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Volksbank RheinAhrEifel eG

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Logo der Volksbank RheinAhrEifel
Volksbank-Hauptstelle in Bad Neuenahr
Volksbank.jpg
VoBa 07.jpg
Regionalkonferenz Ahr-Brohltal im Jahr 2015 in Dernau
Alte Schalterhalle der Ahrtalbank Ahrweiler
Fahrbare Zweigstelle
Einer der ersten Geldautomaten in Bad Neuenahr-Ahrweiler
Die Maschinenbuchhaltung der Kreditbank Bad Neuenahr
Ein Pohlschröder-Tresor für den Kreditbankverein Bad Neuenahr
Aufsichtsrat der Spar- und Darlehenskasse für die Bürgermeisterei Antweiler im Jahr 1911
Stammbaum der Volksbank RheinAhrEifel (Stand: Januar 2016)

Die Volksbank RheinAhrEifel eG bezeichnet sich selbst als „größte wirtschaftliche Interessengemeinschaft in der Region“. Außerdem gehört sie zu den größten Arbeitgebern im Kreis Ahrweiler. Die Volksbank bedient die fünf Regionalmärkte Ahr, Eifel, Vulkaneifel, Mayen und Rhein. In der heutigen Volksbank gingen nach und nach 72 Volksbanken auf; die älteste war der im Jahr 1866 gegründete Darlehnskassenverein für die Bürgermeisterei Antweiler.


Anschrift und Standort der Hauptstelle

Hauptstraße 119

53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler (Stadtteil Bad Neuenahr)

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Kontakt

Aufsichtsrat 2016

Vorstand

Seit August 2012 wird die Volksbank RheinAhrEifel von einem neuen Führungstrio geleitet: Elmar Schmitz (Vorsitzender) aus Kottenheim, Sascha Monschauer aus Mendig und Markus Müller aus Kottenheim bilden seitdem den Vorstand. Als Nachfolger von Bernhard Kaiser, der 2010 in den Ruhestand verabschiedet wurde, trat Elmar Schmitz das Amt des Vorsitzenden an.

Regionalbeiräte 2016

Aufgabe der Regionalbeiräte ist es, Sprachrohr der Mitglieder und Mittler zwischen Mitgliedern und Vorstand zu sein.

Mitglieder des Regionalbeirates AhrBrohltal: Ernst Heinrich Angsten (Vorsitzender), Adalbert Krämer (stellvertretender Vorsitzender), Hans-Lambert Lohmer (stellvertretender Vorsitzender), Achim Bauer, Jörg Diwo, Martina Groß, Hans Willi Kempenich, Hans-Josef Monreal, Thomas Nelles, Michael Radermacher, Thomas Rick, Alfred Sebastian, Hans Stefan Steinheuer, Norbert Volk und Martin Warlich

Mitglieder des Regionalbeirates Eifel: Hubert Drayer (Vorsitzender), Ulrike Meffert (stellvertretende Vorsitzende), Hans Follmann, Manfred Hein, Dieter Kutscheid, Thomas Reicharz, Hiltrud Schäfer, Marina Stolz, Waltraud Thomas und Armin Zirwes

Mitglieder des Regionalbeirates MayenRhein: Armin Seiwert (Vorsitzender), Gerhard Bermel (stellvertretender Vorsitzender), Hermann-Josef Schreiber (stellvertretender Vorsitzender), Tatjana Boos, Gertrud Endres, Bernd Grandmontagne, Edmund Hommen, Thomas Hürter, Karin Krämer, Simone Pawelski, Pia Retterath, Dr. Helmut Rönz, Hans Schällhammer, Olaf Waldecker und Dr. Jutta Zimmermann

Sonstiges

  • Bankleitzahl: 577 615 91
  • Eintragung: Amtsgericht Andernach Gen. Reg. 150
  • Sitz der Genossenschaft: Bad Neuenahr-Ahrweiler

