Verein zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums in Sinzig e.V.

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Der Vereinsvorstand im Juni 2018 vor dem Sinziger Schloss
Ehrung verdienter Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung im Februar 2019
Für den 22. September 2018 hatte der Denkmalverein zu einer Führung durch Bad Bodendorf eingeladen. Treffpunkt auf am Bahnhofsplatz (Foto); die Leitung hatte Dr. Jürgen Haffke
Architekturkundliche Führung im Mai 2018 über den Dreifaltigkeitsweg in Sinzig
Kripp-Exkursion des Denkmalvereins im Frühjahr 2018
Dem Vorstand des Vereins zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums in Sinzig e.V. gehörten nach der Jahreshauptversammlung 2018 an (v.r.): Hardy Rehmann (Vorsitzender), Hildegard Ginzler (Beisitzerin, Pressearbeit), Angelika Schneider (Beisitzerin), Matthias Röcke (Schriftführer), Agnes Menacher (stellvertretende Vorsitzende, Museumsleiterin), Karl-Friedrich Amendt (stellvertretender Vorsitzender), Renate Rick (Kassiererin), Dirk Meyer (Beisitzer, Homepage) und Anton Simons (Beisitzer).
Veranstaltungsplakat
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Szene am Rande eines Vortragsabends zur Restaurierung des Kultursaals von Schloss Sinzig im April 2018
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Der Verein zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums in Sinzig e.V. widmet sich Bauwerken, Kleindenkmälern und musealen Kostbarkeiten in Sinzig, bietet Besichtigungsfahrten an und unterstützt das Heimatmuseum der Stadt im Sinziger Schloss.


Mitgliederzahl

  • März 2002: 33
  • August 2008: 65
  • Januar 2012: 128

Mitgliedsbeitrag

Der Jahresbeitrag beläuft sich auf 15 Euro.

Vereinsheim

„Vereinsheim“ ist das Schloss Sinzig.

Gründung und Entwicklung

Im Jahr 1978 bildete sich eine Bürgerinitiative, mit dem Ziel, den vom Stadtrat Sinzig beschlossenen und bereits begonnenen Abriss des Zehnthofes zu stoppen. Der Barockteil wurde wegen Einsturzgefahr im Jahr 1978 bis auf das Erdgeschoss abgerissen. Unter dem damaligen ersten Vorsitzenden Volker Gringmuth machten sich die Vereinsmitglieder für den Erhalt des historischen Bauwerks stark und stellten den Kontakt zu Dieter Schewe her. Schewe kaufte die Villa für den symbolischen Betrag von einer D-Mark brachte sie wieder auf Vordermann. 1981, nach 20-monatiger Restaurierung, wurden die Arbeiten abgeschlossen. So verhinderte die Initiative nicht nur den Zehnthof-Abriss, sondern kurze Zeit später auch den Abriss von zwei weiteren Stadtbild prägenden Gebäuden an der Bachovenstraße. In einer von Karl-Friedrich Amendt verfassten Kurzchronik des Vereins heißt es:

Das Aufbegehren der Bürger gegen rechtmäßig gefasste Stadtratsbeschlüsse bereitete damals eine Menge Ärger; erst rückblickend sind wohl alle froh, dass es so gekommen ist. Das heißt nun nicht, dass sich alle Stadtverordneten zu Denkmalschützern entwickelt hätten, obwohl inzwischen die Zusammenarbeit mit den Vertretern der Stadt Sinzig als gut bezeichnet werden kann. Unser Denkmalpflegeverein, der sich vor rund 35 Jahren aus der Bürgerinitiative gebildet hat, ist trotzdem wachsam und hat vor allem die stadtbildprägenden Gebäude Sinzigs fest im Blick.

