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Landtagswahl 2021

Aus AW-Wiki
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Stefani Jürries aus Kripp, grüne Direktkandidatin im Wahlkreis 13
Horst Gies, CDU-Direktkandidat im Wahlkreis 14, gehört dem Landtag bereits seit 2011 an.
Birgit Stupp, grüne Kandidatin im Wahlkreis 14

Am 14. März 2021 wird in Rheinland-Pfalz zum 18. Mal ein Landtag gewählt.


Direktkandidaten

Wahlkreis 13:

Wahlkreis 14:

Chronik

Im Juni 2020 wurde Susanne Müller vom Vorstand des SPD-Kreisverbands Ahrweiler den Mitgliedern des Kreisverbands einstimmig als Direktkandidatin für den Landtagswahlkreis 13 bei der Landtagswahl vorgeschlagen. Bei der Wahlkreiskonferenz im September 2020 stimmen die Mitglieder des Kreisverbands darüber ab, ob die Leiterin der Förderschule im Bernardshof in Mayen als Kandidatin aufgestellt wird. Das meldete die Rhein-Zeitung am 26. Juni 2020.

Am 27. Juni 2020 wurde Horst Gies, der ohne Gegenkandidat antrat, bei einer Delegiertenversammlung in der Bausenberghalle Niederzissen mit 98,5 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen zum Direktkandidat der CDU für den Landtagswahlkreis 14 nominiert. Mit dem zu dieser Zeit 41-jährigen Juristen Frank Gondert (41) aus Brohl-Lützing und der 48-jährigen Bankkauffrau Petra Schneider aus Niederzissen bewarben sich gleich zwei CDU-Mitglieder um die Nachfolge von Guido Ernst, der 24 Jahre lang das Direktmandat aus dem Landtagswahlkreis 13 innehatte. Der General-Anzeiger berichtete über die Wahl:

Nach einer geschliffenen Vorstellungsrede von Frank Gondert und einigen passenden Nachfragen aus Reihen der Delegierten an ihn schien die Sache eigentlich schon gelaufen. Hatte doch Petra Schneider in ihrer Vorstellung mehr durch ihren Charme als durch geschickt präsentiertes Fachwissen, zum Beispiel zum Thema Ultranet oder Energieerzeugung, zu überzeugen gewusst. Umso größer die Überraschung, als Wahlleiter Horst Gies dann das Ergebnis der geheimen Wahl bekannt gab: 42 Delegierte stimmten für Petra Schneider, 33 für Frank Gondert. So wird also Petra Schneider am 14. März 2021 gegen SPD-Kandidatin Sabine Müller antreten.[1]

Niclas Schell aus Oberwinter wurde mit 67 Ja- und 6 Nein-Stimmen ohne Gegenkandidat als B-Kandidat für den Wahlkreis 13 gewählt. Die Delegierten des Wahlkreises 14 wählten den zu dieser Zeit 55-jährigen Michael Schneider aus der Grafschaft als B-Kandidat für ihren Wahlkreis.

Der Kreisverband Ahrweiler der Partei Die Linke wählte bei einer Mitgliederversammlung am 16. August 2020 seine Wahlkreiskandierenden für die Landtagswahl 2021. Als Direktkandidat im Landtagswahlkreis 13 wurde Kreisschatzmeister Michael Lüdtke aus Brohl-Lützing nominiert, für den Landtagswahlkreis 14 Kreissprecherin Marion Morassi. Sie war bei der Delegiertenversammlung am 4. Juli 2020 in Kaiserslautern bereits auf Platz 11 der Landesliste gewählt worden.

Petra Schneider aus Niederzissen, die im Landtagswahlkreis 13 kandidiert, erhielt bei der Delegiertenversammlung der CDU Rheinland-Pfalz Mitte Oktober 2020 auf Platz 15 der Landesliste 88,7 Prozent der Stimmen. Horst Gies (MdL) aus Ahrweiler, der im Landtagswahlkreis 14 kandidiert, kam auf Platz 39 auf 94,9 Prozent Zustimmung. Auch ihre B-Kandidaten Niclas Schell (Remagen) und Michael Schneider (Grafschaft) wurden auf den gleichen Plätzen auf der Ersatzbewerberliste mit klaren Ergebnissen gewählt. Im Bereich der Listenfolge 53 bis 104 wurden auch die jeweiligen A/B-Listenkandidaten aus dem Kreis Ahrweiler gewählt: Auf Platz 64 Roger Buchmann (VG Altenahr) und Natalie Baum (Bad Neuenahr-Ahrweiler, auf Platz 91 Beate Deres (Bad Breisig) und Hans-Werner Adams (Sinzig).[2]

Anfang November 2020 stellte die FDP den zu dieser Zeit 40-jährigen Martin Thormann aus Sinzig als ihren Direktkandidaten für den Wahlkreis 13 auf. Als Ersatzbewerberin (B-Kandidatin) wurde die Remagener Unternehmerin Rosa Maria Müller gewählt.[3]