Kennzahlen

Geschäftsjahr Bilanzsumme** (Mia. €) Einlagen (Mia. €) Neukredite (Mio. €) Kredite ∑ (Mia. €) betreutes Kundenvolumen* (Mia. €) Eigenkapital (Mio. €) Betriebsergebnis vor Bewertung*** (Mio. €) Dividende (%) Mitglieder Kundenzahl Geschäftsstellen Geldautomaten Mitarbeiter davon Azubis
2012 1,9 1,5 290 1,2 3.653 170 20,5 5 82.000 135.000 33 54 453 39
2013 1,966 1,6 257 1,3 3.767 182 19,6 5 83.000 135.000 33 58 467 39
2014 2,022 1,61 303 1,24 3.883 194 19,3 5 84.000 135.000 33 62 462 42
2015[1] 2,26 1,82 408 1,39 4,075 230 19,3 6,5 91.000 150.000 39 61 486 34
2016[2] 2,33 1,861 366 1,45 4,54 243 (19,2 %) 21,4 (Steuern: ca. 5,2 Mio. Euro) 5 91.000 140.000 39 61 482 34
2017[3] 2,6 2,0 438 1,6 5,152 280 23,7 5 95.000 150.000 36 68 499 27
2018[4] 2,7 (+ 4,5 %) 2,1 (+ 80 Mio. €) 455 1,8 (+ 8 %) 5,4 300 24,3[5] 5 > 96.000 > 150.000 35 70 499 28

*Das betreute Kundenvolumen ist die Summe aus den Einlagen bei der Volksbank und den Einlagen bei Verbundunternehmen, beispielsweise bei Union Investment.

**Die Bilanzsumme ist die Summe aller Vermögenswerte und Forderungen auf der Aktivseite bzw. die Summe aller Kapitalanteile (Fremd- und Eigenkapital) auf der Passivseite. Beide Seiten sind immer identisch. Das liegt daran, dass der Ausgleich durch das Eigenkapital erfolgt, das demzufolge positiv, aber auch negativ sein kann.

***Das Betriebsergebnis wird aus der Gewinn- und Verlustrechnung ermittelt. Es stellt den Unterschied zwischen den Betriebseinnahmen und den Betriebsausgaben einer bestimmten Periode dar. In der Regel wird damit der Gewinn vor Steuern bezeichnet.

Filialen

Chronik

Die Voba-Geschäftsstelle in Bad Neuenahr wurde im Jahr 1975 erbaut – nach dem Abriss der Villa Flora, der Dependence des auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehenden Grand-Hotel „Flora“.

Zum 30. November 2009 ergriff die Volksbank eine Reihe von Rationalisierungsmaßnahmen. Als Gründe dafür wurden „zunehmender Wettbewerbsdruck, die besondere Lage an den Finanzmärkten, steigende Sach- und Personalkosten und der stetige Bevölkerungsrückgang in der Region“ genannt. Umstrukturierungen sollten Wettbewerbsfähigkeit für die Zukunft gewährleisten. Die Zahl der Mitarbeiter wurde von 495 auf 476 gesenkt; 19 betriebsbedingte Kündigungen wurden ausgesprochen. Die Zahl der Regionalmärkte wurde von fünf auf drei verringert, zehn von 43 Filialen wurden geschlossen: Die Geschäftsstellen in Heppingen, Nachtsheim, Niederlützingen, Oberzissen und Rieden wurden geschlossen. In Bad Bodendorf, Bell, Dernau, Königsfeld und Wanderath wurden die bestehenden Filialen durch Selbstbedienungseinheiten mit Geldausgabeautomat und Kontoauszudsdrucker ersetzt. Die Geschäftsstellen in Antweiler, Brohl, Nickenich, Obermendig, Uersfeld, Westum, Weibern und im Wohnstift Augustinum in Bad Neuenahr wurden nach dem 30. November 2009 nur noch halbtags für den Kundenverkehr geöffnet.[6]

Drei neue Prokuristen begrüßte der Volksbank-Vorstand (Elmar Schmitz, Sascha Monschauer und Markus Müller) im Januar 2013: Adolf Hambach, Peter Kullmann und Herbert Thelen. „Ab sofort sind sie berechtigt, die Genossenschaftsbank gemeinschaftlich mit einem Vorstandsmitglied zu vertreten“, berichtete der General-Anzeiger am 10. Januar 2013.