Etwa ein halbes Jahr nach der Vereinsgründung im Jahr 1978 wurde Sigrid Seul Mitglied, kurze Zeit später auch ihr Ehemann Hans, der von 1984 bis 1990 Vereinsvorsitzender war.[1] Der Verein unterstützte restaurierungswillige Fachwerkhausbesitzer bei Behördengängen und beim Erwirken der erforderlichen Genehmigungen. Auf der Grundlage der von Landeskonservator Paul Clemen verfassten Schrift Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz stellte der Verein eine Liste der Denkmäler in Sinzig auf und spürte Wegekreuze in und um Sinzig auf, von denen die meisten in beklagenswertem Zustand waren, und sanierte sie nach und nach. „Mindestens einmal im Monat sind wir losgezogen, um zu suchen, zu reparieren und zu dokumentieren“, erinnerte sich Hans Seul im Dezember 2018 in einem Gespräch mit Silke Müller, Redakteurin der Rhein-Zeitung. Der Verein verhinderte auch den 2003 geplanten Umzug der Barbarossa-Statue Sinzig und er sorgte dafür, dass der barocke Bildstock an der L 82 in der Nähe des Hofes Hombüschel bei Franken saniert wurde. Später engagierte sich der Verein unter anderem bei der Restaurierung der spätgotischen Skulpturengruppe mit Darstellung der Grablegung Jesu in der Katholischen Pfarrkirche „St. Peter“ Sinzig. Auch bei der Instandsetzung des Heiligenhäuschens „Am Landgraben“ in Löhndorf, das wegen eines Straßenneubaus weichen sollte, und des Trachytkreuzes Sinziger Kirchplatz führte der Verein Regie.

Die Bürgerinitiative wandelte sich zum Spendensammelverein. Aus Beiträgen und Spenden werden seitdem denkmalschützerische Projekte finanziell gefördert. Dank staatlicher Zuschüsse konnte der Verein über mehrere Jahre die Restaurierung religiöser Kleindenkmale (Wegkreuze) finanzieren. Die Zeit, in der solche Projekte mit öffentlichen Mitteln gefördert werden, ist allerdings inzwischen vorbei.

Unter Friedrich Rick, der von 1990 bis 2008 Vereinsvorsitzender war, näherte sich der Verein dem Schloss Sinzig an. Um weiterhin Sinziger Denkmäler erhalten zu können, arbeitet der Verein seit Ende der neunziger Jahre mit dem Heimatmuseum der Stadt Sinzig zusammen. Mit Hilfe der Mitgliedsbeiträge werden nach und nach restaurierungsbedürftige Exponate des Museums aufgearbeitet. Dazu wurde der Vereinszweck in der Satzung neu definiert und der Vereinsname um den Zusatz „Heimatmuseum Sinzig“ ergänzt. Trotzdem ist der Verein nicht Träger, sondern Förderer des Heimatmuseums.

Unter Günther Schell, von 2008 bis 2013 Vereinschef, kam die Idee hinzu, Vorträge und Exkursionen anzubieten. Denn der Vereinsvorstand hatte erkannt, dass es nicht reicht, die Mitglieder bei den regelmäßigen Versammlungen über restaurierte Objekte und Kontostand zu unterrichten ein. Deshalb fiel die Entscheidung, ein Vereinsprogramm zu entwickeln. Eine Satzungs- und Namensänderung wurde im Januar 2002 mit dem Eintrag ins Vereinsregister wirksam. Seitdem werden Exkursionen durchgeführt, bei denen fachkundige Referenten Denkmale und Kunstschätze der Umgebung vorstellen. Inzwischen - Stand: Oktober 2015 - bietet der Verein etwa sechs Exkursionen jährlich an - meist an einem Samstagnachmittag. Zeigt eines der Museen in Bonn, Mainz, Trier oder Mannheim eine Sonderausstellung mit einem Bezug zu Sinzig, so bietet der Verein eine Tagesfahrt dorthin mit Bus oder Bahn an. Zum Vereinsprogramm gehören jährlich bis zu sechs „Turmgespräche“, das sind Vorträge oder Bild-Präsentationen zu heimatkundlichen Themen. Zu den gemeinsam organisierten Veranstaltungen von Verein und Museum zählen auch Besuche der Sonderausstellungen des Heimatmuseums - üblicherweise am Internationalen Museumstag im Mai und zum Tag des offenen Denkmals im September.

