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Ahrwein-Messe am 25. November 2017 im Kurhaussaal in Bad Neuenahr

BUND-Kreisgruppe Ahrweiler

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Die BUND-Kreisgruppe Ahrweiler hat im Oktober 2011 mehr als 400 und im November 2013 450 Mitglieder.


Geschäftsstelle

Schillerstraße 49

53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler (Stadtteil Ahrweiler)

Chronik

Seit Mitte der 1990er Jahre pflegt die Kreisgruppe im Auftrag der Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler ein Gelände auf der Bengener Heide, das der Stadt gehört.[1]

Thomas Brötz, zuvor stellvertretender Vorsitzender, wurde im Frühsommer 2009 einstimmig zum Nachfolger von Wolfgang Beckert als Vorsitzender der Kreisgruppe gewählt. Auch seine Stellvertreterin, Dr. Sigrid Dehmelt, konnte sich bei ihrer erstmaligen Wahl über ein einstimmiges Ergebnis freuen. Im Amt als Kassenwart wurde Ulrich Vogel bestätigt. Zudem wurden die Leiter der Arbeitskreise "Schmetterlinge/Streuobstwiesen" (Hannelore Umlauf-Groß), "Amphibien/Veranstaltungen" (Klaus Liewald und Ulrich Vogel), "Bachpatenschaft" (Winfried Sander), "Kinder & Jugend" (Sigrid Dehmelt), "Naturschutzbeirat" (Elmar Knieps) und "Denkmalpflege" (Andreas Schmickler) gewählt. Beckert hatte zuvor in seinem Jahresbericht darauf hingewiesen, dass der BUND im Jahr zwei neue Arbeitskreise gebildet hat: den Arbeitskreis "Bachpatenschaft Wirftbach" und den Arbeitskreis "Kinder und Jugend". Der BUND werde damit nach langer Zeit wieder eine Jugendgruppe betreuen.

Die BUND-Kreisgruppe hat Flächen am Wirftbach in der Gemeinde Barweiler unweit von Wirft erworben, um dort feuchte Wiesenflächen zu sichern und zu pflegen. Solche Wiesen sind bevorzugter Lebensraum von Amphibien und sie tragen zur Lebensvielfalt (Biodiversität) bei. Außerdem ist der BUND Bachpate für einen Abschnitt des oberen Wirftbaches.[2]

Die Kreisgruppe Ahrweiler wird vom geschäftsführenden Vorstand und den gewählten Arbeitskreisleitern vertreten. Der geschäftsführende Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, den stellvertretenden Vorsitzenden und dem Kassenwart. Er wird alle drei Jahre von der Mitgliederversammlung gewählt. Bei der Mitgliederversammlung am 28. Oktober 2011 wurden folgender Vorstand gewählt:

Im erweiterten Vorstand befinden sich die Leiter der Arbeitskreise. Sämtiche AK-Leiter wurden im Oktober 2011 wiedergewählt:

Bei ihrer Jahreshauptversammlung im April 2016 diskutierte die BUND-Kreisgruppe den Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes 2030 und den darin enthaltenen A 1-Lückenschluss zwischen Lommersdorf und Kelberg und die Umgehungsstraße Lohrsdorf. Am Beispiel des Verkehrswegeplan-Entwurft zeigte der Vorsitzende Reinhard van Ooyen Möglichkeiten auf, die innerhalb der Bürgerbeteiligung jeder habe. Der General-Anzeiger berichtete:

Dazu gehörten der Kampf gegen unsinnige und umweltzerstörende Bauvorhaben, die Veranlassung zur Prüfung eigener Alternativen und Varianten zum Schutz von Klima und Landschaft und die öffentliche Diskussion über die Mobilität, die 2030 tatsächlich gebraucht werde. Entscheidend war dazu für van Ooyen ein Richtungswechsel weg vom alleinigen Straßenbau zu einer Gesamtverkehrsplanung mit allen Verkehrsträgern ebenso wie kein Neubau von Straßen, wenn Sanierung oder Ausbau von Bundesstraßen möglich seien.[3]

Die BUND-Kreisgruppe wolle die Heidefläche auf der Bengener Heide vergrößern, berichtete der General-Anzeiger im Oktober 2016. Die Kreisgruppe pflege die Heide bereits seit 20 Jahren.[4]

Düsteres Bild vom ökologischen Zustand des Planeten

Bei der Mitgliederversammlung der Kreisgruppe im März 2017 im Hotel Krupp in Bad Neuenahr wurde Reinhard van Ooyen als Vorsitzender bestätigt, ebenso wie Georg Schiffer (Ahrbrück) als Stellvertreter und Ulrich Vogel aus Winnerath als Schatzmeister. Klaus Puchstein referierte über die Auswirkungen von Straßenbau, Zersiedlung und Verinselung sowie konventioneller Landwirtschaft auf Kleinlebewesen und Insekten. Und nannte beunruhigende Zahlen: Mittlerweile sei der Insektenbestand um 80 Prozent zurückgegangen. Dies bedeute in der Nahrungskette eine starke Einschränkung des Nahrungsangebots für Vögel und Fledermäuse. Bei Amphibien (Frösche, Kröten, Molche) sei die Situation ebenso bedenklich. Lob galt der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler für das angekündigte Verkehrskonzept anlässlich der 5. Landesgartenschau Rheinland-Pfalz 2022 und dem Naturschutzprojekt Obere Ahr - Hocheifel des Kreises Ahrweiler. Tadel gab's für die personelle Situation bei der Unteren Landespflegebehörde des Kreises – „und dies in einem Kreis mit vielen FFH-Flächen und einem Landschaftsschutzgebiet“, so van Ooyen, der ein insgesamt düsteres Bild vom ökologischen Zustand des Planeten Erde malte. blick-aktuell.de berichtete:

Immer häufiger und heftiger auftretende Umweltkatastrophen, ... dramatischer Anstieg der Meere sowie Schmelzen der Eisberge bei gleichzeitig steigenden Dürrephasen, etwa in Afrika. Die Fischbestände würden gnadenlos ausgebeutet. Und darüber hinaus die Meere als Nahrungsgrundlage extrem stark belastet, etwa durch Plastik und illegale Einleitungen. Alle Faktoren ... führen in der Summe zu einem dramatischen ... Artensterben und damit dem Zerfall der Nahrungskette.[5]

Siehe auch

Portal "Natur, Umwelt, Wetter & Klima"

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Aktion des BUND Ahrweiler: Naturschützer pflegen die Bengener Heide zum Erhalt bedrohter Arten, general-anzeiger-bonn.de vom 14. Oktober 2013
  2. Quelle: Rhein-Zeitung vom 6. März 2013
  3. Quelle: Andrea Simons: Jahreshauptversammlung der BUND-Kreisgruppe – Plädoyer für mehr Bürgerbeteiligung, general-anzeiger-bonn.de vom 14. April 2016
  4. Quelle: Christoph Lüttgen: Arbeitseinsatz auf der Bengener Heide – Das Sandglöckchen als Signal, general-anzeiger-bonn.de vom 23. Oktober 2016
  5. Quelle: Neuwahlen bei der BUND-Kreisgruppe: Reinhard van Ooyen ist alter und neuer BUND-Kreisvorsitzender, blick-aktuell.de vom 27. März 2017