Im April 2013 bestätigte die Vertreterversammlung das Aufsichtsratsmitglied Werner Gasper, Diplom-Ingenieur und Unternehmer aus Sinzig, im Amt. Hans-Ulrich Tappe, selbstständiger Unternehmens- und Kommunalberater aus Bad Neuenahr-Ahrweiler, schied mit Ablauf der Vertreterversammlung für das Geschäftsjahr 2012 aus dem Aufsichtsrat aus. Christoph Münch, Steuerberater aus Bad Neuenahr-Ahrweiler, wurde als Nachfolger gewählt. Für den Regionalbeirat AhrBrohltal stellten sich Jörg Diwo, Handwerksmeister aus Remagen, Michael Radermacher, Kaufmann aus Kempenich, Thomas Rick, Bauunternehmer aus Burgbrohl, Hans Stefan Steinheuer, Sternekoch aus Heppingen, und Norbert Volk, Steuerberater aus Grafschaft, erfolgreich zur Wiederwahl. Im Regionalmarkt Eifel wird im Mai 2013 ein neuer Vorsitzender gewählt. Denn Peter Nett aus Adenau scheidet aus dem Gremium aus, seinen Platz übernimmt Manfred Kürsch, Anwalt aus Adenau. Dem Regionalmarkt Mayen-Rhein gehören Gerhard Bermel (Thür), Bernd Merkler (Bell), Hermann-Josef Schreiber (Andernach), Olaf Waldecker (Mendig) sowie Hans Schällhammer (Andernach) an.[7]

Bruno Jaeger, Christel May, Ralf Nohles, Helmut Reuter, Lothar Schnitzler und Günter Schuster wurden im August 2014 während eines Essens im Seehotel Maria Laach mit Vorstand, zweiter Führungsebene und Betriebsrat für 40- beziehungsweise 45-jährige Mitarbeit ausgezeichnet. Ihren beruflichen Weg starteten fünf der sechs Mitarbeiter im Jahr 1974 – Schuster begann seine genossenschaftliche Karriere bereits fünf Jahre früher. Jaeger verstärkt den Bereich Öffentlichkeitsarbeit in Niedermendig. May ist das Gesicht für die Kunden am Standort Mayen Markt. Nohles ist in Bad Neuenahr tätig, Reuter ist Ansprechpartner für die Kunden in Burgbrohl, Schnitzler sein Pendant in der Filiale Augustinum in Bad Neuenahr. Und Schuster hat seinen Wirkungskreis als Privatkundenberater in Oberstadtfeld gefunden.[8]

Die Volksbank RheinAhrEifel eG und die Raiffeisenbank Mittelrhein eG in Weißenthurm fusionierten im Geschäftsjahr 2016. Im Vorfeld schrieb die Rhein-Zeitung am 19. Januar 2016: „Hintergrund der angestrebten Verschmelzung ist es, das Geschäftsgebiet beider Banken sinnvoll auszuweiten und Synergien zu schaffen“. Die Vertreterversammlungen beider Häuser als Souverän hätten im Juni das letzte Wort.

Mitglieder beschließen Fusion

Nach der Vertreterversammlung bei der Raiffeisenbank aus Weißenthurm am Montag, 20. Juni 2016, stimmten am Donnerstag, 23. Juni 2016, auch die 254 Vertreter der Volksbank RheinAhrEifel im Bad Neuenahrer Kurhaussaal dem Zusammenschluss mit 100 Prozent zu. Die Fusion erfolgte rückwirkend zum 1. Januar 2016. Das fusionierte Institut heißt Volksbank RheinAhrEifel eG. Als Gründe für die Vereinigung der beiden Geldinstitute wurden genannt: die anhaltende Niedrigzinsphase, wachsende regulatorische Anforderungen sowie die Digitalisierung. Allein regulatorische Vorschriften würden Aufwendungen von jährlich 1,5 Millionen Euro erfordern, erklärte Elmar Schmitz, Vorstandsvorsitzender der Volksbank RheinAhrEifel in Bad Neuenahr. Die Rhein-Zeitung nannte die Kennzahlen des neuen Instituts:

Die Bilanzsumme des neuen Instituts beläuft sich auf 2,26 Milliarden Euro, die Kundeneinlagen liegen bei 1,82 Milliarden Euro, und die Höhe der Eigenmittel steigt auf 230 Millionen Euro. Die Bank wird von 91.258 Mitgliedern getragen. Die über 150.000 Kunden werden von 486 Mitarbeitern in 39 Geschäftsstellen betreut, darunter sieben Filialen der Raiffeisenbank Mittelrhein zwischen Andernach und Koblenz.[9]