Vorstandsmitglieder engagieren sich auch direkt im Museum. Sie bieten beispielsweise am ersten Samstag eines jeden Monats Führungen durch das Museum an. Wenn handwerkliche Arbeiten im Zusammenhang mit Ausstellungen anstehen, werden diese (soweit möglich) von Mitgliedern und gelegentlich von Förderern des Vereins übernommen, selbst wenn diese kein Vereinsmitglied sind. Und anläßlich der Museumstage sind es wiederum Vereinsmitglieder und Freunde, die die Gäste des „Museumcafés“ mit Kaffee und Kuchen bewirten.

Darüber hinaus recherchieren Vereinsmitglieder zu Einzelaspekten der Stadtgeschichte, tragen ihre Erkenntnisse bei den Turmgesprächen vor oder lassen sie in die Sonderausstellungen des Museums einfließen. Aus Mitteln des Vereins und durch Unterstützung von Sponsoren konnten einige der von Vereinsmitgliedern bearbeiteten Themen als Broschüre oder Buch veröffentlicht werden, die im Museumsshop und beim Tourist-Service Sinzig zum Selbstkostenpreis erhältlich sind.

Der Verein arbeitet außerdem mit dem Archiv der Stadt Sinzig und dem Tourist-Service Sinzig zusammen. Hinweisschilder an einigen historischen Gebäuden der Stadt und die großformatigen Informationstafeln zur Aachen-Frankfurter Heerstraße entstanden gemeinsam mit dem Verein. Selbstverständlich ist auch die Zusammenarbeit mit Heimat- und Museumsvereinen der näheren Umgebung, mit dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz und sogar mit der Universität Mainz.

Dass die Mitgliederzahl von 2008 bis Januar 2012 auf 128 stieg, führte der Vorsitzende Günther Schell bei der Jahreshauptversammlung im Januar 2012 auf das attraktive Vereinsprogramm, gute Öffentlichkeitsarbeit und „ideale Zusammenarbeit“ im Vorstand zurück.[2] Die Mitglieder bestätigten bei dieser Versammlung im Schloss Sinzig per Block-Wahl den Vorstand mit dem Vorsitzenden Schell, den Stellvertretern Agnes Menacher und Karl-Friedrich Amendt, Schriftführer Hans Jüchtern und Kassenwart Gottfried Nonnast. Beisitzer blieben Peter Billig, Hildegard Ginzler und Matthias Röcke, zu denen Hans Uwe Schneider und Tobias Kunze, der die Betreuung der Vereins-Website übernahm, hinzu kamen. Dank galt dem langjährigen Webmaster und früheren Vorsitzenden Friedrich Rick. Je vier „Turmgespräche“ und Nah-Exkursionen, einen Besuch der Bundesgartenschau in Koblenz und eine Tagesfahrt nach Mannheim bot der Verein im Jahr 2011. Er zahlte Restaurierungen von Museumsstücken, half Publikationen zu finanzieren, wie den „Heiß gebrannt und unverwüstlich“-Katalog zur Ausstellung über 140 Jahre Sinziger Fliesen (Finissage am 20. Mai) und finanzierte Infotafeln zur Aachen-Frankfurter Heerstraße und zur Römervilla am Zehnthof Sinzig.

Karl-Friedrich Amendt, bis dahin Vize, wurde im Januar 2013 einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Vorgänger Günther Schell vollzog nach fünfjähriger Amtszeit seinen schon länger angekündigten Rückzug aus dem Vorstand. Neuer Stellvertretender wurde Hans Jüchtern, zugleich und weiterhin im Amt des Schriftführers tätig. Als Beisitzer neu gewählt wurden Franz Krämer und Dirk Meyer. Neben den neu gewählten Mitgliedern gehörten dem Vorstand zu dieser Zeit an: die stellvertretende Vorsitzende Agnes Menacher, Schatzmeister Gottfried Nonnast und die Beisitzer Peter Billig, Hildegard Ginzler, Tobias Kunze und Matthias Röcke. 6500 Euro stellte der Verein im Jahr 2012 für Restaurierungsprojekte des Heimatmuseums der Stadt Sinzig zur Verfügung. 2013 will der Verein in Sinzig zwei öffentliche Bücherschränke aufstellen.[3]

