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Ahrwein-Messe am 25. November 2017 im Kurhaussaal in Bad Neuenahr

Die Linke - Kreisverband Ahrweiler

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DIE LINKE. Kreisverband Ahrweiler hat sich mehr direkte Demokratie in Orts- und Kreisparlament sowie mehr Transparenz in Verwaltungsangelegenheiten als Ziele gesetzt.


Das Kandidaten-Team der Linken für die Wahl des Ortsbeirats Ahrweiler im Jahr 2014 (v.l. Wolfgang Huste und Marion Morassi)

Mitgliederzahl

Ende 2008: 59

Mai 2009: 39

März 2010: 35

Angeschlossene Ortsverbände

Jugendorganisation

Gründung und Entwicklung

2007

In Sinzig gründeten einige Mitglieder der Partei im Juni 2007 einen der ersten Kreisverbände des Landes Rheinland-Pfalz. In den Gründungsvorstand wurden gewählt: Als Vorsitzender Harald W. Jürgensonn (Brohl-Lützing) und Michaela Schopp (Bengen), Schriftführerin Angelika Jürgensonn-Korjenic (Brohl-Lützing), die Kasse wird von Hermann-Josef Balmes (Burgbrohl) geführt. Christian Knabe (Sinzig) wurde zum Beisitzer gewählt.

2008

Die Mitglieder des Kreisverbands wählten im Oktober 2008 einen Sprecherrat und legten dessen Amtszeit auf zwei Jahre fest. In den Sprecherrat wurden als geschäftsführende Mitglieder gewählt:

2009

Zur Kommunalwahl 2009 wollen die Linken für den Kreistag Ahrweiler, den Gemeinderat Grafschaft, für den Stadtrat Sinzig und, sofern man die erforderlichen Unterstützungsunterschriften für eine Kandidatur zusammen bekommt, auch für den Stadtrat Bad Neuenahr-Ahrweiler kandidieren.

Im März 2009 nominierte der Kreisverband seine Kandidaten für die Kreistagswahl bei den Kommunalwahlen am 7. Juni 2009: Rudolf P. Goretzki (Sinzig), Michaela Schopp, Gregor Assenmacher, Alexander Beier (Grafschaft), Jürgen Vagedis (Bad Neuenahr-Ahrweiler), Daniel Schopp (Bengen), Harald Steinberg (Reifferscheid), Marion Morassi, Wolfgang Huste (Bad Neuenahr-Ahrweiler), Heinrich Eckhard (Sinzig), Editha Herwig und Heinz Gerd Brandel (Altenahr), Anita Kramprich (Sinzig), Harald Jürgensonn und Angelika Jürgensonn-Korjenic (Brohl-Lützing) sowie Reinhard Feldmann (Reifferscheid). Kurz darauf zogen vier KandidatInnen, darunter Harald Jürgensonn und Angelika Jürgensonn-Korjenic, ihre Kandidatur zurück. Anfang Mai 2009 verpatzte der Kreisverband jedoch als einziger rheinland-pfälzischer Kreisverband seinen Kommunalwahlauftritt, weil der Kreisvorstand die notwendige und auch vorhandene Anzahl von Unterschriften sowie die Kandidatenliste nicht beim Kreiswahlleiter abgegeben hatte.

Wenige Tage später wurde ein neuer Kreisvorstand gewählt. Michael Baulig aus Andernach und dem Ortsverband Sinzig zugehörig, wurde dabei zum Vorsitzenden gewählt. Schriftführerin wurde Bettina Habermann (Sinzig), Schatzmeisterin Anita Kramprich (Sinzig). Als Beisitzer fungieren René Alshut, der ebenfalls aus Sinzig stammt und Vertreter des Jugendverbandes Solid ist, sowie Jürgen Vagedes aus Heimersheim.

2010

Die Mitglieder des Kreisverbands wählten am 20. März 2010 einen neuen Sprecherrat. Dessen Amtszeit beträgt zwei Jahre.

Die Linke im Kreis Ahrweiler wählte am 20. Mai 2010 ihre Direktkandidaten für die Landtagswahl und gibt sich selbstbewusst. Für den Wahlkreis 13, die so genannte Rheinschiene, tritt Harald W. Jürgensonn (54) an, für den Wahlkreis 14 (Ahrweiler bis Adenau) schickt die Partei die Reiseverkehrskauffrau Marion Morassi (47) ins Rennen. Jürgensonn war bereits 2006 Direktkandidat im Wahlkreis 14, sein damaliges Ergebnis lag im Landesdurchschnitt (knapp unter 5 Prozent). Zurzeit ist er gemeinsam mit Marion Morassi geschäftsführendes Mitglied des Kreissprecherrats der Linken. Politischer Schwerpunkt von Morassi, Mitglied des Landesvorstands der Linken, sind die Themen Migration und Integration sowie Ökologie. Ihr Ziel ist die Einführung des kommunalen Wahlrechts auch für Drittstaatler und die Förderung eines ökologisch vertretbaren, sanften Tourismus. Jürgensonn setzt sich ein für den kommunalen Bürgerhaushalt und direkte Demokratie. Er möchte ein Bürgerforum einführen, das allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit gibt, aktiv an politischen Entscheidungen teilzunehmen. „Wenn der Bürgerwille berücksichtigt worden wäre, hätte es kein Pleite-Projekt wie den Nürburgring gegeben“, sagt Jürgensonn. Als Mitglied der Programmkommission war er maßgeblich am Entwurf des Landtagswahlprogramms 2011 beteiligt: „Unsere drei Eckpunkte sind unverhandelbar: Es wird mit der Linken keinen Personalabbau, keinen Sozialabbau und keine Privatisierungen geben“, sagt der Journalist.

