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Kreissparkasse Ahrweiler

Ramersbach

Aus AW-Wiki
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Ramersbach 1.jpg
Das neue Bürgerhaus mit integriertem Feuerwehrgerätehaus wurde am 11. Juli 2014 eingeweiht.
Die Alte Schule Ramersbach im Jahr 2009
Fachwerkhaus in Ramersbach

Im Jahr 992 wies Kaiser Otto III. seinen Getreuen Sigebodo und Richwin das heutige Ramersbach als Grenzort zu. Die Urkunde von damals gibt es heute noch. Und so steht fest, dass dort bereits zu dieser Zeit zumindest schon einige Höfe standen. Ramersbach, acht Kilometer südlich von Ahrweiler gelegen, befindet sich auf einer Höhe von durchschnittlich 440 Metern. Der höchste Punkt des Ortes, das „Häuschen“, liegt sogar 506 Meter hoch. Bis 1974 gehörte die bis dahin eigenständige Ortsgemeinde Ramersbach zur Verbandsgemeinde Brohltal. Erst nach der Neubildung der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler im Jahr 1969 wurde der Ort am 16. März 1974 nach Bad Neuenahr-Ahrweiler eingemeindet. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Ramersbach landesherrlich zum Amt Neuenahr und damit zum Herzogtum Jülich. Während der Zeit der napoleonischen Herrschaft, von 1789 bis 1814, war Ramersbach dem Kanton Wehr im Rhein-Mosel-Departement zugeordnet. Nach der Übernahme durch das Königreich Preußen gehörte der Ort von 1816 an zur Bürgermeisterei Königsfeld im neu gebildeten Kreis Ahrweiler.[1]


Lage

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Einwohnerzahl

  • August 2006: 695
  • September 2009: 650
  • 30. Juni 2016: 601

Basisdaten

Bürgervertreter

Vereine

Politische Gruppierungen

Glaubensgemeinschaften

Gewerbe

Öffentliche Einrichtungen

Veranstaltungen

Geschichte

In einer Urkunde von Otto III., in der er am 19. März 992 seinen Getreuen, den Brüdern Sigebodo und Richwin, erlaubt, in einem genau bezeichneten Gebiet Hirsche, Wildschweine und Rehe zu jagen, wird Ramersbach erstmals urkundlich erwähnt. Die Grenze dieses Bannforstes, wie es seinerzeit hieß, führte von der Mündung des Adenauer Baches in die Ahr über die Hohe Acht, Blasweiler, „jener Berghöhe, die zwischen Cunigesveld und Rameresbach liegt“, bis zum Neuenahrer Berg, schließlich bis Wadenheim und von dort wieder die Ahr hinauf bis Adenau.[2]

Der wohl finsterte Tag in der Geschichte Ramersbachs war der 9. April 1736: Nahezu der gesamte Ort brannte damals nieder. 35 Häuser, dazu Kirche und Pfarrhaus fielen der Feuersbrunst um Opfer. Lediglich zwei Wohnhäuser überstanden die Katastrophe. Bei diesem Brand wurde auch das gesamte Pfarrarchiv vernichtet. Die geschichtliche Forschung zu Ramersbach kann sich deshalb heute für die Zeit vor dem Brand nur noch auf gelegentliche Erwähnungen in fremden Dokumenten stützen.[3]

Bei der kommunalen Gebietsreform im Jahr 1969 in Rheinland-Pfalz wurde Ramersbach der Verbandsgemeinde Brohltal zugeschlagen. Viel viele Einwohner damit nicht einverstanden waren, wurde Ramersbach wenige Jahre später der Kreisstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler zugeordnet.

Volksschule Ramersbach

Versorgung

RMR-Pipeline – Pumpstation Ramersbach

Strom

Umspannanlage Ramersbach

Internet

Seit April 2012 gibt es in Ramersbach eine Internetanbindung per Vodafone LTE mit bis zu 21,6 MBit/s (laut Vodafone LTE Verfügbarkeitsprüfung).