Auf Initiative von Gottfried Nonnast stellte der Verein im Mai 2013 auf dem Brunnenplatz an der Ausdorferstraße einen öffentlichen Bücherschrank in einer ausgedienten Telefonzelle auf.[4]

Einstimmig wählte die Mitgliederversammlung im Januar 2014 im Sinziger Schloss den Vorstand für die kommenden zwei Jahre und beschloss außerdem eine Satzungsänderung, nach der dem Vorstand bis zu acht Beisitzer angehören können. Karl-Friedrich Amendt blieb Erster Vorsitzender, Museumsleiterin Agnes Menacher Stellvertreterin. Als weiterer stellvertretender Vorsitzender wurde der bisherige Beisitzer und Pressewart Matthias Röcke gewählt. Gottfried Nonnast übte weiterhin das Amt des Schatzmeisters aus, neuer Schriftführer wurde Franz Krämer. Dem Vorstand als Beisitzer gehörten wie zuvor Peter Billig, Hildegard Ginzler, Tobias Kunze und Dirk-Arnulf Meyer an, neu gewählt wurden Sarah Brötz und Josef Erhardt. Verabschiedet wurde der bisherige stellvertretende Vorsitzende und Schriftführer Hans Jüchtern. Der Vorsitzende Karl-Friedrich Amendt sagte, der Verein werde das Archiv von Heinz Schmalz auwerten, außerdem werde es um die Dokumentation aller Sinziger Wegkreuze und die Aufbereitung verschiedenster historischer Quellen zur Stadt Sinzig gehen.[5]

Bei einer Mitgliederversammlung im Frühjahr 2015 im Schloss Sinzig sagte der Vorsitzende Karl-Friedrich Amendt, das Amtsgericht Koblenz habe lediglich die Wahl des Vorsitzenden akzeptiert, das Block-Wahlverfahren für die übrigen Vorstandsmitglieder im Jahr zuvor aber beanstandet. Deshalb wurden in Einzelabstimmung gewählt: Agnes Menacher und Matthias Röcke als stellvertretende Vorsitzende, Gottfried Nonnast als Schatzmeister und Franz Krämer als Schriftführer. Außer Webmaster Tobias Kunze, der nicht mehr kandidierte, wurden damit die anderen im Jahr gewählten Vorstandsmitglieder wiedergewählt. Beisitzer wurden Peter Billig, Josef Erhardt, Hildegard Ginzler, Sarah Kasper-Brötz und Dirk Meyer sowie Angelika Schneider, die sich bereits im Heimatmuseum engagiert hatte, und Thomas Jödicke. Die guten Finanzen erlaubten es dem zu dieser Zeit 129 Mitglieder starken Verein wieder das Museum zu fördern: Mit 5717 Euro entfiel der größte Anteil auf die Restaurierung zweier historischer Kommoden. Museumsleiterin Agnes Menacher freute sich außerdem über eine neue Sechseckvitrine aus Mitteln der Stadt Sinzig für eine römische Keramik des Bonner LVR-Landesmuseums. Sie blickte zufrieden auf das Museumsjahr 2014 mit einem erfolgreichen Museumstag, der Ausstellung "Carl Christian Andreae" und den Veranstaltungen des Vereins Kunstgeflecht. "Befremdet und betroffen" reagierte Menacher auf den Ortswechsel des "Idolino": Ohne Absprache mit ihr sei die Marmorskulptur des schönen Jünglings vom Turmzimmer des Schlosses neben die Vitrine im Eingangsbereich versetzt worden. An dieser Stelle komme die Kopie eines antiken Vorbildes nicht zur Geltung und die Figur stehe, zumal ihres Sockels beraubt, recht ungeschützt.[6]

