude, in denen ein Badehaus, eine Weberei, eine Küche, eine Schmiede oder auch eine Töpferei untergebracht werden sollen.[13]

Im Dezember 2017 seg­ne­te der Haupt- und Fi­nanz­aus­schuss der Gemeinde Grafschaft einstimmig ei­nen städ­te­bau­li­chen Ver­trag ab, den die Ge­mein­de mit dem Ver­ein ab­schlie­ßen soll. Dieser Vertrag regelt, dass der Ver­ein die Kos­ten für die Bau­leit­pla­nung und die da­mit ver­bun­de­nen Er­schlie­ßungs­an­la­gen über­nimmt. Da­mit das Vor­ha­ben auf der Hö­he des Re­gen­rück­hal­te­be­ckens in Nie­ren­dorf ver­wirk­licht wer­den kann, sind nämlich Än­de­run­gen des Flä­chen­nut­zungs­pla­nes und des Be­bau­ungs­pla­nes nötig. Die Ge­mein­de aber will dafür kein Geld aus­ge­ben. Wenn der Ge­mein­de­rat Grafschaft den Ver­trag be­stä­tigt, wä­re die Än­de­rung des Flä­chen­nut­zungs­pla­nes mit Auf­stel­lung ei­nes vor­ha­ben­be­zo­ge­nen Be­bau­ungs­plans der nächste Schritt. Bür­ger, Trä­ger öf­fent­li­cher Be­lan­ge und Orts­bei­rä­te bekommen dann die Möglichkeit, Stel­lung­nah­men mit An­re­gun­gen, Kri­tik und Wün­schen einzu­brin­gen. Mar­cel Wer­ner (CDU) sagte, er habe dem Pro­jekt zunächst sehr kri­tisch ge­gen­über­ge­stan­den. „Der Ver­ein hat aber viel ge­leis­tet, das Pro­jekt passt sehr gut in das Land­schafts­bild und könn­te auch für den Tou­ris­mus po­si­ti­ve Aus­wir­kun­gen ha­ben. Des­halb muss ich die Fran­ken­sied­lung heu­te be­für­wor­ten.“ Hu­bert Münch (SPD) plä­dier­te ebefalls da­für, dem Verein ei­ne Chan­ce zu geben.[14]

Das für den Bau der Frankensiedlung vorgesehene Gelände ist im Flächennutzungsplan als landwirtschaftliche Nutzfläche dargestellt, daher ist eine Änderung des Flächennutzungsplans notwendig. Im Flächennutzungsplan soll das Gelände als Sonstiges Sondergebiet mit der Bestimmung „Erlebnisdorf Frankensiedlung“ ausgewiesen werden. Weil das Plangebiet im Außenbereich liegt, ist außerdem die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans für die vorgesehenen Grundstücke notwendig. Im Hinblick auf die Lage der geplanten Frankensiedlung in einem Landschaftsschutzgebiet muss im Rahmen eines Bauleitplanverfahrens die „Erheblichkeit des geplanten Eingriffs und insbesondere die artenschutzrechtliche Zulässigkeit des Vorhabens“ geprüft werden. Dafür muss der Verein gegebenenfalls weitere Fachgutachten einholen.[15]

Am 1. März 2018 beschloss der Gemeinderat Grafschaft ohne Gegenstimmen die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans für den vorgesehenen Bereich oberhalb des Regenrückhaltebeckens. Der wird dann einen Monat lang öffentlich ausgelegt. Der Verein als Vorhabenträger habe zuvor jedoch noch einige Hausaufgaben zu erledigen, sagte Bürgermeister Achim Juchem: „Zum Beispiel ist noch die Frage zu klären: Wo kommen die Parkplätze hin?“ Besorgte Bürger hatten zehn weitere Fragen eingereicht. Die Rhein-Zeitung berichtete:

Welche Gutachten sind vonnöten, welche sind bereits in Auftrag gegeben? Ist das Areal auf archäologische Funde hin untersucht worden? Wird eine neue schalltechnische Immissionsprognose in Auftrag gegeben? Wie steht es um den Brandschutz? Wie viel Zeit wird dem Verein gegeben, das Vorhaben umzusetzen? Wie steht es um die verkehrstechnische Erschließung?[16]