Die Mitglieder der „alten“ Volksbank RheinAhrEifel durften sich über eine Jubiläumsdividende von 6,5 Prozent freuen. Zur sonst üblichen Dividende von 5 Prozent wurde zusätzlich ein Jubiläumsbonus von 1,5 Prozent an die mehr als 85.000 Mitglieder verabschiedet. Die Bilanzsumme wuchs im Jahr 2015 auf 2,059 Milliarden Euro. 2015 kamen 3059 neue Mitglieder und 3173 neue Kunden hinzu. Das Eigenkapital der Bank wuchs auf 203 Millionen Euro an. Die Kundeneinlagen stiegen um 57 Millionen Euro auf 1,66 Milliarden Euro. Das Kreditgeschäft belief sich auf 1,32 Milliarden Euro.

Digitale Crowdfunding-Plattform gegründet

Im Oktober 2017 stellte die Volksbank Rhein-Ahr-Eifel ihre digitale Crowdfunding-Plattform für gemeinnützige Projekte in der Region unter http://www.voba-rheinahreifel.viele-schaffen-mehr.de vor. Soziale, karitative und kulturelle Einrichtungen, Initiativen und Vereine können dort ihre Projektideen vorbringen. Interessierte haben die Möglichkeit, eine Umsetzung möglich zu machen, indem sie diese Ideen finanziell unterstützen. „Wie können viele gemeinsam etwas schaffen, was man alleine nicht schaffen kann?“ – diese Frage habe sich schon der Vater der Genossenschaftsbanken, Friedrich Wilhelm Raiffeisen, Mitte des 19. Jahrhundert gestellt, sagte der Vorstandsvorsitzende der Volksbank RheinAhrEifel, Elmar Schmitz. Den Solidaritätsgedanken nach dem Motto „Viele schaffen mehr“ würden die Volks- und Raiffeisenbanken seither in allen Facetten leben. Crowdfunding („Schwarmfinanzierung“) sei dabei ein neues Konzept, bei dem viele einzelne Spender mit ihrem Geld ein Projekt unterstützen. Damit viele gute Vorhaben realisiert werden können, bezuschusst die Volksbank Projekte zusätzlich: Für jeden zahlenden Unterstützer ab fünf Euro gibt die Bank fünf Euro dazu. „Die Idee hinter dieser digitalen Plattform ist urgenossenschaftlich“, so Schmitz weiter. Ob die Finanzierung neuer Uniformjacken für einen Musikverein, die Förderung eines Museumsprojektes oder die Unterstützung eines Flüchtlingsprojektes der St.-Laurentius-Stiftung Ahrweiler: Das Internetportal sei offen für kleine wie große Projekte. Erste Erfolge habe es bereits gegeben: Der Förderverein der Freilichtbühne Schuld e.V. erhielt Gelder für den Bau einer neuen Zuschauer-Überdachung und die Ahrweiler Tafel habe durch Unterstützer die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges finanzieren können. Insgesamt 12.000 Euro seien bislang zusammengekommen. Udo Stratmann, Vorstandsmitglied des Fördervereins der Freilichtbühne Schuld e.V., berichtete: Wenn noch im laufenden Jahr mit dem 150.000 Euro teuren Bau der neuen Überdachung begonnen werden kann, sei dies auch der neuen Crowdfunding-Plattform zu verdanken. Der Verein habe sich um einen Zuschuss von 3000 Euro bemüht und ihn am Ende auch bekommen. Die Ahrweiler Tafel stand vor der Aufgabe, einen 43.000 Euro teuren Transporter zu finanzieren. Die Tatsache, dass die Volksbank pro Spende noch fünf Euro zusätzlich gab, habe die Spendenbereitschaft erkennbar beflügelt, berichtete Christiane Böttcher. Die Plattform sei ein „demokratisches System“, das es der Volksbank einfacher mache, Spenden nach den Wünschen der Genossenschaftsmitglieder und Kunden zu verteilen. So werde der Grundgedanke der Genossenschaftswesens in die digitale Welt übertragen. [10]

Zum Prozedere hieß es in der Rhein-Zeitung:

Zunächst gilt es, das Projekt anhand eines Fragenkatalogs zu skizzieren. Es können auch Bilder, Videos etc. eingestellt werden. Nachdem ein Wunschbetrag zwischen 500 und 10.000 Euro festgesetzt ist, startet die sogenannte Fanphase. Sobald eine ausreichende Anzahl von potenziellen Unterstützern gefunden wurde, beginnt die Finanzierungsphase. Ist das Finanzierungsziel innerhalb von drei Monaten erfüllt, wird die Gesamtsumme von der Bank ausgezahlt. Kommt das Spendengeld nicht zusammen, werden alle Einzelspenden wieder an die Spender zurück überwiesen. Die Initiatoren erhalten aber immerhin den Betrag, den die Bank bis zum Ende hinzugegeben hat.