Bei einer Mitgliederversammlung im Januar 2016 im Schloss wurde der Erste Vorsitzende Karl-Friedrich Amendt einstimmig für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt. Nach Rücktritten gehörten Schriftführer Franz Krämer und Beisitzer Thomas Jödicke dem Vorstand nicht mehr an. Die Wahl der übrigen Vorstandsmitglieder steht jedoch erst 2017 wieder auf der Tagesordnung. Hauptthema der Sitzung war die städtebauliche Entwicklung im Bereich Mühlenbachstraße 36-40. Es ging um den geplanten Abriss und Neubau an einer für das Stadtbild Sinzigs sehr sensiblen Stelle. Über die Initiative des Vereins zum Erhalt der Häuser Mühlenbachstraße 36 bis 40 informierte der stellvertretende Vorsitzende Matthias Röcke. Der Verein habe versucht, mit der Investorin des Projektes und dem Projektleiter in Kontakt zu treten – vergeblich. Bürgermeister Wolfgang Kroeger habe Verständnis für das Anliegen des Denkmalvereins gezeigt. Sobald ein konkreter Bauantrag vorliegt, werde der Verein eine Unterschriftensammlung starten.[7]

Der Vorstand setzt sich nach der Jahreshauptversammlung im Januar 2017 wie folgt zusammen: Vorsitzender blieb Karl-Friedrich Amendt, seine Stellvertreter blieben Matthias Röcke und Agnes Menacher. Neuer Schatzmeister wurde Hardy Rehmann. Beisitzer blieben Hildegard Ginzler, Dirk Meyer (Webmaster), Angelika Schneider und Josef Erhardt. Anton Simons kam neu als Beisitzer hinzu. Gottfried Nonnast und Peter Billig wurden aus dem Vorstand verabschiedet.[8]

Auf gut besuchte Turmgespräche, Exkursionen und Führungen blickte die Mitgliederversammlung im Januar 2018 zurück. Beschäftigt hatten den Verein auch die Geschicke des ehemaligen Geländes der Druckerei Krupp in Sinzig. Mit Gesprächen, Flyern und einer Unterschriftenaktion warb der Verein für den Erhalt der Häuser Mühlenbachstraße 36 bis 40 und warnte vor einer überdimensionierten Neubauoptik. Dass der Verein und das Museum beträchtlich zum Jubiläum 750 Jahre Stadtrechte Sinzig beitrugen, ging aus den Rechenschaftsberichten hervor. Mitglied Rudolf Menacher konzipierte eine Ausstellung „Zeugnisse aus 750 Jahren Stadtgeschichte“ im Museum. Für das Jubiläumswochenende gestaltete der Denkmalverein einen eigenen Infostand. Die Vorstandsmitglieder Karl-Friedrich Amendt, Matthias Röcke und Hardy Rehmann hielten Vorträge. Zudem machte Amendt der Stadt eine 800-seitige Regesten-Sammlung zu Sinzig zum Geschenk. Erstmals verlieh der Denkmalverein 2017 nach einer Idee von Hardy Rehmann und dem Urteil einer unabhängigen Jury den Sinziger Architekturpreis. Für das Museum waren neben der Ausstellung der Internationale Museumstag samt Museumscafé und der Denkmaltag mit einer Führung zur Keramik im Schloss und im Fliesenwerk Deutsche Steinzeug wichtig. Für 2018 ist die Digitalisierung des Museumsbestandes durch Agnes Menacher und Hardy Rehmann geplant. Karl-Friedrich Amendt stand für eine neue Amtszeit als Vorsitzender nicht zur Verfügung, wurde aber zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Hardy Rehmann übernahm den Vorsitz. Die Grundschullehrerin i.R. Renate Rick wurde zur Kassiererin gewählt, Matthias Röcke als Schriftführer. Für das Jahr 2018 standen sechs Turmgespräche, kostenlose Führungen durch Schloss und Heimatmuseum am ersten Samstag eines Monats und vier Exkursionen im Programm des Vereins.[9]