2012

Angelika Jürgensonn-Korjenic (Brohl-Lützing) und Marion Morassi (Bad Neuenahr-Ahrweiler) wurden im März 2012 einstimmig als gleichberechtigte geschäftsführende Sprecherinnen des zu dieser Zeit 30 Mitglieder zählenden Kreisverbands gewählt. Der Sprecherrat wurde komplettiert durch Kreisschatzmeister Wolfgang Huste (Bad Neuenahr-Ahrweiler) sowie die Beisitzer Marco Morassi (Ehlingen) und Peter Odenkirchen (Bad Breisig).[1]

2013

Der neuen Sprecherrat mit Marion Morassi (Kreissprecherin), Wolfgang Huste (Kreissprecher), Sabine Lesch (Beisitzerin) und Winfried Heinzel (Kreisschatzmeister), wurde am 27. November 2013 für zwei Jahre auf der Kreismitgliederversammlung gewählt. Am gleichen Tag wurde auch das Kreiswahlprogramm für die Kommunalwahlen am 25. Mai 2014 verabschiedet.

Im Oktober 2013 wurde eine Liste mit 12 Kandidaten für die Wahl des Kreistags Ahrweiler im Rahmen der Kommunalwahl 2014 aufgestellt - mit Marion Morassi und Wolfgang Huste als Doppelspitze. Mit dem Motto "Wer DIE LINKE. wählt, wählt sich selbst" startete der Kreisverband in den Wahlkampf.

2014

Am 9. Februar 2014 stellte Die Linke einstimmig und ohne Gegenstimmen oder Enthaltungen eine Liste mit elf Kandidatinnen und Kandidaten für den Stadtrat Bad Neuenahr-Ahrweiler auf. Wolfgang Huste wurde auf Platz 1 gewählt, Marion Morassi auf Platz 2.

Für den Ortsbeirat Ahrweiler wurden drei Kandidaten in folgender Reihenfolge gewählt: Marion Morassi, Wolfgang Huste und Marco Morassi.

Für die Wahl des Verbandsgemeinderats Brohltal im Rahmen der Kommunalwahl 2014 hatten die Linke und die Piratenpartei zunächst eine gemeinsame Liste "Die Linke.Piraten - offene Liste Brohltal" aus drei Piraten und fünf Linken aufgestellt. Gernot Reipen (Glees) führte die Liste an. Auf Platz zwei wurde Winfried Heinzel (Die Linken) aus Burgbrohl gewählt. Auf den weiteren Plätzen: Ana Heinzel (Linke), Hans Mohr (Linke), Ivo Dubiel (Piraten), Jutta Hagedorn (Piraten), Carlos Heinzel (Linke) und Juan Heinzel (Linke). Es gebe zwar Unterschiede zwischen Linken und Piraten, sagte Gernot Reipen, die politische Schnittmenge beider Parteien reiche aber aus, "um dem Bürger eine echte Alternative im politischen Parteienspektrum anzubieten." Über das Wahlprogramm der Liste berichtete der General-Anzeiger:

Der öffentliche Nahverkehr in der Verbandsgemeinde sei unzureichend und erfordere eine grundlegende Neuorientierung. Besonders Ältere und Einkommensschwache erführen hierdurch eine unzulässige persönliche Einschränkung. ... Weitere Punkte: eine umweltschonende dezentrale Energiepolitik, Unterstützung kleinerer landwirtschaftlicher Betriebe, Kampf gegen Verkehrslärm, Erhalt von Kulturlandschaften, wie zum Beispiel vorhandene Streuobstwiesen.[2]

Der Versuch, eine gemeinsame Liste mit den Piraten aufzustellen, scheiterte jedoch an Formalia. Deshalb stellte Die Linke für die Wahl des Verbandsgemeinderats Brohltal am 9. März 2014 eine offene Liste aus fünf Kandidaten - drei Parteimitgliedern und zwei Parteilosen - auf. Winfried Heinzel, Spitzenkandidat dieser Liste Brohltal, stellte das Arbeitsprogramm vor:

Wir stehen für eine bürgernahe, transparente und soziale Kommunalpolitik. Bürgerhaushalt, Ausbau des ÖPNV, Erhalt des Freizeitbades Brohltal, mehr bezahlbarer Wohnraum für Jung und Alt, schnelle Internetverbindungen, das sind nur einige Themen, für die wir uns im Brohltal einsetzen!