Fusion mit der Volksbank Koblenz Mittelrhein eG

Im Jahr 2019 wollen die Volksbanken RheinAhrEifel und die Volksbank Koblenz Mittelrhein eG fusionieren. Bleibt die Frage: Wer „frisst“ hier eigentlich wen? Dabei übernimmt die deutlich größere Volksbank RheinAhrEifel die „Koblenzer“, deren Name verschwinden wird. Hauptsitz der fusionierten Genossenschaft werde aber die bisherige Zentrale an der Ecke Hohenzollernstraße/Rizzastraße in Koblenz sein. Die bisherigen Standorte in Mayen und in Bad Neuenahr/Ahrweiler werden mit der geplanten Fusion zum September 2019 zu Verwaltungssitzen. Mit der Fusion würde die drittgrößte genossenschaftliche Bank in Rheinland-Pfalz entstehen. Denn beide Geldinstitute haben insgesamt rund 180.000 Kunden und 118.000 Mitglieder. Im Jahr 2017 vergaben sie gemeinsam Neukredite in Höhe von rund 750 Millionen Euro. Die Fusionspartner haben zusammen ein Eigenkapital von 350 Millionen und eine Bilanzsumme von 3,3 Milliarden Euro. Die neue Bank werde zum Start 52 Geschäftsstellen und 30 SB-Filialen haben. Nachdem die Fusionsentscheidung auf Vorstandsebene bereits gefallen ist, haben die Vertreterversammlungen Mai/Anfang Juni 2019 das letzt Wort. „Rein logistisch dürfte die Verschmelzung der beiden traditionsreichen Häuser kein Problem sein – denn informationstechnisch arbeiten beide Häuser nach gleichen Standards und identischer Software“, berichtete die Rhein-Zeitung (RZ) am 1. September 2018. Nachteile für die Mitarbeiter solle es nicht geben. Im Gegenteil: Walter Müller, Vorstand der „Koblenzer“, versprach Stabilität und bessere Entwicklungsmöglichkeiten für die insgesamt etwa 700 Mitarbeiter. Wichtigster Grund für die Fusion sei, „dass beide wirtschaftlich kerngesunden Häuser aus einer Position der Stärke handeln wollen und zu den großen Sparkassen aufschließen wollen“, hieß es in dem RZ-Bericht weiter. Trotz ihrer häufig guten Eigenkapitalausstattung sei es „ein offenes Geheimnis, dass Volks- und Raiffeisenbanken oft nicht die Größe haben, um eigenständig neue Geschäftsfelder zu erschließen oder wirtschaftlich hochinteressante Finanzierungsprojekte für die Wirtschaft an Land zu ziehen.“[11]

Auszeichnung als „Premier-Bank 2018“

Im Oktober 2018 wurde die Volksbank RheinAhrEifel von der Oskar-Patzelt-Stiftung als „Premier-Bank 2018“ ausgezeichnet. Die Genossenschaftsbank erhielt den Preis als einzige Bank deutschlandweit für Leistungen, Engagement und Erfolge bei Aufbau und Pflege gesunder mittelständischer Wirtschaftsstrukturen. Die Jury der Stiftung betrachtet nicht nur Zahlen und Produkte, sondern das Unternehmen als Ganzes. Im Blickpunkt standen Themen wie die Schaffung bzw. Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, das Engagement in der Region sowie Service und Kundennähe. Unternehmen können sich nicht selbst um diese Auszeichnung bewerben, sondern sie können ausschließlich von Kommunen, Verbänden, Institutionen und anderen Firmen nominiert werden. Das Motto des Wettbewerbs im Jahr 2018 lautete „Zukunft gestalten“ und bezog sich unter anderem auf die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen im Mittelstand. Insgesamt wurden 235 Preisträger des „Großen Preises des Mittelstandes“ aus den Jahren 1995 bis 2017 als „Premier“ nominiert, darunter neun Banken. Für die Nominierung muss die jeweilige Bank bereits als „Bank des Jahres“ ausgezeichnet worden sein. Die Volksbank RheinAhrEifel erhielt den Titel 2015. Über die Preisträger entschieden 100 Juroren aus 12 Wettbewerbsregionen.[12]