Bei der Mitgliederversammlung am 7. Februar 2019, bei der der Verein 138 Mitglieder zählte, erklärte Karl-Friedrich Amendt seinen Rücktritt vom Amt des stellvertretenden Vorsitzenden. Schriftführer Matthias Röcke wurde als Nachfolger von Amendt gewählt. Sinzigs Bürgermeister Andreas Geron, seit längerer Zeit Vereinsmitglied, richtete zuvor ein Grußwort an die Versammlung. Der Vereinsvorsitzende Hardy Rehmann berichtete, zusammen mit der Stadt Sinzig sei eine moderne Arbeitsplatzausstattung geschaffen worden, unter anderem als Voraussetzung für die bereits gestartete Digitalisierung der Museumsbestände. Außerdem habe der Verein Vorschläge für eine bessere Gestaltung des Schloss-Eingangsbereiches entwickelt. Für das Haushaltsjahr 2020 will er bei der Stadt um ein entsprechendes Budget werben. Agnes Menacher, als Museumsleiterin auch stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, berichtete von den Ausstellungen „Das Ahrtal – von Kinkels Reiseführer 1846 bis heute“ und „Römische Stempeltechnik unter der Lupe“, vom Museumscafé am Internationalen Tag des Museums und vom dem kurz zuvor getätigten Ankauf eines Gemäldes, das die frühere Schlossbesitzerin Elisabeth Johanna Adele von Wedderkop als 21-Jährige zeigt. Im neuen Jahr werde das Museum eine Ausstellung „Barbarossa – ein Kaiser zwischen Mythos und Marketing“ anbieten. Agnes Menacher und die Beisitzer Hildegard Ginzler, Dirk Meyer, Angelika Schneider und Anton Simons wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Josef Erhardt hatte nicht mehr als Beisitzer kandidiert und schied aus dem Vorstand aus. 2019 beteiligt sich das Museum an dem Projekt „Museum macht stark“. Bei diesem mit Bundesmitteln geförderten und zusammen mit dem Sinziger Haus der offenen Tür durchgeführten Aktion geht es darum, Kinder und Jugendliche mehr für das Thema Museum zu interessieren. 2019 wird auch wieder der Architekturpreis des Vereins ausgeschrieben. Hardy Rehmann berichtete von Mitgliedern, die nicht dem Vorstand angehören, sich aber trotzdem im Interesse des Vereins engagieren. So bei der aufwendigen Pflege der Bücherzelle in der Ausdorfer Straße (Gottfried Nonnast), bei der Digitalisierung der Museumsbestände (Rolf Meyer), bei der Pflege des Bestandes an Sinziger Fliesen (Josef Erhardt), mit Führungen durch Schloss und Museum (Karl-Friedrich Amendt, Peter Billig, Hans Jüchtern) und bei der Bewirtung im Museumscafé (Irmgard Billig).[10]

Weitere Fotos

Exkursionen

Veranstaltungsplakate

Siehe auch

Architekturpreis des Vereins zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums in Sinzig

Video

Mediografie

Exkursionsberichte

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Silke Müller: Seit 40 Jahren im Einsatz: Wie Sinziger alte Bausubstanz gerettet haben, rhein-zeitung.de vom 28. Dezember 2018
  2. Quelle: General-Anzeiger vom 31. Januar 2012
  3. Quelle: Rhein-Zeitung vom 29. Januar 2013
  4. Quelle: Hildegard Ginzler: Kultur in Sinzig: Verein weiht Bücherschrank ein, general-anzeiger-bonn.de vom 17. Mai 2013, und Sinzig: Aus der Telefonzelle wird eine Bibliothek, general-anzeiger-bonn.de vom 26. August 2013
  5. Quellen: Rhein-Zeitung vom 4. Februar 2014, und Verein zur Förderung der Denkmalpflege: Weiter mit Karl-Friedrich Amendt, general-anzeiger-bonn.de vom 8. Februar 2014
  6. Quelle: Karl-Friedrich Amendt an der Sptze - Jetzt ist der Vorstand rechtens, general-anzeiger-bonn.de vom 5. Februar 2015
  7. Quelle: Rhein-Zeitung vom 28. Januar 2016
  8. Quellen: Judith Schumacher: Förderer bestätigen Vorstand – Sinziger Denkmalpfleger blicken auf ereignisreiches Jahr zurück, in: Rhein-Zeitung vom 23. Januar 2017, und Sinziger setzen auf Historie – Denkmalverein sehr aktiv, general-anzeiger-bonn.de vom 28. Januar 2017
  9. Quelle: Hildegard Ginzler: Rehmann führt den Denkmalverein – Versammlung der Mitglieder im Sinziger Schloss, in: General-Anzeiger vom 1. Februar 2018
  10. Quelle: Pressemitteilung von Schriftführer Matthias Röcke vom 8. Februar 2019