Trinkwasser

Der Liefervertrag mit dem bisherigen Wasserlieferanten, dem Zweckverband Wasserversorgung Eifel-Ahr, läuft zum Jahresende 2013 aus. Insbesondere der geringe Wasserdruck, der Druckerhöhungsanlagen notwendig machte, ließ häufig zu wünschen übrig. Ramersbach ist für die Wasserversorgung in eine sogenannte Hochzone und eine Tiefzone unterteilt. Insbesonders in der Hochzone kam der Wasserdruck häufig nicht über 0,5 bar hinaus.[4]

Von 2014 an soll Ramersbach deshalb vom Wasserversorgungszweckverband Maifeld-Eifel mit Wasser versorgt werden. Der Höhenort bekommt sein Wasser bis dahin über eine lange Wasserleitung von Blasweiler her aus der Verbandsgemeinde Altenahr. Doch die Wasserqualität und besonders der geringe Wasserdruck ließen oft zu Wünschen übrig. Um die Versorgungsschiene zu wechseln, müssen eine 1,5 Kilometer lange Leitung von Schalkenbach her eingerichtet und alte Leitungen und Schieberkreuze saniert werden. Technisch interessant dabei: Um drei im Außenbereich liegende Wasserkunden zu versorgen, ist es notwendig, die Flussrichtung in der bisherigen Zuführungsleitung von Blasweiler kommend umzudrehen, sodass das Wasser nun von Ramersbach aus dorthin fließt. Die Aufträge zu den notwendigen Erdarbeiten, den Rohrbau mit Polyethylenrohren (PE-HD 100) sowie zur Sanierung der Schieberkreuze (Gesamtsumme 187 386 Euro) wurden, in vier Lose aufgeteilt, durch den Ausschuss vergeben. Insgesamt 69 Unternehmen hatten ein Angebot abgegeben.[5]

Am 22. Mai 2013 war in der Nähe der Wochenendhaussiedlung „Im Brandenfeld“ Ramersbach symbolischer erster Spatenstich für die Verlegung einer 870 Meter langen Polyethylenleitung mit einem Durchmesser von 150 Millimetern von Schalkenbach aus über Obervinxt und die Wochenendhaussiedlung nach Ramersbach hinein. Durch die Versorgung über den Trinkwasser-Hochbehälter "Engelner Kopf" soll überall in Ramersbach auch ohne Druckerhöhungsanlagen genügend Wasserdruck vorhanden sein.[6]

Straßen

Am Steiner Kreuz, Am Zehnthof, Auf dem Krummstück, Auf dem Rain, Auf der Höhe, Auf der Nür, Barbaraweg, Blasweilerweg, Fernblick, Florianstraße, Forststraße, Ginsterweg, Halfenweg, Heckenbacher Straße, Heckenbacherstraße, Holunderweg, Kiefernweg, Märtenweg, Mayener Straße, Neuer Weg, Ober den Gärten, Tannenweg, Vinxtweg, Wacholderweg

Siehe auch

Historische Fotos und Ansichtskarten

Videos

Mediografie

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Jochen Tarrach: 1025 Jahre: Ramersbach ist heute noch Grenzort – Der Ort wurde in einer Urkunde von Kaiser Otto III. vor 1025 Jahren erstmals schriftlich genannt, in: Rhein-Zeitung vom 14. September 2017
  2. Quelle: Günther Schmitt: Dorfjubiläum: Ramersbach feiert 1025. Geburtstag, general-anzeiger-bonn.de vom 16. September 2017
  3. Quelle: Rudolf Leisen: St. Sebastianus-Schützen in Ramersbach, in: Heimatjahrbuch des Kreises Ahrweiler 1992
  4. Quelle: Rhein-Zeitung vom 23. Mai 2013
  5. Quelle: Rhein-Zeitung vom 4. Dezember 2012
  6. Quelle: Rhein-Zeitung vom 23. Mai 2013