Langjährige Mitarbeiter werden ausgezeichnet

Im Dezember 2018 zeichnete die Volksbank im Weinrestaurant Klein‘s Fronhof in Winningen langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus. Für 25-jährige Betriebszugehörigkeit wurden mit der silbernen Ehrennadel des Genossenschaftsverbands ausgezeichnet: Birgit Becker (Niederzissen), Petra Degen (Bad Neuenahr-Ahrweiler), Peter Diewald (Bad Neuenahr-Ahrweiler), Marianne Kirsch (Ahrbrück), Daniela König (Bad Neuenahr-Ahrweiler), Susanne Müller (Bad Neuenahr-Ahrweiler), Jessica Reinemann und andere. Für 30-jährige Betriebszugehörigkeit wurden ausgezeichnet: Alexandra Jeck (Remagen), Jürgen Rüfereck (Kempenich), Ralf Schneider (Bad Neuenahr-Ahrweiler) und andere. Für 40-jährige Betriebszugehörigkeit wurden ausgezeichnet: Alex Frings (Adenau), Reiner Hergarten (Bad Neuenahr-Ahrweiler), Martina Jung (Bad Neuenahr-Ahrweiler), Wolfgang Krupp (Bad Neuenahr-Ahrweiler), Harald Link (Bad Neuenahr-Ahrweiler).[13]

Filialen in Westum, Altenahr und im Augustinum in Bad Neuenahr werden geschlossen

Zum 31. März 2020 schließt die Volksbank RheinAhrEifel ihre Filialen in Westum, in Altenahr und in der Seniorenresidenz Augustinum in Bad Neuenahr. Die Filialen in Westum und Altenahr werden in Selbstbedienungseinrichtungen umgewandelt, die Filiale im Augustinum geschlossen. In den Kundenbriefen, die im November 2019 von der Volksbank verschickt wurden, hieß es, die Banken seien von den Auswirkungen der anhaltenden Niedrigzinsphase betroffen. Außerdem würden die Kunden immer häufiger digitale Kanäle wie die Onlinefiliale oder die VR-Banking-App nutzen, um ihre Bankgeschäfte zu erledigen. Dadurch würden die Filialen vor Ort seltener besucht. Die Zahl der Ein- und Auszahlungen sei in den vergangenen Jahren in einigen Geschäftsstellen um mehr als 50 Prozent gesunken. Es werde immer weniger bar und immer häufiger mit Bank- und Kreditkarte bezahlt. Die Geschäftsstelle Westum schließe auch aufgrund ihrer Nähe zur Filiale Sinzig (zwei Kilometer weiter am Marktplatz), die durch die Fusion mit der Volksbank Koblenz Mittelrhein neu hinzukam. Für 2020 seien in der Sinziger Filiale Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen geplant. Geplant sei, die Niederlassung in eine moderne und komfortable Filiale umzubauen – mit einem großen Selbstbedienungsbereich mit Geldautomaten mit Ein- und Auszahlfunktion, Kontoauszugsdruckern und Überweisungsterminals. Die Kunden der Filiale Altenahr würden ab April 2020 in der Filiale Ahrbrück betreut. Der bisherige Geldautomat in Altenahr werde durch ein Gerät mit Ein- und Auszahlfunktion ersetzt. Die Räume in Westum würden zwar an einen Handwerksbetrieb aus dem Ort verkauft, die Volksbank bleibe jedoch mit einem Geldautomaten sowie einem Kontoauszugsdrucker an gleicher Stelle vertreten.[14]