Nach der Kommunalwahl 2014 zog DIE LINKE mit jeweils einem Sitz in den Kreistag Ahrweiler (Marion Morassi) und in den Stadtrat Bad Neuenahr-Ahrweiler (Wolfgang Huste) ein.

„Ich freue mich, dass wir es als Partei DIE LINKE., zusammen mit unseren aktiven Mitgliedern, nach fünf Jahren harten Parteiaufbaus, diversen Wahlkämpfen und einem spannenden 48-Stunden-Wahlkampf in den Straßen im Kreisgebiet, nun endlich mit jeweils einem Sitz in den Kreistag Ahrweiler und den Stadtrat Bad Neuenahr-Ahrweiler geschafft haben“, sagte Kreissprecherin Marion Morassi.

Nun gelte es, die linken Kernthemen in den Kreistag einfließen zu lassen und sich als kritische Oppositionspartei glaubwürdig zu präsentieren und zu positionieren. „Jetzt bekommt das Thema "Soziale Gerechtigkeit" auch im Kreistag Ahrweiler ein neues Gesicht“, so Morassi weiter. Als ihre Ziele im Kreis nannte sie bezahlbaren kommunalen Wohnraum, einen kostengünstigen ÖPNV mit besserer Taktung, eine dezentrale Energieversorgung und schnelle Umsetzung des EEG mit Energiepreisen, die sich alle Bürgerinnen und Bürger leisten können. Neu-Stadtratsmitglied Wolfgang Huste erklärte: „Wie versprochen, wird mein erster Antrag der für eine Live-Übertragung der Ratssitzungen sein. Die Einführung eines Bürgerhaushaltes ist eines meiner Fernziele. Bis dahin werde ich Privatisierungen des öffentlichen Eigentums zu verhindern suchen und setze mich für eine vernünftige Lösung der Ortsdurchfahrt Lohrsdorf und den Erhalt des TWIN ein.“

2015

Während einer Mitgliederversammlung im April 2015 wählte der Kreisverband seine Direktkandidaten für die Landtagswahl 2016. Winfried Heinzel aus Burgbrohl wurde einstimmig als Direktkandidat für den Landtagswahlkreis 13 und Wolfgang Huste aus Ahrweiler einstimmig für den Landtagwahlkreis 14 gewählt. Heinzel: "Ich möchte ein Zeichen setzen für eine bessere Bildungspolitik und ein Land, in dem die Zukunftschancen junger Menschen nicht vom Geld der Eltern abhängen. Mein Fokus: Sanierung der maroden Infrastruktur zur Profitmaschine für Banken und Versicherungen stoppen, Soziale Gerechtigkeit, Weg mit Hartz IV, Armutsbekämpfung, Schwerbehinderte, Agenda 2010." Wolfgang Huste sagte: "Die Bekämpfung der Armut hat für mich Priorität. Ich engagiere mich zugunsten einer Schule für alle, ebenso für den Ausbau von Krippenplätzen, für die Förderung des sozialen Wohnungsbaus und den Ausbau der Gesundheitsversorgung. Wichtig ist für mich der Ausbau des ÖPNV und die Ausweitung des ökologischen Land- und Weinbaus."[3]

2016

Einen sechsköpfigen Sprecherrat wählte die Mitgliederversammlung des Kreisverbands im Juni 2016. Kreissprecherin Marion Morassi, Kreissprecher Wolfgang Huste und Kreisschatzmeister Winfried Heinzel wurden in ihren Ämtern bestätigt, ebenso Beisitzerin Sabine Lesch. Neu als Beisitzer wurden Julian Beranek als Vertreter für die Linksjugend Solid und Hans Mohr gewählt. Im Herbst 2016 will der Kreisverband die Kampagne „Das muss drin sein: Bezahlbares Wohnen!“ mit Aktionen und Veranstaltungen starten. Die Linke stehe für eine Stärkung der Rechte von Mietern und für einen Neustart im sozialen, gemeinnützigen Wohnungsbau, so Marion Morassi.[4]

2017

Im Juli 2017 wurde das zehnjährige Bestehen des Kreisverbands gefeiert. Bei der nächsten Kreismitgliederversammlung am Mittwoch, 2. August 2017, in Remagen soll ein Ortsverband für die Region Remagen-Sinzig-Bad Breisig geplant.[5]

Siehe auch

Portal "Politik"

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: General-Anzeiger vom 20. März 2012
  2. Quelle: Victor Francke: Brohltal: Linke und Piraten stellen Liste für Verbandsgemeinderat auf, general-anzeiger-bonn.de vom 12. Februar 2014
  3. Quelle: Landtagswahl 2016 in Bad Neuenahr: Kandidatur von Huste und Heinzel, general-anzeiger-bonn.de vom 13. April 2015
  4. Quelle: Rhein-Zeitung vom 17. Juni 2016
  5. Quelle: Linke: Mit Erdbeerbowle auf Jubiläum angestoßen – Bei Mitgliederversammlung kommende Aktionen geplant, in: Rhein-Zeitung vom 20. Juli 2017