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Rotweinwanderweg

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Der am 3. Juni 1972 eröffnete Rotweinwanderweg (RWW) verbindet, hoch über dem Talboden des Ahrtales, sämtliche Weinorte des Anbaugebiets Ahr. Die Route hat sich rasch zu einem der meistfrequentierten Themenwanderwege Deutschlands entwickelt. Deutschlandweit erreicht der Rotweinwanderweg im Jahr 2008 in puncto Beliebtheit den siebten Platz unter den Themenwanderwegen, in Rheinland-Pfalz stand er gar an erster Stelle. Der Weg beginnt am Bahnhofsplatz Bad Bodendorf und führt über 35 Kilometer bis nach Altenahr.


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Blick vom Rotweinwanderweg bei Lohrsdorf auf die ehemaligen Rebenhänge am Bad Bodendorfer Sonnenberg.
Startpunkt des Rotweinwanderwegs am Platz vor dem Bahnhof Bad Bodendorf.
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Infotafel am Wegesrand zum Panoramablick Walporzheim

Chronik

Die vier geistigen Väter des Rotweinwanderwegs waren ...

  1. der damalige Landrat Heinz Korbach,
  2. Dr. Karl Näkel (Arzt, Bruder von Willibald Näkel, bis 1987 Vorsitzender des Eifelvereins Dernau),
  3. Konrad Schubach, Ehrenvorsitzender des Eifelvereins, und
  4. der damalige Dernauer Ortsbürgermeister Willibald Näkel.

Ihre Idee, einen Wanderweg mitten durch die Weinberge auf der Südseite des Ahrtales auszuweisen, erntete allerdings nicht ungeteilten Zuspruch. Denn einige Winzer befürchteten, dass ihre Trauben kiloweise in den Rucksäcken von Wanderern verschwinden. Und einige Wirte dachten, dass die Spaziergänger oben in den Weinbergen an ihren Häusern vorbeimarschieren und keinen Fuß in ihre Stuben setzen. general-anzeiger-bonn.de berichtete am 22. April 2013:

Allein das "Linienfeststellungsverfahren" wäre heute undenkbar. Von überall wurden alte Lumpen, Hemden und Handtücher hergeholt, um die Route zu markieren. Auf einer höhengleichen Linie sollte der Weg verlaufen, um jederzeit einen schönen Blick übers Tal zu haben. Wie an einer riesigen Wäscheleine festgeklammert, leuchteten von unten die "Signale". Klar, dass das ein oder andere Leibchen zu tief oder zu hoch hing, so dass die Männer ein paarmal die Berge rauf und runter liefen, um das zu korrigieren. Für die ersten Markierungsarbeiten hatte man den Dernauer Hermann-Josef Schmitz, genannt "Stuck", verpflichtet. Er setzte die ersten gelben Punkte an die Felsen oder auf die großen Findlinge. Gelbe Punkte, mit denen die Zukunft des "Roten" gesichert werden sollte.[1]

Eine Verlängerung von Lohrsdorf bis Bad Bodendorf erhielt der Rotweinwanderweg am 1. Mai 1982. Landrat Dr. Egon Plümer, der Sinziger Bürgermeister Heinrich Holstein und Gebietsweinkönigin Hildegard Linden nahmen die offizielle Eröffnung des Teilstücks vor. Mit in das Programm aufgenommen war auch die Einweihung des neuen Quellenstegs Bad Bodendorf über die Ahr.

Der erste Teil des Rotweinwanderweges zwischen Bad Bodendorf und Bad Neuenahr ist zwar nicht so bekannt wie die weitere Strecke in Richtung Altenahr, hat aber nicht minder schöne Ausblicke zu bieten - zum Beispiel vom "Lohrsdorfer Koppen" bis weit in das Ahrtal hinein und in der anderen Richtung auf den Rhein.

Zur Erinnerung an den dort einst blühenden Weinbau haben die Bodendorfer im Jahr 1994 auf dem Vorplatz des Bahnhofs Bad Bodendorf, dem Startpunkt zum Rotweinwanderweg, aus Mitteln des Dorffests Bad Bodendorfs einen Historischen Weinberg Bad Bodendorf errichtet und diesen an Christ Himmelfahrt mit dem erstmals veranstalteten Weinfest Bad Bodendorf eingeweiht.

Weitere Bilder

Videos

Siehe auch

Mediografie

Artikel

Bücher

  • Christoph Lüttgen: Rotweinwanderweg, 176 S., Gaasterland-Verlag 2008, ISBN-10: 3935873239, ISBN-13: 978-3935873239
  • Hans-Joachim Schneider: Wanderführer AhrSteig Rotweinwanderweg, 180 Seiten, DuMont 2013, ISBN 9783770180349
  • Jürgen Plogmann: AhrSteig mit Rotweinwanderweg und Ahr-Radweg, Rother Wanderführer, 11,90 Euro
  • Peter Squentz: Die Ahr. Von der Mündung bis zur Quelle in 31 Tippeltouren. 31 Touren und der gesamte Rotweinwanderweg in drei Etappen, Köln 2000

Weblinks

Fußnoten

  1. Quelle: Marion Monreal: Erfolgsstory Rotweinwanderweg: "Der rote Faden durchs Ahrtal", general-anzeiger-bonn.de vom 22. April 2013