Vorgänger

Jeweils Gründungsdatum und -name

16. Dezember 1866 Darlehnskassenverein für die Bürgermeisterei Antweiler

27. März 1867 Andernacher Spar- und Darlehnskassenverein

28. Februar 1869 Burgbrohler Darlehnskassenverein

24. Januar 1871 Löhndorfer Darlehnskassenverein

19. November 1871 Ahrweiler Creditverein

18. Februar 1872 Darlehnskassen-Verein für das Kirchspiel Niederzissen und Umgebung, Oberzissen

24. März 1872 Wanderath-Langenfelder Spar- und Kreditkassenverein

17. Dezember 1872 Bodendorfer Darlehnskassenverein

16. Januar 1873 Altenahrer Darlehnsverein

14. Mai 1874 Kelberger Darlehnskassenverein

01. Juli 1874 Kempenicher Darlehnskassenverein

21. Oktober 1875 Dümpelfeld-Schulder Darlehnskassenverein

21. Juli 1878 Mayener Volksbank

01. August 1880 Polcher Darlehnskassenverein

26. September 1880 Ettringer Darlehnskassenverein

29. Dezember 1889 Kottenheimer Spar- und Darlehnskassenverein

21. Februar 1892 Dernauer Darlehnskassenverein

13. März 1892 Altenburg-Kreuzberger Darlehnskassenverein

26. April 1892 Hönninger Spar- und Darlehnskassenverein

08. April 1893 Neuenahrer Spar- und Darlehnskassenverein

16. Juli 1893 Riedener Darlehnskassenverein

17. Februar 1894 Trimbser Spar- und Darlehnskassenverein

18. März 1894 Niederbreisiger Spar- und Darlehnskassenverein

05. August 1894 Neunkirchener Spar- und Darlehnskassenverein

20. Oktober 1894 Westumer Spar- und Darlehnskassenverein

07. April 1895 Neuenahrer Creditverein

29. Juni 1895 Oberbreisiger Spar- und Darlehnskassenverein

17. November 1895 Retterather Spar- und Darlehnskassenverein

20. November 1895 Niedermendiger Spar- und Darlehnskassenverein

30. November 1895 Wehrer Spar- und Darlehnskassenverein

07. Januar 1896 Mehrener Spar- und Darlehnskassenverein

09. Februar 1896 Obermendiger Spar- und Darlehnskassenverein

10. Mai 1896 Gillenfelder Spar- und Darlehnskassenverein

19. Juli 1896 Kesselinger Spar- und Darlehnskassenverein

26. September 1897 Brohler Spar- und Darlehnskassenverein

16. Juli 1899 Heimersheimer Spar- und Darlehnskassenverein

20. Dezember 1899 Üdersdorfer Spar- und Darlehnskassenverein

13. Oktober 1901 Pilliger Spar- und Darlehnskassenverein

17. November 1901 Niederstadtfelder Spar- und Darlehnskassenverein

09. März 1902 Salmer Spar- und Darlehnskassenverein

05. Oktober 1902 Remagener Spar- und Darlehnskassenverein

28. November 1902 Niederzissener Spar- und Darlehnskassenverein

10. Dezember 1902 Waldorfer Spar- und Darlehnskassenverein

01. Februar 1903 Pfarrei Beinhausener Spar- und Darlehnskassenverein

17. Januar 1904 Dauner Spar- und Darlehnskassenverein

13. Februar 1904 Beller Spar- und Creditverein

28. Februar 1904 Uersfelder Spar- und Darlehnskassenverein

15. März 1904 Weiberner Spar- und Darlehnskassenverein

17. Juli 1904 Gönnersdorfer Spar- und Darlehnskassenverein

03. August 1906 Meisburger Spar- und Darlehnskassenverein

22. März 1908 Booser Spar- und Darlehnskassenverein

07. Juni 1909 Linder Spar- und Darlehnskassenverein

27. April 1910 Gewerbebank Andernach

18. Juni 1911 Wanderather Spar- und Darlehnskassenverein

15. Dezember 1912 Spar- und Darlehnkassenverein der Pfarrei Königsfeld

22. März 1914 Nachtsheimer Spar- und Darlehnskassenverein

31. August 1919 Kirchescher Spar- und Darlehnskassenverein

18. Dezember 1919 Hausener Spar- und Darlehnskassenverein

03. Januar 1920 Spar- und Darlehnskasse Thür

21. Februar 1920 Sankt Johanner Spar- und Darlehnskassenverein