Zum 29. August 2018 wurde der Verein „Frankensiedlung Nithrindorp“ von der Kreisverwaltung Ahrweiler als Träger der freien Jugendhilfe nach SGB VIII. anerkannt – zur großen Freude von Initiator Mathias Heeb. „Das Projekt Frankensiedlung ist ja gerade für Kinder und Jugendliche eine Möglichkeit, mal aus dem hektischen Alltag auszubrechen und zur Ruhe zu kommen“, sagte er, Natur erleben und alte Handwerkskünste kennen lernen, das seien primäre Ziele des Vereins. In einer entsprechenden Pressemitteilung des Vereins hieß es:

Gerade am vergangenen Samstag konnten Kinder mit Hilfe ... selbst einen Bogen mit drei Pfeilen bauen. Die Kinder hatten einen ganzen Tag konzentriert an ihrem Werk gebaut. Erklärt wurde zu Beginn die Geschichte des Bogenbaus bis heute. Die Verpflegung wurde vom Lehmofen übernommen, es gab leckere mittelalterliche Pizza, bis man satt war. Am Ende konnten die Kinder die Bögen ausprobieren und ihre Zielgenauigkeit unter Beweis stellen.

Siehe auch

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Grafschaft: Ein Standort für die Frankensiedlung ist gefunden, general-anzeiger-bonn.de vom 13. Juli 2015
  2. Quelle: Volker Jost: Frankensiedlung einen Schritt weiter – Das Grafschafter Vorhaben muss allerdings noch einige Hürden nehmen, in: General-Anzeiger vom 3. Februar 2018
  3. Quelle: Frieder Bluhm/Sissi Melchiors: Frühmittelalter soll als Hof aufleben - Nachbau einer fränkischen Siedlung bei Nierendorf geplan, in: Rhein-Zeitung vom 27. August 2011
  4. Quelle: General-Anzeiger vom 14. Februar 2013
  5. Quelle: Frieder Bluhm: Franken dürfen am Ahrweiler Regierungsbunker siedeln, rhein-zeitung.de vom 27. Februar 2013
  6. Quelle: Rhein-Zeitung vom 4. März 2013
  7. Quelle: Rhein-Zeitung vom 8. März 2013
  8. Quelle: Frieder Bluhm: Frankensiedlung auf ehemaligem KZ-Gelände im Ahrtal?, rhein-zeitung.de vom 11. Juni 2013, und Victor Francke: Projekt "Frankensiedlung": Auf dem Areal befand sich eine Außenstelle des KZ Buchenwald, general-anzeiger-bonn.de vom 12. Juni 2013
  9. Quelle: Frieder Bluhm: Marienthal: Keine Frankensiedlung auf KZ-Gelände, in: Rhein-Zeitung vom 23. August 2013
  10. Quelle: Franken siedeln nicht auf der Grafschaft, general-anzeiger-bonn.de vom 13. September 2013
  11. Quelle: Frieder Bluhm: Frankenverein hat Siedlungsplatz gefunden, rhein-zeitung.de vom 13. November 2014
  12. Quelle: Grafschaft: Ein Standort für die Frankensiedlung ist gefunden, general-anzeiger-bonn.de vom 13. Juli 2015
  13. Quelle: Victor Francke: Interessengemeinschaft in der Grafschaft - Widerstand gegen die Frankensiedlung wächst, general-anzeiger-bonn.de vom 25. November 2015
  14. Quelle: Volker Jost: Wei­chen für Fran­ken­sied­lung sind ge­stellt – Haupt- und Fi­nanz­aus­schuss sieht po­si­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf den Tou­ris­mus, in: General-Anzeiger vom 6. Dezember 2017
  15. Quelle: Volker Jost: Frankensiedlung einen Schritt weiter – Das Grafschafter Vorhaben muss allerdings noch einige Hürden nehmen, in: General-Anzeiger vom 3. Februar 2018
  16. Quelle: Frieder Bluhm: Frankensiedlung: Jetzt beginnt die Planung – Gegner nutzen Einwohnerfragestunde, um Skepsis zu demonstrieren – Frage der Parkplätze ist noch ungeklärt, in: Rhein-Zeitung vom 3. März 2018