Am 7. November 2020 wurde der zu dieser Zeit 57-jährige Reiner Friedsam aus Sinzig von der FWG als Direktkandidat im Wahlkreis 13 für die Landtagswahl 2021 nominiert. Der Werbefachmann, „vielfach ehrenamtlich engagiert, tritt erst seit einem Jahr in der Politik in Erscheinung: Er gehört seit 2019 dem Rat der Barbarossastadt an“, berichtete der General-Anzeiger aus diesem Anlass. Friedsam bezeichne sich selbst, wie GA-Redakteur Victor Francke schrieb, als „Macher für unsere Heimat“, als „Corona-Krisenmanager für viele Sinziger Unternehmen“, als „Initiator und Organisator Sinziger Highlights zur Belebung der Innenstadt“ oder auch als „kreativen Kopf“. Nicht nur in der freien Marktwirtschaft sei er als Unternehmer zu Hause. Als Vater und Großvater wisse er auch, „wo bei jungen Familien der Schuh drückt“, sagte Friedsam bei einer Delegiertenversammlung der FWG in der Sinziger Mensa. Auf Schulen und Kitas, auf die Entlastung der Kommunen, auf den Klimaschutz oder auch auf die Gesundheitsvorsorge wolle er einen besonderen Akzent legen, hieß es in seiner Bewerbungsansprache. Seine verkehrspolitischen Vorstellungen brachte er auf die Formel: „ÖPNV für alle.“ Der Kreisvorsitzende Jochen Seifert (Brohltal) und Friedhelm Münch (Löhndorf) sagten Friedsam die Unterstützung aller Wählergemeinschaften im Landkreis Ahrweiler zu.Theresa Ueberbach wurde zur B-Kandidatin gewählt. Die dreifache Mutter kommt ebenfalls aus Sinzig und ist seit der Kommunalwahl 2019 Mitglied des Sinziger Stadtrats. „Ich fühle mich in der zweiten Reihe wohl“, sagte sie zu ihrer Rolle als Ersatzkandidatin.[4] Friedsams Nominierung sei das Ergebnis einer eher kurzfristigen Entscheidung, erklärte Jochen Seifert, Vorsitzender der Kreis-FWG. Hintergrund sei Friedsams persönliche Bekanntschaft mit dem FWG-Spitzenkandidaten Joachim Streit aus Bitburg. Seifert räumte ein, dass die Nominierung auf einem Paradigmenwechsel bei den Freien Wählern aus dem AW-Kreis beruhe. Bisher sei es immer Standpunkt der FWG im Kreis Ahrweiler gewesen, nur auf Gemeinde-, Verbandsgemeinde- und auf Kreisebene anzutreten. „Das haben wir immer gesagt: Die Kreisebene ist das Maximale, was wir mitmachen“, so Seifert. „Wenn man nun aber einen Kandidaten habe, der von der untersten Ebene aus eine Kandidatur anstrebe, dann müsse man ihn unterstützen“, kolportierte die Rhein-Zeitung. Für chancenlos halte Seifert einen FWG-Kandidaten Friedsam nicht. Seifert hielt die hohe Zeit der CDU am Rhein für beendet. Dies deute der Wechsel in den Rathäusern in Remagen (Björn Ingendahl) und Sinzig (Andreas Geron) an. Im Brohltal sei die FWG ohnehin stark und stelle mit Johannes Bell den Verbandsgemeindebürgermeister.[5]

Wenige Tage nach der Wahl fragte die Rhein-Zeitung: „Und wie wird man bei der FWG Direktkandidat?“ Und beantwortete die Frage gleich selbst – und zwar folgendermaßen:

Das Wahlgesetz sieht vor, dass ein Parteikandidat mindestens drei Stimmen braucht, um nominiert zu werden. Und genau drei stimmberechtigte Mitglieder gab es ... bei der Nominierung von Reiner Friedsam ... Einer von den Dreien war Reiner Friedsam. Und auch die ... zur B-Kandidatin gekürte Theresa Überbach gehörte zu den drei Stimmberechtigten. Nicht mitgewählt haben die Repräsentanten der FWG im Kreis, die bei der Kandidatennominierung quasi nur als Publikum dabei waren. Weder der Kreisvorsitzende Jochen Seifert aus dem Brohltal, noch der Zweite Vorsitzende und Geschäftsführer im Kreisverband, Hans-Josef Marx aus der VG Bad Breisig, noch der Zweite Beigeordnete des Kreises, Friedhelm Münch aus Sinzig, haben mit abgestimmt. Was den Schluss zulässt, dass sie keine Mitglieder der Freien Wähler Rheinland-Pfalz sind.[6]

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Jochen Tarrach: Landtagswahl: CDUler sorgen für Überraschung – Delegierte haben in Niederzissen ihre Kandidaten für die Wahlkreise 13 und 14 nominiert, in: Rhein-Zeitung vom 29. Juni 2020
  2. Quelle: CDU-Rheinland-Pfalz stellt in Ludwigshafen Landesliste zur Landtagswahl 2021 auf – Jüngstes Kandidatenteam für den Landtag – Petra Schneider und Horst Gies MdL mit sehr guten Wahlergebnissen, blick-aktuell.de, 13. Oktober 2020, siehe auch: Günther Schmitt: CDU mit Landtagskandidaten in den Startlöchern: Platz 15 für Petra Schneider, Rang 39 für Horst Gies, general-anzeiger-bonn.de, 13. Oktober 2020
  3. Quellen: FDP stellt für Wahlkreis 13 Kandidaten auf: Martin Thormann soll in den Landtag einziehen, in: General-Anzeiger vom 4. November 2020, und: Frieder Bluhm: Überraschung: FWG im Kreis wagt sich aufs Landesparkett, rhein-zeitung.de, 5. November 2020
  4. Quelle: Victor Francke: Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: Friedsam soll für die FWG nach Mainz, general-anzeiger-bonn.de, 8. November 2020
  5. Quellen: Frieder Bluhm/Uli Adams: Überraschung: FWG im Kreis wagt sich aufs Landesparkett, rhein-zeitung.de, 5. November 2020
  6. Quelle: Uli Adams: Drei Stimmen: Wie man bei der FWG Landtagskandidat wird, rhein-zeitung.de, 2020