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Schuld

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Schuld - Heinz Grates (105).jpg
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Wanderer auf dem Ahrsteig oberhalb von Schuld
Die Veranstaltung Ahrfelsen in Flammen
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Die um 1960 in Schuld entdeckten Reste der Römervilla Schuld
Ahr-Brücke am oberen Ortseingang
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Schuld (Ahr) ist eine Gemeinde in der Verbandsgemeinde Adenau im Kreis Ahrweiler. Schuld, einer der nördlichst gelegenen Orte von Rheinland-Pfalz, wird in West-Ost-Richtung von der Ahr durchflossen, die in dem Ort eine markante Schleife macht und die stellenweise von hohen Felswänden flankiert wird. Schuld ist ein anerkannter Fremdenverkehrsort mit einer guten Handvoll gastronomischer Betriebe und Hotels für das Wohl. Der Ahrsteig verläuft am Ort entlang, der Ahr-Radweg führt mitten durch den Ort.


Lage

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Einwohnerzahl

Juli 2014: rund 730

Bürgervertreter

Bürgermeister: Helmut Lussi (2004-2019), Vorgänger: Jürgen Hecken (fast 19 Jahre bis Mitte 2009), Johann Römer (bis 1990), Hans Schug, Johann Nelles (ab 1957), Wilhelm Schug (12. Dezember 1948 bis 12. Februar 1957), Peter Zimmer

Erster Beigeordneter: René Haas (2009-2019)

Beigeordneter: Waldemar Kaspers (2009-2019)

Gemeinderat Schuld

Vereine

Politische Gruppierungen

CDU-Ortsverband Dümpelfeld/Insul/Schuld

Glaubensgemeinschaften

Veranstaltungen

Verkehrsinfrastruktur

Straßen

Ahrstraße (Schuld), Ahrtalweg (Schuld), Auf dem Stausten (Schuld), Bahnhofstraße (Schuld), Domhofer Straße (Schuld), Ford (Schuld), Hauptstraße (Schuld), Mühlenweg (Schuld), Römerstraße (Schuld), Römerweg (Schuld)

Sonstiges

Gewerbe

Ortsname

Der Name "Schuld" geht vermutlich auf das keltische „scolta“ zurück, in dem zwei keltische Wörter stecken, nämlich scolt (= krumm) und aha (= fließendes Gewässer). Damit könnte die Ahr in Schuld aus der Vogelperspektive gemeint sein. Im 13. Jahrhundert wurde aus scolta dann „scolte“ oder „scoulte“; und durch Lautwandel oder Lautverschiebung entstand dann über „Scholt“, „Schult“ und „Schuldt“ der heutige Ortsname Schuld. Diese Deutung scheint auch aufgrund der frühen und langen Regentschaft der Kelten gegenüber römischen Varianten wahrscheinlich.[1]

Chronik

Bis 1967 durfte Schuld den Namenszusatz „Luftkurort“ führen.[2]

Beim rheinland-pfälzischen Landesentscheid 2014 im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" wurde Schuld am 1. Oktober 2014 mit Gold in der Hauptklasse ausgezeichnet. Insgesamt 220 Dörfer hatten sich am Landeswettbewerb beteiligt, 122 in der Haupt-, 98 in der Sonderklasse. Davon hatten sich aus den vorangegangenen Kreisentscheiden 24 Dörfer für den Landesentscheid qualifiziert. Mit Bürgerschaft, Verein- und Ratsmitgliedern bilde der Ort eine starke Dorfgemeinschaft. Hervorzuheben sei insbesondere das bürgerschaftliche Engagement des Festes Ahrfelsen in Flammen. Neubürger würden durch die vielen Aktionen im Ort schnell integriert und motiviert.[3]

Außerdem hob die Jury die gute infrastrukturelle Ausstattung des Ortes mit Einrichtungen der Grundversorgung, mit medizinischer Versorgung, Gastronomie- und Fremdenverkehrseinrichtungen und Arbeitsplätzen – „ca. 70 Betriebe und ca. 200 Arbeitsplätze“ – hervor. Im Bereich der nachhaltigen Energieversorgung sei Schuld hervorragend aufgestellt: Die Straßenbeleuchtung sei auf LED umgestellt und die Katholische Kindertagesstätte "St. Franziskus" mit einer Fotovoltaikanlage ausgestattet worden.

