Ahr-Radweg

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Tafel in Kripp
Ahrradweg-Logo
Mehr als 1000 Teilnehmer fanden sich zur Freigabe der ersten Ahrradweg-Etappe am 21. April 1979 ein, die von Sinzig bis Walporzheim führte. Mit am Start: ein Tandem (rechts) mit Ex-Radweltmeister Rudi Altig und Landrat Dr. Egon Plümer, Landrat des Kreises Ahrweiler.
Start des Ahr-Radwegs in Blankenheim
Seit 2015 führt der Ahr-Radweg, getrennt vom Kfz-Verkehr, durch die linke Tunnelröhre in Altenahr. Vorher mussten sich die Radler den Straßentunnel Altenahr (rechte Röhre) mit den übrigen Verkehrsteilnehmern teilen.
Der Ahr-Radweg bei Bad Bodendorf.
Der Ahr-Radweg in dem 2015 freigegebenen Abschnitt in der Höhe von Reimerzhoven.
Der Ahr-Radweg verläuft über den Spessart-Steg, der oberhalb von Sinzig über die Ahr führt.
E-Bike-Ladestation in Bad Neuenahr
In Bad Neuenahr überquert der Ahr-Radweg den Mühlenteich Bad Neuenahr-Ahrweiler, bevor der Mühlenteich wenige Meter weiter wieder in den Ahr einmündet.
Hinweisschild am Ahr-Radweg
Infotafel
Hinweistafel in Schuld
weggespülter Radweg nach dem Ahr-Hochwasser vom 14./15. Juli 2021 bei Bad Bodendorf

Der Ahr-Radweg führt von der Quelle in Blankenheim bis zur Mündung in den Rhein oberhalb von Kripp über 77 Kilometer entlang der Ahr. Er ist einer von sieben Radfernwegen des Landes Rheinland-Pfalz und für das Ahrtal von besonderer touristischer Bedeutung.


Verlauf[Bearbeiten]

Blankenheim: Ahr-Quelle

...

Ahrhütte

Ahrdorf

Dorsel

Müsch: In eine Stützmauer der ehemaligen Bahnstrecke haben Heinz Angel und Leo Glinde aus Müsch eine Steinsammlung mit dem Namen "Boxenstopp" eingepasst.

Antweiler

Fuchshofen

Schuld

Insul

Dümpelfeld

Hönningen

Ahrbrück

Kreuzberg

Altenburg

Altenahr

Reimerzhoven

Laach

Rech

Dernau

Marienthal

Walporzheim

Ahrweiler

Bad Neuenahr

Heimersheim

Bad Bodendorf

Sinzig

Chronik[Bearbeiten]

Seine Premiere erlebte der Radwanderweg von Sinzig bis Walporzheim, das erste Teilstück des späteren Ahr-Radwegs, am 21. April 1979: Rund 1000 radelnde Trimm-Dich-Freunde, jung und alt, gingen auf allen möglichen Stahlrössern an den Start, um an der Einweihung der neuen Freizeitmöglichkeit im Kreis Ahrweiler teilzunehmen. Im Rudel der trimmfreudigen Bürger fuhren auf einem Tandem Ex-Weltmeister Rudi Altig und der damalige Landrat Dr. Egon Plümer mit.

Der rheinland-pfälzische Teil des Ahr-Radweges (zwischen Kripp und Dorsel) werde mit 19 radtouristischen Infotafeln ausgestattet. Das meldete die Rhein-Zeitung am 17. März 2015. Das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium fördere das Projekt mit rund 23.000 Euro. Die Tafeln würden die Strecke mit sämtlichen Ortschaften und Sehenswürdigkeiten vorstellen sowie auf Bahnhöfe, Fährverbindungen und Büros zur Touristinformation hinweisen.

Pastor Axel Spiller segnete am Freitag, 5. Juni 2015, am Bahnhof Altenahr den 1,7 Kilometer langen Radweg-Abschnitt zwischen Laach und Altenahr mit der Fahrradbrücke Reimerzhoven ein. Unter den Gästen: der Mainzer Infrastrukturminister Roger Lewentz. Er sagte, "mit der Fertigstellung des Abschnittes Laach-Altenahr eine weitere wichtige Lücke des insgesamt 77 Kilometer langen Ahr-Radweges geschlossen". Dieser sei einer der sieben Radfernwege des Landes Rheinland-Pfalz. Die Kosten in Höhe von 3,9 Millionen Euro für den Abschnitt mit Tunnel, drei Brücken und anspruchsvoller Hangkonstruktion mit Ständerwerk habe der Bund getragen, sagte Gerhard Rühmkorb vom Bundesverkehrsministerium. Es habe sich um eine freiwillige Leistung entlang einer Bundesstraße gehandelt, die Sicherheit bringe. Achim Haag, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenahr und die Ortsbürgermeister Rüdiger Fuhrmann (Altenahr) und Hans-Ulrich Jonas (Mayschoß), sagten, sie seien froh darüber, dass Altenahr nun, nach rund 30 Jahren Warte- und fünf Jahren Bauzeit, an das Radwegenetz angebunden sei. Für den Lückenschluss zwischen Ahrquelle und Mündung fehlen nun noch vier Kilometer zwischen Fuchshofen und Schuld.[1]