11. Dezember 1921 Spar- und Darlehnskasse Monreal

1923 Raiffeisenkasse Bodenbach

30. Oktober 1924 Aremberger Spar- und Darlehnskassenverein

09. November 1924 Weilerer Spar- und Darlehnskassenverein

29. Januar 1925 Demerather Spar- und Darlehnskassenverein

18. April 1926 Barweilerer Spar- und Darlehnskassenverein

20. Oktober 1928 Deudesfelder Spar- und Darlehnskassenverein

24. Mai 1949 Raiffeisenwarengenossenschaft Welcherath

19. September 1949 Raiffeisen-Warengenossenschaft Reifferscheid

26. August 1950 Raiffeisenkasse Ahrbrück

22. April 1951 Bezugs- und Absatzgenossenschaft für Adenau und Umgebung

17. November 1958 Volksbank Daun

Siehe auch

Veröffentlichungen

Volksbank RheinAhrEifel eG (Hrsg.): Festschrift 150-jähriges Jubiläum, 2016 (pdf, 52 Seiten)

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Siehe auch: Günther Schmitt: Jubiläumsjahr der Volksbank Rhein-Ahr-Eifel – Geburtstagsbonus für 150 Jahre, general-anzeiger-bonn.de vom 22. Januar 2016
  2. Günther Schmitt: 91000 Mitglieder zwischen Ahrweiler, Mayen und Daun: Fünf Prozent Dividende, general-anzeiger-bonn.de vom 26. Januar 2017
  3. Günther Schmitt: Bilanz der Genossenschaftsbank: Volksbank Rhein-Ahr-Eifel schüttet fünf Prozent Dividende aus, general-anzeiger-bonn.de vom 26. Januar 2018
  4. Quellen: Angelika Koch: Rhein-Ahr-Eifel: Volksbank froh über solides Wachstum – Wechsel an Spitze steht bevor - Diese Dividende erwartet die Mitglieder, in: Rhein-Zeitung vom 25. Januar 2019, und Marion Monreal: Volksbank Rhein Ahr Eifel – Bilanz weist stabilen Ertrag und Kreditwachstum aus, general-anzeiger-bonn.de vom 26. Januar 2019
  5. Die Voba führte im Jahr 2018 8,3 Millionen Euro Ertragssteuern ab und ihre Mitarbeiter zahlten 4,5 Millionen Euro Lohnsteuer. Der Gewinn nach Steuern belief sich auf 19 Millionen Euro. Durch Spenden und Sponsoring flossen 850.000 Euro. Die Bürgerstiftung der Bank unterstützte knapp 450 Projekte mit rund 216.000 Euro. Über den Zukunftspreis Heimat wurde die Region mit weiteren 25.000 Euro gefördert.
  6. Quelle: Rhein-Zeitung vom 26. September 2009
  7. Quelle: Rhein-Zeitung vom 15. April 2013
  8. Quelle: General-Anzeiger vom 15. April 2013
  9. Quelle: Uli Adams: Fusion: Volksbank RheinAhrEifel wächst – Vereinigung mit Raiffeisenbank Mittelrhein ist perfekt – 6,5 Prozent Dividende, in: Rhein-Zeitung vom 25. Juni 2016
  10. Quellen: Frieder Bluhm: Viele schaffen mehr: Spenden via Internet – Volksbank RheinAhrEifel bietet erste digitale Crowdfunding-Plattform für gemeinnützige Projekte in der Region, in: Rhein-Zeitung vom 11. Oktober 2017, und Victor Francke: Gemeinnützige, regionale Projekte – Volksbank Rhein-Ahr-Eifel ruft Crowdfunding-Plattform ins Leben, general-anzeiger-bonn.de vom 11. Oktober 2017
  11. Quelle: Reinhard Kallenbach: Volksbank RheinAhrEifel wächst weiter – Institut will mit Volksbank Koblenz-Mittelrhein verschmelzen – Arbeitsplätze und Filialen bleiben erhalten, in: Rhein-Zeitung vom 1. September 2018
  12. Quelle: Stiftungspreis für die Volksbank – Genossenschaftsinstitut darf sich jetzt „Premier-Bank 2018“ nennen, in: Rhein-Zeitung vom 30. Oktober 2018
  13. Quelle: Feierstunde der Volksbank RheinAhrEifel mit Vorstand, Betriebsrat und Führungskräften: Dienstjubilare wurden geehrt (Werbeanzeige), blick-aktuell.de vom 8. Dezember 2018
  14. Quelle: Judith Schumacher: Volksbank schließt drei Filialen – Immer weniger Kunden erledigen ihre Geldgeschäfte bei den Mitarbeitern am Schalter, in: Rhein-Zeitung vom 30. November 2019