Mit Blick auf die demografische Entwicklung wies die Jury auf die Schaffung privater Seniorenpensionen hin. Zum Ortskern hieß es: „Viele der ortsbildprägenden Fachwerkhäuser wurden bereits umgenutzt, fachgerecht saniert und modernisiert. Die kommunalen Projekte wurden mit großen Eigenleistungen umgesetzt, wie z.B. das Freiräumen des ehemaligen Bahndamms oder die Errichtung der Brücke zur Ahraue/Freizeitgelände.“

Die Vermarktung leer stehender Häuser durch ein Leerstandskataster werde durch die Ortsgemeinde unterstützt. Die Innenentwicklung entlang der Ahrschleife sei ein besonderes Anliegen der Gemeinde, insbesondere die Nutzung vorhandener Bausubstanz zur Schaffung von Wohnraum im Dorfkern. Außerdem sei ein durchgängiges Konzept für die Buswartehäuschen und Ortsbeschilderung mit regionaltypischen Materialien konsequent realisiert worden. Der begonnene, rollstuhlgerechte Straßenausbau solle seitens der Gemeinde weiterhin umgesetzt werden.

„Die innerörtliche Begrünung ist geprägt von schönen Rundwegen mit vielen Sitzgelegenheiten und Aussichtspunkten“, hieß es in der Bewertung. Gras- und Waldwege böten ein einzigartiges Ambiente. Der Weg über die Stephansbrücke durch die vielfältige Blumenwiese an der Ahr, die natürlich eingegrünte Ahrschleife sowie der Ahrfelsen böten ein eindrucksvolles Ensemble. „Liebevoll gepflegte Privatgärten und die angepasste Renaturierung des Ahrufers in Verbindung mit dem informativen Geopfad und abwechslungsreichen Streuobstbeständen runden das positive Gesamtbild einer abwechslungsreichen Grüngestaltung ab.“

Weitere Pluspunkte gab es dafür, dass Schornkapelle, Friedhof und Freilichtbühne ehrenamtlich gepflegt würden und hervorragend in die Umgebung eingepasst seien. Vorbildlich sei auch das ehrenamtliche Engagement mit dem Ziel, „diese herrliche Landschaft erlebbar zu machen, sei es durch die landschaftsangepasste Beschilderung z.B. des Ahrsteigs oder die Anlage von Themenwanderwegen, wie beispielsweise eines Passionsweges, eines Bienenlehrpfades oder des Geopfades in Zusammenarbeit mit der Universität Bonn“.

Historisches

Hotel – Restaurant „Zum Ahrtal“ Schuld

Weitere Bilder

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Winfried Sander: Kelten gaben Schuld seinen Namen: das „krumm fließende Gewässer“, in: Rhein-Zeitung vom 22. Juli 2014
  2. Quelle: verkehrsverein-schuld.de, gesehen am 2. Mai 2014
  3. Quellen: Dorferneuerung: Lewentz: Sieger im Landesentscheid „Unser Dorf hat Zukunft“, isim.rlp.de vom 1. Oktober 2014, Jury-Begründung für Gold-Gewinner Sonderklasse, isim.rlp.de (gesehen am 2. Oktober 2014, pdf, 19 Seiten), "Unser Dorf hat Zukunft" - Gold für Insul und Schuld, general-anzeiger-bonn.de vom 2. Oktober 2014, Landesentscheid: Gold für Insul und Schuld, rhein-zeitung.de vom 2. Oktober 2014 und Wie Insul und Schuld bei der Jury punkten - Begründungen für Goldmedaillen, Rhein-Zeitung vom 2. Oktober 2014