Auf neuen Infotafeln entlang des Ahrtal-Radwegs erfahren Touristen und Einheimische Wissenswertes über die Region und die einzelnen Standorte. Das teilte die Kreisverwaltung Ahrweiler am 30. September 2016 der Presse mit. Die 23 großformatigen Hinweisschilder mit Texten und Fotos stehen zwischen der Ahrquelle in Blankenheim und der Mündung zwischen Kripp und Sinzig. Das Beschilderungsprojekt entstand unter Federführung der Kreisverwaltung, hat auf dem AW-Gebiet 48.000 Euro gekostet und wurde finanziert vom Land Rheinland-Pfalz, den anliegenden Kommunen – den Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr sowie den Städten Bad Neuenahr-Ahrweiler, Remagen und Sinzig – und dem Kreis. Die Farbtafeln zeigen Streckenverläufe und Höhenprofile, geben Verkehrshinweise auf Straßen, Bahnhöfe und angrenzende Radrouten, nennen Sehenswürdigkeiten und verweisen auf Tourist-Informationen. Einleitende Texte in Deutsch und Englisch berichten über einzelne Orte. Und das mit griffigen Slogans. Beispiele: Mit Blick auf die Bergbautradition an der oberen Ahr heißt es „Erzreiches Antweiler - Kupfer bringt Kies" (Englisch: Ore wealth in Antweiler) oder „Goldloch Insul". Hönningen liegt „Zwischen Fluss und Fels", Ahrweiler ist „Die Rotweinmetropole", Bad Neuenahr „Das Heilbad", „Heilende Wasser" stehen für Bad Bodendorf und in Sinzig regierten „Ritter und Schlossherren".[2]

Gründe dafür, dass der Lückenschluss so lange auf sich warten lässt, sind die komplizierten Verhältnisse im Tal-Relief, die ebenso komplizierten Besitzverhältnisse an den benötigten Flächen und die rechtlich abgesicherten Ansprüche des Naturschutzes. Bei einer BUND-Sternfahrt im September 2019 von Ahrbrück zum Ende des ausgebauten Teils der Radweges wurde auch kritisiert, die Unterstützung des am Rande des Kreises liegenden Projekts durch die Kreisverwaltung Ahrweiler lasse ebenso zu wünschen übrig wie mandelnde Unterstützung durch die Verbandsgemeindeverwaltung Adenau. Die Kosten für Planung und Bau des fünf Kilometer langen Teilstücks sei im Jahr 2016 mit fünf Millionen Euro beziffert worden. Mit der Fertigstellung der Strecke sei kaum vor 2025 zu rechnen – und dies auch nur dann, wenn die Finanzierung zum Landkauf und der Bauarbeiten aus Bundes- und Landesmitteln gesichert seien.[3]

Beim Ahr-Hochwasser vom 14./15. Juli 2021 wurde der Ahr-Radweg nahezu komplett zerstört. Ganze Abschnitte sind völlig zerstört worden. Die St.-Anna-Brücke in Laach zum Beispiel wurde ebenso fortgeschwemmt wie der Spessart-Steg in Sinzig und die erst zwei Jahre zuvor fertiggestellte Ahrradweg- und Fußgängerbrücke in Ahrbrück. Die Fahrradbrücke Reimerzhoven ist stark beschädigt worden. Das rheinland-pfälzische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau kündigte im Januar 2022 für den Sommer 2022 ein Konzept an, das beim Wiederaufbau des Radweges als Grundlage für den Austausch mit Vertretern der Kommunen und des Tourismus vor Ort dienen soll. „Gemeinsam soll die bestmögliche Route für den neuen Ahr-Radweg gefunden werden“, hieß es in einer entsprechenden Pressemitteilung des Ministeriums. Das Konzept solle „die strategische Grundlage für den Wiederaufbau des Radwegenetzes möglichst als durchgängige Trasse im Ahrtal bilden.“ Auch die Anbindung an das angrenzende Streckennetz von NRW sowie etwaige Neuanbindungen und das Schließen von Radwegelücken würden in dem Konzept berücksichtigt. „Gemeinsam wollen wir einen schönen, neuen Ahr-Radweg ... schaffen – nach neusten technischen Standards und mit Verbesserungen für die Nutzer“, teilte Verkehrsministerin Daniela Schmitt der Presse mit. „Damit kommen wir unserem Ziel zum Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur im Ahrtal wieder ein Stück näher und geben dem Tourismus im Tal eine wichtige Perspektive", so Schmitt weiter. „Wir wollen beim Wiederaufbau wo immer möglich auch Dinge verbessern. Durch Lückenschlüsse und Neuanbindungen im Radwegenetz, den Ausbau nach neuesten technischen Standards sowie die Beachtung der aktuellen touristischen Entwicklungen gehen wir diesen Weg“, teilte Schmitt mit.[4]

Weitere Fotos[Bearbeiten]


Eröffnung der ersten Etappe am 1. April 1979[Bearbeiten]

Nach dem Ahr-Hochwasser vom 14./15. Juli 2021[Bearbeiten]

Videos[Bearbeiten]

Nach dem Ahr-Hochwasser vom 14./15. Juli 2021[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Mediografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten

  1. Quelle: Günther Schmitt: Verbindung von Laach nach Altenahr - Nach 30 Jahren ist die Radweglücke geschlossen, general-anzeiger-bonn.de vom 6. Juni 2015
  2. Quelle: 23 Hinweistafeln informieren entlang des Ahrtal-Radwegs, Pressemitteilung der Kreisverwaltung Ahrweiler vom 30. September 2016
  3. Quelle: Lückenschluss des Radwegenetzes nicht vor 2025? BUND-Sternfahrt von Ahrbrück zum Ende des ausgebauten Teils der Ahrradweges – Was macht die geplante Trasse so schwierig und teuer?, in: Rhein-Zeitung vom 25. September 2019
  4. Quelle: Schmitt: Konzept zum Wiederaufbau des Fernradweges wird erstellt - Neuer Ahr-Radweg soll besser und moderner werden, blick-aktuell.de, 28. Januar 2022